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Teltow Rock am Kanal: Teltows Festival für den guten Zweck steigt erstmals am Kanal
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Rock am Kanal: Teltows Festival für den guten Zweck steigt erstmals am Kanal
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06:03 30.08.2019
Auf der Bühne bei Rock am Kanal treten vor allem regionale Rockbands auf – vor drei Jahren war zum Beispiel die Teltower Formation Handgezapft dabei. Quelle: Friedrich Bungert
Teltow

Wenn am Samstag Rock am Kanal zum siebten Mal stattfindet, um Geld für die Unterstützung sozialer Projekte einzunehmen, rückt die Teltower Veranstaltung noch etwas näher an den Kanal: Der Parkplatz am Zeppelinufer kommt wegen der angrenzenden Wohnbebauung nicht mehr in Frage,als neuer Standort dient nun der Stadthafen. Die MAZ hat die Organisatoren Torsten Höricke und Michael Ritter gefragt, wie es wird. 

Rock am Kanal - die Macher: Torsten Höricke (r.) und Michael Ritter. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Was halten Sie vom neuen Standort?

Michael Ritter: Er ist optisch durch das Hafenbecken einfach ansprechender. Außerdem haben wir eine Menge Parkplätze oben am Areal, wo die Hallen geplant sind, am städtischen Altstadt-Parkplatz und am Zeppelinufer. Besser kommt man aber mit den Öffis – der Bus bleibt auch direkt davor stehen.

Torsten Höricke: Wir rechnen mit deutlich mehr Besuchern, wegen der Kombination von Rock und Hafen – wir erwarten bis zu 2000 Leute.

Was bieten Sie dieses Jahr?

Ritter: Wir haben erstmals zwei Bühnen. Die Hauptbühne wird am Hafenbecken stehen. Ein Bauzaun wird sicherstellen, dass niemand ins Wasser fällt – aber die Feuerwehr ist auch mit einem Boot vor Ort. Sieben Bands treten auf, darunter zwei Gäste aus den Niederlanden, The Daffodils und Nolles Bluesband. Außerdem spielen Rock’n’Roll Suicide, Dalibors Roadshow, Kurzschluss, Five On The Rocks und Silverback. Wir wollen möglichst die Teltower Musikszene in den Vordergrund stellen – wir haben festgestellt, dass die Leute genau deswegen kommen.

Gibt es musikalische Besonderheiten?

Höricke: Für den Bürgermeister haben wir extra zwei Wunschtitel von BAP im Programm: „Verdamp lang her“ und „Kristallnaach“. Und das letzte Lied wird natürlich wieder „Purple Rain“ mit Silverback sein, begleitet von Wunderkerzen.

Werden sich auch Vereine vorstellen?

Höricke: Was mich besonders freut, ist, dass erstmals die DKMS (Deutsche Knochenmarkspende) kommt und man sich direkt vor Ort registrieren lassen kann. Der Wünschewagen vom Arbeitersamariterbund (ASB) ist wieder hier und die Jugendfeuerwehr Teltow zeigt, was sie sich mit der Spende vom Vorjahr gekauft hat. Wir bieten auch wieder Merchandising-Produkte wie T-Shirts, Hoodies, Tassen oder Schlüsselbänder an.

Gibt es auch Getränke und Essen?

Ritter: Klar – eine Grillstation, Cocktails, Bier, nicht-alkoholische Getränke oder Crêpes. Die Leute sollen sich viel Geld einstecken – wir sind am Umsatz beteiligt, für die gute Sache!

Was erwartet die Festival-Besucher auf der zweiten Bühne?

Höricke: Hier wird während Umbaupausen die Schülerband Wild Kids der Giesensdorfer Grundschule aus Berlin-Lichterfelde auftreten. Die haben ein Spendenprojekt, mit dem sie sich einen Probenraum einrichten möchten, das wir in diesem Jahr unterstützen wollen.

Haben Sie schon Ideen, welche Projekte diesmal außerdem mitfinanziert werden sollen?

Höricke: Neben dem Musikraum auch ein Mobbingprojekt an der Ruhlsdorfer Grundschule, das im Herbst stattfinden soll, und „Familien in Not“ – das wird am Samstag auch von Günter Baaske vorgestellt. Je nachdem, wie viel Geld zur Verfügung steht, haben wir dann noch ein paar Ideen in Reserve.

Woher kommen die Spenden?

Höricke: Die rund 10.000 Euro Kosten der Veranstaltung – also etwa die Bühne oder die Technik – trage ich mit meiner Werkstätte, damit alle Spenden der Sponsoren für die Projekte bleiben. Da beteiligen sich viele regionalen Betriebe, die Sparkasse und die Stadt Teltow. Außerdem natürlich aus den Anteilen von den Einnahmen – und die Musiker verzichten wieder auf ihre Gage.

Wo findet Rock am Kanal nächstes Jahr statt?

Ritter: Wahrscheinlich auch wieder auf dem Hafengelände. Sobald dann die Baustelle für das Gebäude da ist, ist das aber zu klein. Hafenbetreiber Thomas Klemm hat aber daneben noch 12.500 Quadratmeter Fläche, auf die nur 6000 Quadratmeter Hallen geplant sind, dort ist dann vielleicht Platz für so ein Event. Aber da sind noch viele Fragezeichen.

Was sollen die Leute mitbringen?

Ritter:Durst, Geld und gute Laune – wir wollen hier nur liebe Leute. Hatten wir bisher immer. Wofür wir Security haben, weiß kein Mensch. Flaschen sind nicht erlaubt. Der Kulturbeitrag ist diesmal zehn Euro, also zwei Euro mehr als letztes Jahr. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen nichts spenden.

Wie lange dauert das Konzert?

Ritter: Es beginnt um 15 Uhr und dauert bis 24 Uhr.

Wie wird das Wetter?

Ritter: Das wird total super. Es kann ja nicht regnen – es ist ja Rock am Kanal und wir sind die Guten.

DKMS sucht Stammzellenspender

Bei Rock am Kanal wird erstmals die Deutsche Knochenmarkspenderdateivor Ort sein. Sie sucht Stammzellenspender für Blutkrebspatienten.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren registriert werden. Wer schwere oder chronische Erkrankungen hat oder wer bestimmte Medikamente nimmt, ist unter Umständen zum eigenen Schutz oder dem Schutz des Empfängers ausgenommen.

Für die Registrierung wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich von der Wangenschleimhaut abgenommen. Vorher sollte eine halbe Stunde nichts gegessen worden sein.

Auch beim Wacken Open Air ist die DMKS seit 2014 mit dabei. Hier haben sich bisher mehr als 7300 Fans registrieren lassen, 32 davon haben bereits Stammzellen gespendet.

Von Konstanze Kobel-Höller

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