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Teltow Teltow: Das Nadelöhr der Region ist jetzt vorm Stahnsdorfer Hof
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09:13 19.11.2019
Im Zehlendorfer Damm staut sich der Verkehr bis ins alte Dorf von Kleinmachnow zurück. Eine andere Ampelschaltung ist nicht möglich. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

„Es war allen bewusst, dass es Probleme geben wird, wenn von drei Brücken über den Teltowkanal im Teltower Raum eine gesperrt wird“, kommentiert Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen die Verkehrslage eine Woche nach der Sperrung der Rammrathbrücke.

Denn auch wenn der totale regionale Verkehrskollaps ausgeblieben ist, so gibt es doch eine Schwachstelle: die Kreuzung am Stahnsdorfer Hof. Wer von Teltow nach Kleinmachnow oder umgekehrt möchte, kommt hier auf jeden Fall dort vorbei, sofern er nicht die großräumige Umfahrung über Berlin oder die Autobahn wählt.

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Zwölf Sekunden lang ist Grün

Vor allem am Zehlendorfer Damm stauen sich die Fahrzeuge tagsüber bis ins alte Dorf und weiter zurück. Denn pro Grünphase gelangen immer nur wenige Linksabbieger in die Wilhelm-Külz-Straße. Genau eine Minute lang dauert die Rotphase, dann ist zwölf Sekunden lang Grün. Wer Glück hat, kommt noch vor dem Gegenverkehr aus Stahnsdorf hinüber, oft schaffen es aber nur zwei oder drei Autos. Manchmal kommt auch nur ein einzelner Lastwagen hinüber.

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Alternativen gibt es keine, sagt Schmidt. „Ich sehe keinen Spielraum am Stahnsdorfer Hof. Jede weitere Änderung bedeutet nur eine Stauverlagerung in eine andere Richtung.“ Ein temporärer Kreisverkehr, eine Linksabbieger-Ampel, eine Verlängerung der Grünphase nur am Zehlendorfer Damm – all das würde nur das Problem an einer der anderen drei Straßen vergrößern, fürchtet er. Man müsse zwei Wochen abwarten, dann würde sich das Verkehrsverhalten ändern, ist er überzeugt.

Entlastung ab Dezember erwartet

Die Kraftfahrer würden mit der Zeit die Schleusenbrücke und die A 115 stärker nutzen. Außerdem baut er auf die Fertigstellung der anderen Straßenbauvorhaben. So werde es eine Entlastung geben, wenn in Stahnsdorf die Ruhlsdorfer Straße über die Kreisverkehre und die Quermathe wieder in Richtung Ruhlsdorf befahrbar sei, da nicht mehr so viele Linksabbieger in die Wilhelm-Külz-Straße fahren würden, so Schmidt. Dies sollte je nach Wetterlage Anfang bis Mitte Dezember möglich sein, verspricht er.

Schleichweg über den Bürgersteig

Unterdessen wurde auch eine Lücke am Schwarzen Weg geschlossen: Dort war die Straße zwischen den beiden Parkplätzen des Hoffbauer-Campus gesperrt worden, was zahlreiche Autofahrer dazu veranlasst hatte, kurzerhand über den Gehweg neben dem Schulgelände auszuweichen. „Ich wollte nur schnell zur Arbeit fahren“, erklärte eine Fahrerin, die dabei gesehen wurde, bevor sie auf den Parkplatz des Gymnasiums fuhr. Zwar waren die Ordnungshüter zu Schulbeginn und Schulende vor Ort, doch sofort nach ihrem Abzug wurde der Gehweg wieder als Abkürzung genutzt.

Die illegale Durchfahrt wurde inzwischen durch einen Betonblock verschmälert, sodass die Sperrung nun wohl vorerst zumindest von Autofahrern nicht mehr umgangen werden kann.

Von Konstanze Kobel-Höller

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