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Potsdam-Mittelmark Freie Fahrt für Radfahrer
Lokales Potsdam-Mittelmark Freie Fahrt für Radfahrer
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01:24 24.11.2014
An der Treuenbrietzener Großstraße 1 wird es für Radfahrer zuweilen eng.
An der Treuenbrietzener Großstraße 1 wird es für Radfahrer zuweilen eng. Quelle: T. Wachs
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Treuenbrietzen/Bad Belzig

 „Das ist noch bis zum Ende des Monats möglich und dauert nur zehn Minuten“, sagte Treuenbrietzens Bauamtsleiter Christoph Höhne. Er ist selbst passionierter Radler und zudem dienstlich für die Ausgestaltung der entsprechenden Infrastruktur in der Sabinchenstadt zuständig.

Nach Abschluss der Umfragen erhalten Kommunen vom ADFC in Kooperation mit dem Bundesverkehrsministerium eine umfassende Auswertung zu Problemen und Anregungen. Allerdings geschieht dies nur für jene Orte, in denen sich mehr als 50 Bürger an der Umfrage beteiligen. „Sonst ist die Datenbasis zu gering für repräsentative statistische Ergebnisse“, sagte Thomas Böhmer. „Das Thema Qualität des Radfahrens wird so stärker in die Öffentlichkeit und die Köpfe der Entscheidungsträger transportiert“, so der ADFC-Projektleiter. Auf den Bögen sind 27 Fragen zu beantworten. Zudem ist Platz, um Hinweise auf lokale Probleme oder Besonderheiten einzutragen.

Seit jeher umstritten ist in Treuenbrietzen die auf der Bundesstraße 2 in der Altstadt angelegte Radspur. Radexperten sehen diese als beste Möglichkeit, Radfahrer gleichberechtigt und gut sichtbar in den Straßenverkehr zu integrieren. Vor allem ältere Radler fühlen sich jedoch häufig von Autos sowie Lastwagen bedrängt und weichen auf Gehwege aus.

Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos) verspricht sich von den Ergebnissen „eine Bewertung unserer bisherigen Arbeit in Sachen Radverkehr. Die Schwelle von 50 Teilnehmern ist für Treuenbrietzen bereits überschritten. „So können wir sehen, wo wir stehen und wo noch etwas getan werden muss“, sagte der Verwaltungschef gestern auf Nachfrage der MAZ. Zudem biete die Umfrage „Argumentationshilfen, um mit zuständigen Behörden und Gremien Prioritäten zu setzen und womöglich auch Fördergeld zielgerichtet zu beantragen“, so Knape. Er kann sich vorstellen, „dann auch mal Orte zu besuchen, die besonders gut bewertet werden, um sich Anregungen zu holen“. Parallel zur ADFC-Umfrage beteiligt sich die Stadt Treuenbrietzen bereits federführend am Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft Radverkehr für brandenburgische Kommunen. Bauamtsleiter Christoph Höhne gehört zu den Vorreitern. Erfahrungen zum Thema bringt er zudem aus seiner Tätigkeit als offizieller Zertifizierer von Radwanderrouten mit. Die Arbeitsgemeinschaft soll den Radverkehr und den damit immer stärker verbundenen Tourismus fördern. Bau und Beschilderung sowie die Pflege von Radwegen könnten über die AG verbessert werden. Die Gründung werde nächstes Jahr gefeiert, wenn in Potsdam ein Radfahrerkongress stattfindet, kündigte Höhne an. 

Von Thomas Wachs

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