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Teltow Spannende neue Wohnprojekte für die Region
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17:25 03.02.2020
Bauvorbereitende Arbeiten in der Teltower Weserstraße 1. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Region Teltow

Während gespannt auf die Entwicklungen des Grundstückes in der Teltower Elbestraße gewartet wird, auf dem derzeit noch der Lidl-Markt länger als geplant in Betrieb ist, gab es unterdessen kürzlich erste Bewegungen auf dem Areal gegenüber: Auf der Fläche Weserstraße 1, Ecke Potsdamer Straße, entfernte ein Bagger Bäume und Gestrüpp und brachte dabei auch allerlei Müll zutage.

Was hier entstehen soll, wird in Zukunft definitiv die Gegend prägen: Im Juni 2019 wurde hier eine Baugenehmigung für ein Wohn- und Geschäftshaus erteilt, das 98 Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten umfassen soll. Eine Tiefgarage wird Platz für 92 Fahrzeuge bieten. Außerdem soll das Gebäude, das bis zu fünf Geschosse hoch werden soll, in einem der Gewerbeeinheiten voraussichtlich auch einem größeren Lebensmittelmarkt Platz bieten. So wäre die Nahversorgung nicht nur der Bewohner der benachbarten Seniorenresidenz wieder sichergestellt, die durch den Umzug des Discounters in die Oderstraße demnächst erschwert wird. Eine Baufreigabe für das Projekt lag vor einer Woche jedoch noch nicht vor, so der Landkreis Potsdam-Mittelmark, im Januar seien auf dem Grundstück lediglich bauvorbereitende Maßnahmen vorgenommen worden.

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Anstelle des Lidl-Marktes in der Teltower Elbestraße sollen drei Wohnhäuser gebaut werden. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Auf dem Lidl-Grundstück selbst sollen nach Umzug des Marktes in die Oderstraße unterdessen drei fünfgeschossige Wohnhäuser entstehen. Das erste Gebäude an der Potsdamer Straße soll dabei auch einem Laden oder einem Café Platz bieten. Das Herz der Anlage ist eine große Grün- und Spielfläche, die auch der Nachbarschaft zur Verfügung stehen wird, verspricht das Konzept. Die beiden reinen Wohnhäuser, die sich dahinter an der Elbestraße befinden, sind unterirdisch über die Tiefgarage miteinander verbunden. Für dieses Vorhaben hat der Teltower Hauptausschuss vorigen Mai mit einem Bau-Vorbescheid zugestimmt.

Auch in Stahnsdorf gibt es ein Grundstück mit einem Lebensmittelmarkt, auf dem Änderungen zu erwarten sind. Hier handelt es sich um den ehemaligen Aldi-Markt in der Potsdamer Allee 113 bis 115, der bereits seit längerer Zeit leer steht. Eine Anzeige zum Abbruch des Gebäudes liegt seit einem Jahr vor, der Berliner Bauherr hat im April 2019 außerdem die Baugenehmigung für die Errichtung von vier Wohngebäuden mit Tiefgaragen erhalten. 77 Wohneinheiten sollen hier entstehen, die Baufreigabe ist auch hier noch offen.

Der ehemalige Aldi-Markt in der Stahnsdorfer Potsdamer Allee 113-115 – wenn er abgerissen ist, sollen hier 77 Wohnungen in vier Wohnhäusern entstehen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Gebaut werden soll auch am Teltower Zeppelinufer. Hier haben bereits die Vorbereitungen durch die Stadt Teltow für Aufregung gesorgt: „Wegen der Erschließung der Grundstücke entlang des Zeppelinufers muss eine Veränderung der Verkehrsorganisation in diesem Bereich erfolgen“, so Teltows Sprecher Jürgen Stich. Um die Zufahrt zu den Grundstücken zu ermöglichen, musste also der Geh- und Radweg geopfert werden. Seit einigen Monaten läuft hier jetzt parallel zur Hauptverkehrsstraße eine „verkehrsberuhigte Zone“, deren Zufahrt vom Parkplatz an der Badstraße möglich ist. Kurz vor dem Dr.-W.-Romberg-Steig wurde kurzerhand schräg eine Ausfahrt über die Grünfläche asphaltiert. Noch unklar scheint dagegen die Zufahrtsituation des geplanten Altstadtkarrees von Bonava am anderen Ende des Zeppelinufers zu sein.

Verkehrsberuhigte Zone statt Geh- und Radweg am Zeppelinufer, um die Zufahrt zu den Grundstücken zu ermöglichen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Bereits im Bau sind in Stahnsdorf zwei Vorhaben in der Wilhelm-Külz-Straße von Pro & Contra und Bonava sowie eines am Goldammerweg. Geplant sind laut Pressesprecher Stephan Reitzig zudem ein weiterer Bauabschnitt am Evelyn-Hamann-Ring (insgesamt rund 90 Wohnungen) sowie die Siedlung Schmale Enden II durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Hier waren 175 Wohneinheiten angekündigt worden. Das Areal an der Hildegardstraße ist im Flächennutzungsplan Stahnsdorfs als Wohnpotenzialfläche für 170 Einheiten angegeben.

Bevölkerung wächst, Preise steigen

Immer mehr Menschen zieht es in den Speckgürtel.

Erst im Januar hatte der Teltower Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) bekanntgegeben, dass schon in Kürze der Bürger Nummer 28 000 in Teltow erwartet wird.

Teltow gilt als eine der am schnellsten wachsenden Städte in Deutschland, vor allem unter den Mittelstädten nimmt es eine Spitzenposition ein.

Kleinmachnow hält bei etwa über 20 300 Bürgern mit Hauptwohnsitz und 678 mit Nebenwohnsitz. In Stahnsdorf leben am 31. Dezember 2019 genau 15 557 Menschen.

Hier finden sich auch die teuersten Wohngrundstücke im Landkreis: Kleinmachnow war mit Bodenrichtwerten von bis zu 790 Euro pro Quadratmeter ganz klar voriges Jahr wieder Spitzenreiter, aber auch Teltow und Stahnsdorf verzeichneten Anstiege.

So startete das neue Wohnviertel an der Stahnsdorfer Zillestraße (Evelyn-Hamann-Ring) bereits mit einem Quadratmeterpreis von 490 Euro.

In Teltow steht demnächst der Abschluss des städtebaulichen Vertrages für das Diakonische Viertel auf der Tagesordnung. Die Speicherstadt gehört zu jenen Gebieten, in denen sozialer Wohnbau möglich ist. Hier ist die Rede von rund 110 möglichen Wohnungen. Hinsichtlich des einst geplanten „Marine Quartiers“ zwischen der Altstadt und dem Hafen geht derzeit alles zurück auf Anfang. Nachdem ein Teilgrundstück verkauft worden war, entschied die Stadtverordnetenversammlung im Vorjahr, den Bebauungsplan nicht mehr auf Basis der vorgestellten Konzeption zu erarbeiten. Nun sollen außerplanmäßige Mittel in Höhe von 60 000 Euro zur Verfügung gestellt werden, um das Verfahren auf Grundlage von früheren Überlegungen der Stadt fortzuführen.

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Von Konstanze Kobel-Höller

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