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Teltow Altlasten blockieren neuen Lidl-Markt
Lokales Potsdam-Mittelmark Teltow Altlasten blockieren neuen Lidl-Markt
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01:16 26.10.2018
Auf der Baustelle des neuen Lidl-Marktes in der Teltower Oderstraße ruhen die Arbeiten. Im Boden wurden Altlasten gefunden. Quelle: Gesine Michalsky
Teltow

Auf der Baustelle in der Teltower Oderstraße 40-42 ruhen seit September die Bauarbeiten. Dort will der Lebensmitteldiscounter Lidl seinen neuen Markt und einen Parkplatz errichten lassen. Als die Bauleute die Fläche für das Fundament aushoben, fanden Mitarbeiter des mittelmärkischen Umweltamtes auf dem Gelände Teeröle sowie Teeranhaftungen und ordneten einen Baustopp an.

„An zwei Stellen muss deshalb der Boden ausgetauscht werden“, erklärt Kreissprecherin Andrea Metzler auf Nachfrage dieser Zeitung. Nach der vertraglich vereinbarten Altlastenklausel ist Lidl dafür verantwortlich. Trotz der entstandenen Bauverzögerung will der Discounter seinen neuen Markt im Sommer des nächsten Jahres eröffnen, versichert René Faust, Immobilienleiter der Lidl-Regionalgesellschaft Großbeeren.

Bau soll Anfang November beginnen

Einen der beiden verunreinigten Bereiche hat Lidl Ende September sanieren lassen, sagt Ralf Buschalsky vom Umweltamt des Landkreises. „Aktuell wird ein zweiter Abschnitt geprüft.“ Ein weiterer Bodenaustausch sei wahrscheinlich. Dieser Bereich befinde sich jedoch innerhalb der geplanten Parkplatzfläche, sodass die Errichtung des Marktes nicht behindert werde.

Nach Angaben des Unternehmens sollen die Bauleute voraussichtlich Anfang November mit der Errichtung des neuen Marktes beginnen. Aktuell werden die letzten Bauvorbereitungen getroffen. Immobilienleiter Faust bestätigt noch einmal, „dass die Bodenverunreinigungen auf dem von uns gekauften Grundstück durch Bodenaustausch beseitigt werden und die Neueröffnung im Sommer 2019 fest eingeplant ist.“

Auf dem Grundstück, auf dem jetzt der neue Lid-Markt in Teltow entsteht, hatte die "Vereinigte Asphalt- und Teerproduktionsfabrik" ab 1927 unzählige Fässer gelagert. Quelle: Repro MAZ

Der neue Markt im Techno Terrain wird von vielen Teltowern bereits sehnlichst erwartet. Der Discounter will neue Mitarbeiter einstellen und die Nachricht, dass das Vorhaben bald weiter vorangeht, freut die ersten Bewerber, die sich bereits für eine Stelle in der Filiale interessieren.

Ältere Teltower, die den Gewerbepark noch aus Zeiten kennen, in denen er nicht „Techno Terrain“ hieß, wundert der Fund der Altlasten nicht. Genau auf dem Platz, auf dem Lidl seinen neuen Markt baut, hatte einst die „Vereinigte Asphalt- und Teerproduktionsfabrik“ ihren Sitz und lagerte am Teltowkanal auch Materialien in Fässern. Die Firma stellte von 1927 bis 1981 Straßenbeläge her.

Marktfläche ist etwa 800 Quadratmeter groß

Das Discountunternehmen Lidl hat seinen Stammsitz in Neckarsulm.

Ursprünglich war die Eröffnung des neuen Marktes für den Herbst dieses Jahres geplant.

Die Fläche des neuen Marktes beträgt nach Unternehmensangaben rund 800 Quadratmeter.

Auf dem Parkplatz vor dem Markt sollen rund 100 Stellplätze angelegt werden.

Aber die Gegend hat sich in den Jahrzehnten total geändert: War sie früher von Schloten, Fabrikgebäuden und Gleisanlagen für Güterzüge geprägt, so siedeln jetzt medizinisch-technische Hightech-Labore, Büros, Hotels oder vielfältige großflächige Einkaufsmöglichkeiten an dieser Stelle. Die Lidl-Baustelle ist kein Einzelfall. Bei den Bauarbeiten für das PKW-Center Kleinmachnow mussten in diesem Jahr bereits Altlasten beseitigt werden. Teltows Pressesprecher Jürgen Stich rechnet bei weiteren Bauvorhaben mit den nächsten Altlastenfunden. „Das Problem taucht an vielen Stellen in Teltow auf.“

Der neue Lidl-Markt in der Oderstraße ersetzt den Markt in der Elbestraße. Dessen Mitarbeiter werden übernommen.

Von Gesine Michalsky

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