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Teltow Freifahrt in die Schule
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Freifahrt in die Schule
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07:40 14.08.2019
Sollen Schüler und Azubis in Teltow künftig kostenlos mit den Linienbussen fahren? Diese Frage diskutieren die Stadtverordneten derzeit. Quelle: Heinz Helwig
Teltow

 Freie Fahrt in den Öffis für alle Schüler, die in Teltow leben – das wünscht sich die SPD. Entscheidend solle künftig der Hauptwohnsitz sein und nicht die Entfernung zur Schule, so Michael Schmelz, der den Antrag erstmals am Montagabend im Sozialausschuss vorstellte. Das Angebot solle auch in der Freizeit gelten, Azubis wären ebenfalls zur Gruppe der Empfänger zu zählen. Konkret soll die Stadtverwaltung mit dem regionalen Verkehrsunternehmen ein kommunales Kostenbeteiligungskonzept erarbeiten, so Sebastian Rüter (SPD). Das Geld dafür müsse dann aus dem Haushalt der Stadt Teltow kommen, bestätigt er.

Auch Teltow-Ticket für Feuerwehr und Ehrenamtler

Die anderen Fraktionen stehen dem Anliegen überwiegend positiv gegenüber, im Sozialausschuss wurde der Antrag einstimmig empfohlen. Die Linken Teltows hatten den Punkt „kostenfreien ÖPNV aller Teltower Schülerinnen und Schüler“ in ihrem Wahlprogramm und würden sich freuen, wenn es eine gute Möglichkeit gebe, dies auch umzusetzen, sagte Ines Bonowksy: „Das wäre ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz. Die Zeit, die wir haben, um den Klimawandel zu beeinflussen, rennt.“ Zudem würde es zu einer Entzerrung des Straßenverkehrs im innerstädtischen Bereich führen. Hans-Peter Goetz (FDP) kann sich bei Finanzierbarkeit des Vorhabens auch vorstellen, dieses zu einem Teltow-Ticket nach dem Muster einer Ehrenamts-Karte für Feuerwehrleute oder Ehrenamtler auszubauen.

Besserer Takt oder andere Routen

Kritik übt Ronny Bereczki (CDU): „Die SPD hätte in der Vergangenheit auf Landesebene dafür sorgen können, dass alle Schüler kostenfrei mit ÖPNV zur Schule kommen und nicht eine Ablehnung fürs Schulticket bekommen, nur weil sie 50 Meter zu nah dran wohnen, unabhängig von der Verkehrssituation.“ Andreas Wolf (BfB) vermutet aufgrund des Zeitpunktes ein Wahlkampf-Versprechen. Wolf wüsste außerdem gern, ob die Schüler selbst nicht eher eine bessere Taktung oder andere Routen wünschen. „Das müsste vorher per Befragung der Schüler und Eltern geprüft werden. Erst dann kann man das Geld sinnvoll einsetzen“, sagt er. Ihm seien etwa Klagen über die schlechte Anbindung von Seehof bekannt.

In eine ähnliche Kerbe schlug Eberhard Adenstedt (GUT). „Es ist wichtiger, die Fahrradwege auszubauen, davon profitieren alle Bürger, unsere Fitness und Gesundheit“, kritisierte er und fügte hinzu: „Außerdem brauchen wir eine Grundschule in Seehof, damit kurze Beine kurze Wege haben.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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