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Teltow Neubau für Geringverdiener
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09:31 13.07.2019
Familie Beganovic mit ihren Söhnen Alvin (9 Jahre) und Anel (11 Jahre, 1. Reihe, v. r.) zieht an diesem Samstag in ihre neue Wohnung ein. Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt und Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse (beide SPD) sowie WGT-Geschäftsführer Klaus Ulrich (2. Reihe, v. l.) übergaben am Freitag die Schlüssel. Quelle: Heinz Helwig
Teltow

Die Familie Beganovic aus Teltow ist die erste, die an diesem Samstag in ihre neue Wohnung in der Zehlendorfer Straße 8-10 einzieht. Die restlichen 19 Mieter werden ab Montag den Neubau der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Teltow (WGT) beziehen. Klaus Ulrich, neben Michael Kuschel einer der beiden Geschäftsführer der WGT, übergab der Familie am Freitag einen symbolischen Schlüssel, der allerdings in keine Schlüsseltasche passt, wie Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) treffend bemerkte.

Dreiviertel des Hauses sind Sozialwohnungen

„Wir freuen uns schon auf unsere neue Wohnung. Jetzt haben wir noch mehr Platz als zuvor“, sagt die Familie. Bisher lebte sie mit ihren beiden Söhnen Anel (11) und Alvin (9) in Teltow auf 67 Quadratmetern Wohnfläche. Jetzt stehen den Beganovics im Erdgeschoss 80 Quadratmeter zur Verfügung.

Acht Zweiraum-, acht Dreiraum- und vier Vierraumwohnungen hat das Berliner Architekturbüro von Volker Kirsch für das Haus konzipiert. Die 15 Wohnungen bis zur dritten Etage sind mietpreisgebunden und Familien mit geringem und mittlerem Einkommen vorbehalten. Dementsprechend liegen die Quadratmeterpreise zwischen 5,50 Euro und sieben Euro brutto kalt. Die fünf Wohnungen im Dachgeschoss sind mit 8,50 Euro je Quadratmeter frei finanziert.

Das neue Haus der Wohnungsbaugesellschaft Teltow (WGT) in der Zehlendorfer Straße in Teltow. Die fünf Wohnungen in der obersten Etage sind frei finanziert. Quelle: Heinz Helwig

4,2 Millionen Euro kostet der Wohnblock, der mit zwei Aufzügen vom Dach bis in den Keller barrierefrei ausgerichtet wurde. 2,17 Millionen Euro davon übernahm das Land über seine Investitionsbank. Hinzu kam ein Zuschuss von 523.200 Euro sowie ein Darlehen der KfW-Bank von 580.500 Euro. Die WGT selbst investiert 818.000 Euro.

Stadt sucht nach weiteren Möglichkeiten

Nach zweijähriger Vorbereitung ab März 2016 begannen die Bauleute aus Teltow sowie der Region Berlin-Brandenburg im Mai 2018 mit ihrer Arbeit. Im Juni dieses Jahres war das Mehrfamilienhaus weitestgehend fertig. Ein paar Restarbeiten erledigten die Baufirmen noch bis zum Freitagmorgen. „Für unser kleines Team war das ein regelrechter Kraftakt“, resümiert WGT-Geschäftsführer Ulrich. Er hätte sich von Politik und Verwaltung mehr Flexibilität gewünscht, fügt er an.

Für den sozialen Wohnungsbau hat das Land Brandenburg ein jährliches 100-Millionen-Euro-Programm aufgelegt, mit dem solche Projekte wie in Teltow unterstützt werden können, sagte Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse (SPD) bei der Schlüsselübergabe. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung will die WGT nach weiteren Möglichkeiten für den sozialen Wohnungsbau in der Stadt suchen.

Von Heinz Helwig

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