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Potsdam-Mittelmark Dubiose Brandstiftung in Grundschule
Lokales Potsdam-Mittelmark Dubiose Brandstiftung in Grundschule
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17:06 16.02.2018
Die Feuerwehr inspiziert einen der drei Brandorte. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Gegen 15.30 Uhr waren die Einsatzkräfte in die Albert-Schweitzer-Grundschule Treuenbrietzen gerufen worden, nachdem dort die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Jacke eines Kindes offenbar vorsätzlich angezündet worden war. Das Kleidungsstück befand sich im Aufgang C in einem kleinen Garderobenraum unter dem Treppenhaus im Keller. Mitarbeitern der Schule gelang es, das Feuer zu löschen. Unterdessen traf die Feuerwehr ein. Für sie war Großalarm ausgelöst worden. Zirka 40 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen waren vor Ort, berichtete Einsatzleiter Jens Heinze der MAZ. Neben den Treuenbrietzener Kameraden waren Männer und Frauen aus Rietz, Marzahna und Buchholz alarmiert worden.

Zur Tatzeit war Schultrakt verwaist
„Wir haben daraufhin alle Räume der Schule inspiziert“, erklärte Heinze. Als die Brandschützer damit fertig waren, wurde durch Zufall im letzten von drei Obergeschossen des gleichen Aufganges ein weiteres Feuer bemerkt. Dort brannte an einem Kleiderhaken in einem Klassenraum eine zurückgelassene Tasche lichterloh. „Zu dem Zeitpunkt war die Brandmeldeanlage noch gar nicht wieder scharf geschaltet“, erzählt der Einsatzleiter. „Wir waren ja noch im Haus“, so der Feuerwehrchef.

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Darüber hinaus wurde während des Einsatzes bekannt, dass bereits am Nachmittag im Sanitärtrakt etwas Toilettenpapier von Unbekannten angezündet worden war. Es wurde gelöscht, ohne dass die Rauchmeldeanlage anschlug. Die Schulleitung tat dies zunächst noch als dummen Streich ab. Nach den weiteren Taten ermittelt nun jedoch die Kriminalpolizei. Die Beamten vernahmen noch am Abend im Lehrerzimmer Personal der Schule sowie Zeugen der drei Brände. Bis gegen 22 Uhr wollten die Spezialisten Spuren sichern.

In der Bildungsstätte lernen rund 350 Schüler. Zur Tatzeit war der Schultrakt verwaist. Verbliebene Hortkinder waren – wie üblich zu dieser Zeit – im benachbarten „Regenbogen“-Gebäude der Integrierten Kindertagesbetreuung (IKTB) beaufsichtigt worden.

Von Thomas Wachs

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