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Potsdam-Mittelmark Theaterdirektoren spielen im Weißen Rössl mit
Lokales Potsdam-Mittelmark Theaterdirektoren spielen im Weißen Rössl mit
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19:50 17.12.2017
Probe: Tina Nicole Kaiser als Rösslwirtin, Eric Naumann als Piccolo (l.) und die Direktoren Christian A.Schnell (2.v. l.) und Steffen Löser. Quelle: Foto: B. Gartenschläger
Michendorf

Wenn beide Co-Direktoren der Volksbühne Michendorf in einer Inszenierung singend auf der Bühne stehen, dann muss es gute Gründe geben. Noch dazu, wenn der eine nicht nur spielt und singt, sondern auch noch Ralph Benatzkys Singspiel „Im Weißen Rössl“ inszeniert. Der Regisseur Christian A. Schnell gibt dabei auf der Bühne als Zahlkellner Leopold sogar eine mögliche Antwort darauf, warum er auch noch mitspielt, wenn er das Lied singt: „Zuschaun kann i net“.

Sein als Kaiser Franz Joseph I. im Stück mitwirkender Direktorenkollege Steffen Löser verriet der MAZ dann am Rande der laufenden Proben gleich mehrere Gründe warum das Stück in den Spielplan genommen wurde und woher die Begeisterung von Direktion und Ensemble für das Weiße Rössl herrührt. Löser schwärmt ungebremst und postuliert: „Das Stück ist einfach ein großartig geschriebenes Stück“ und ergänzt: „Da jagt ein Ohrwurm den nächsten. Man kennt sie alle: Das Salzkammergut oder Im Weißen Rössl am Wolfgangsee, mein Liebeslied muss ein Walzer sein, das Heurigenlied “.

Für ihre Michendorfer Inszenierung hätten sie sich die Aufführungsrechte vom Berliner Theater „Bar jeder Vernunft“ besorgt, das 1994 mit seiner Neuinszenierung des Weißen Rössl (u.a. mit Meret Becker, Otto Sander, Max Raabe) bundesweit bekannt wurde. Dabei sei die musikalische Begleitung durch Klavier und Cello für ihr kleines Michendorfer Theater völlig ausreichend und zudem hätten sie „gute Darsteller“ gefunden. So spielen an der Seite von Schnell und Löser: Tina-Nicole Kaiser (Wirtin), Eric Naumann (Piccolo), Tobias Rechtien (Anwalt), Hartmut Kühn (Fabrikant), Katharina Lehmann (Ottilie), Matthias Weißschuh (Siegismund), Jens Ullrich Seffen (Professor Hinzelmann) und Josefine Hagen (Klärchen). Löser ist sich sicher, dass ihr Weißes Rössl auch in Michendorf funktionieren wird. Die Voraufführung am Silvesterabend ist jedenfalls bereits restlos ausverkauft.

Schaut man bei der Probenarbeit zu, so fällt die Begeisterung und Spielfreude der Darsteller auf. In der Szene mit Rösslwirtin und Franz Joseph I. trägt Tina Nicole Kaiser als einzige stolz ein komplettes Kostüm. Es ist ein Dirndl. „Atmen darf man nicht“, kommentiert sie lachend und fasst mit beiden Händen an den eng anliegenden roten Stoff. Seine Majestät dagegen spielt noch in der gleichen Alltagskleidung, in der er Minuten zuvor als Theaterdirektor ein Riesenpaket druckfrischer Programmhefte in das Büro schleppte. Auf der Probe singt er dann so beseelt, dass ihn die Kollegen darauf aufmerksam machen, dass der greise Monarch nun fast jugendlich „rüberkommt“. Das ganze Probenensemble lacht und Löser verspricht, dass er den Kaiser zukünftig etwas zittriger singen werde. Bei wichtigen Korrekturen eilt Regisseur Schnell über eine kleine Treppe im Zuschauerraum auf die Bühne und spielt seine Ideen kurz an. Vorschläge der Schauspieler nimmt er meist bereitwillig auf und so entsteht ein unangestrengtes kreatives Klima der kollektiven Stückaneignung.

Das ganze Ensemble wirkt unglaublich konzentriert und gleichzeitig entspannt. Es wird viel gelacht und wenn sich diese ansteckende Heiterkeit auf der Bühne noch bis in den Silvesterabend halten sollte, steht einer furiosen Voraufführung des Weißen Rössl in Michendorf nichts mehr im Wege.

Nach der Silvester-Gala ist am 5. Januar eigentliche Premiere des Stücks. Im Januar folgen elf Vorstellungen. Karten: 033205/26 81 88 oder kasse@volksbuehnemichendorf.de

Von Lothar Krone

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