Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow Ungewisse Zukunft für Indoor-Spielplatz
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Ungewisse Zukunft für Indoor-Spielplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 20.11.2019
Der Indoor-Spielplatz „Kinderoase“ in Teltow wird im nächsten Sommer versteigert. Der Betrieb läuft aber weiter. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Eine beliebte Freizeiteinrichtung steht auf der Kippe: Verkauft werden soll nach 15 Jahren die „Kinderoase“ in Teltow. 2005 hatten die jetzigen Eigentümer das 1959 erbaute ehemalige Bahn-Gleichrichterwerk von Müll und Graffiti befreit, saniert und mit Ideen gefüllt, ein Jahr später wurde der Betrieb gestartet.

Mit Wasserspielplatz und Sinnesgarten

Ein Indoor-Spielplatz, ein Sinnesgarten mit Wasserspielplatz, ein Kindermuseum zum Thema „Die fünf Sinne“, eine monatliche Märchenstunde und die Möglichkeit, den eigenen Kindergeburtstag hier zu feiern – das Angebot auf einer Nutzfläche von mehr als 1000 Quadratmetern war von Anfang an umfangreich. Dazu zählten außerdem noch ein eigenes Bistro, Parkplätze, eine großzügige Außenanlage mit einem Grillhaus und die Lage direkt am Regionalbahnhof.

Und doch wird das 3760 Quadratmeter große Grundstück an der Bahnstraße nun im aktuellen Winterkatalog des Auktionshauses Karhausen AG als Vorankündigung für die Sommerauktion am 26. und 27. Juni nächsten Jahres beworben. 1,8 Millionen soll das Mindestgebot lauten, ein Direktverkauf sei möglich, ebenso die kurzfristige Übergabe nach Abstimmung, ist dem Kurz-Exposé zu entnehmen.

Gebäude hat Ausbaureserven

400 Quadratmeter ist demnach das Souterrain groß, in dem sich unter anderem das Kindermuseum, Lagerflächen und die Werkstatt befinden. Gleich groß ist das Erdgeschoss, eine große Halle über zwei Etagen mit Spiel- und Gastronomiebereich, außerdem haben dort Gruppen-, Lager- und Nebenräume sowie die Sanitäranlagen Platz gefunden. Im Obergeschoss, das rund 260 Quadratmeter Nutzfläche aufweist, liegen schließlich der Büroraum und der Spielbereich „Erlebnistunnel“, außerdem gibt es hier Ausbaureserven, heißt es in den Unterlagen.

Fassade und Pflasterung denkmalgeschützt

Hingewiesen wird in dem Angebotstext zudem darauf, dass die Außenansicht des Gebäudes sowie die Pflasterung denkmalgeschützt sind und dass ein positiver Bauvorbescheid für eine Nutzungsänderung des Objektes für Wohnzwecke vorliegt – bei angrenzenden Bodenrichtwerten von 190 bis 390 Euro. Die Anfrage, ob diese Änderung genehmigungsfähig wäre, hatten die Eigentümer 2017 an die Stadt und den Landkreis gestellt. Beide Behörden hatten die Frage mit Ja beantwortet.

Voriges Jahr wurde schließlich ein weiterer Antrag auf Bauvorbescheid gestellt. Diesmal ging es darum, ob ein zweigeschossiges Atelierhaus mit einer Grundfläche von knapp 180 Quadratmetern sowie ein eingeschossiges Nebengebäude mit 40,5 Quadratmetern errichtet werden dürfe. Dies wurde von der Stadt Teltow jedoch unter anderem mit der Begründung abgelehnt, dass sich das Grundstück im Außenbereich befindet und im Flächennutzungsplan für Immissionsschutz-Pflanzungen vorgesehen ist.

Eigentümer äußern sich nicht

Die Eigentümer möchten keine Stellungnahme zu den Verkaufsabsichten abgeben, betonen aber, dass sie sich unverändert im laufenden Betrieb befinden. Auf der Homepage der „Kinderoase“ wird dabei auf geänderte Öffnungszeiten hingewiesen – der Öffentlichkeit steht der Indoor-Spielplatz freitags bis sonntags jeweils fünf Stunden am Nachmittag offen, die anderen Zeiten stehen Gruppen und Exklusivbuchungen zur Verfügung.

Von Konstanze Kobel-Höller

Seit einer Woche ist die Rammrathbrücke zwischen Teltow und Kleinmachnow gesperrt, weil sie abgerissen wird. Das große Verkehrschaos blieb zwar aus, aber an neuralgischen Punkten brauchen Autofahrer dicke Nerven.

19.11.2019

Der 57-jährige Teltower, der in der Nacht zum 25. Oktober dieses Jahres in einem Einfamilienhaus in der Chopinstraße seine 60-jährige Ehefrau umgebracht haben soll, ist in seiner Zelle, in der er in Untersuchungshaft saß, tot aufgefunden worden.

18.11.2019

Für den Erhalt von etwa 50 Alleebäumen in der Teltower Straße in Ruhlsdorf sammelt derzeit eine Bürgerinitiative Unterschriften. Die Bäume sollen dem Straßenbau weichen. Zu ihrer Fällung gibt es aber keine Alternative, sagt der Landesbetrieb Straßenwesen.

18.11.2019