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Potsdam-Mittelmark Private Gästezimmer bald Mangelware
Lokales Potsdam-Mittelmark Private Gästezimmer bald Mangelware
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07:18 22.12.2018
Die Touristinfo Lehnin mit Manuela Hadler, Tourismusexpertin im Rathaus, Mark Thurley und Harry Grunert (v.l.) vom Verein. Quelle: Foto: MAI
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Lehnin

Der Tourismusverein Kloster Lehnin zieht eine positive Jahresbilanz für 2018. Vize-Vorsitzender Harry Grunert betont die Bedeutung der Messepräsenz des Vereins für Touristiker und potenzielle Besucher. „Berliner sind die Gäste, die wir sehr oft hier zu Besuch haben, daher sind diese Messen etwa in Berlin für uns sehr wichtig“, so Grunert. Die jüngste Besucherzahl stammt von 2017 mit 66.000 Gästen.

Sorge bereitet dem Verein eine neue Entwicklung bei privatgeführten Unterkünften. Mark Thurley, hauptamtlicher Mitarbeiter des Vereins, beschreibt es so: „Viele Betreiber von kleinen Privatpensionen haben vor zehn bis 20 Jahren beschlossen, in ihren zu groß gewordenen Häusern Zimmer zu vermieten. Jetzt sind sie in einem Alter, wo sie ans Aufhören denken. Gerade im Privatsektor müsste daher ein Generationswechsel erfolgen, doch der lässt auf sich warten.“

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Dadurch befürchtet der Verein, „dass wir eigentlich nicht genügend Unterkünfte für die unterschiedlichsten Ansprüche haben und da durchaus noch mehr kommen könnte“. Harry Grunert schätzt, dass rund ein Drittel der Anbieter von privaten Zimmern bereits im „fortgeschrittenen Rentenalter“ ist. Eine Tendenz sei zudem, die Zimmer langfristig als Wohnungen zu vermieten, um den Aufwand zu verringern.

Thurley ruft jüngere Generationen dazu auf, Privatunterkünfte anzubieten. Investitionen lohnten sich, es gebe ein Potenzial. Der Verein erinnert in diesem Zusammenhang auch an Fördermittel des Landkreises, um solche privaten Unterkünfte passend ausstatten zu können.

In Kloster Lehnin gibt es neben Campingplätzen auch zwei Hotels, drei Pensionen, fünf Gästehäuser, vier Anbieter von Privatzimmer, acht Ferienwohnungen und neun Ferienhäuser. Rund 20 Prozent der Privatunterkünfte könnten in der nächsten Zeit aufgegeben werden.

Dabei steigen die Besucherzahlen in Kloster Lehnin, verkündet der Verein. Hauptattraktion bleibt das frühere Zisterzienserkloster. Vor allem Senioren nutzen Lehnin als Ziel. Die Region profitiert dabei auch von seiner Nähe zu Berlin und Magdeburg. Die Besucher wollen nicht nur Landschaft, sondern auch die Kultur der Region kennenlernen.

Von Marion von Imhoff