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Treuenbrietzen 21 Kilometer Kabel verlegt: Grundschule bereit für digitale Aufholjagd
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen 21 Kilometer Kabel verlegt: Grundschule bereit für digitale Aufholjagd
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16:09 04.12.2019
Nur noch wenige Kniffe fehlen, dann ist die Elektrosanierung abgeschlossen. Quelle: Hannah Rüdiger
Treuenbrietzen

In manchen Klassenräumen wird zwar noch geschraubt, dennoch hat die Grundschule „Albert Schweitzer“ in Treuenbrietzen ihr selbst gestecktes Ziel erreicht: Die Elektrosanierung der Schule ist nach vier Monaten Bauzeit abgeschlossen. „Das ist eine unvorstellbare Leistung“, lobt Bürgermeister Michael Knape. Im Gegensatz zu anderen Bauprojekten sei der Grundschule damit eine „Punktlandung“ gelungen. Spätestens zum zweiten Halbjahr sollen alle Klassen wieder in ihre Räume zurückkehren.

Insgesamt 21,5 Kilometer Kabel haben die Mitarbeiter von Elektro Knoll in die Wände gebracht – und zwar überwiegend auf allen Vieren. Leitungen, Technik und Beleuchtung sind nun auf dem neuesten Stand und haben die völlig veraltete Elektroanlage aus den 70er Jahren abgelöst. Damit ist nun auch die Grundlage für moderne Technik geschaffen, die das Medienpaket Schule bringen soll.

Bessere Akustik, mehr Sicherheit

Gleichzeitig haben die Handwerker in vielen Räumen schalldämmende Decken eingezogen, die die Akustik in den Klassenräumen verbessern. „Das schafft sowohl für Kinder als auch für Lehrer eine bessere Arbeitsatmosphäre“, erklärt Schulleiter Kersten Höhne.

Auch die Brandmelder und Lautsprechersysteme wurden erneuert. Die Baumaßnahmen haben überwiegend Firmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft übernommen. Dazu zählen neben den Treuenbrietzener Firmen Elektro Knoll, dem Sicherheits- und Brandschutzbüro ela-SBB und der Fläming Malerei das Ingenieurbüro Ziesche aus Panketal. Den Trocken- und Innenausbau übernahm eine Firma aus Neuseddin. „Das ist für mich Wirtschaftsförderung pur“, sagt Bürgermeister Knape.

Für die Baufirmen aus der Region gab es jeweils gerahmte Zertifikate für den gelungenen Arbeitseinsatz. Quelle: Hannah Rüdiger

Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro

Auch bei den Kosten hat es keine bösen Überraschungen gegeben. Diese belaufen sich Michael Knape zufolge auf 1,3 Millionen Euro. Veranschlagt waren rund eine Million Euro für die Elektrosanierung.

Zu einer Unterbrechung des Unterrichts kam es nicht. „Wir konnten die Kinder ja nicht monatelang nach Hause schicken“, sagt Knape. Stattdessen wurden einzelne Klasse wechselnd ausquartiert. Bei den Umzügen in andere Räume packten Kinder und Eltern mit an.

Ein Handwerker der Firma Elektro Knoll montiert noch ein paar Steckdosen im Klassenzimmer. Quelle: Hannah Rüdiger

Platzmangel bleibt Problem

Mit der Elektrosanierung hat die Grundschule ein großes Problem gelöst, ein anderes bleibt: Die Schule ist völlig überlastet. „Wir haben jetzt zwar alles renoviert, aber sitzen immer noch übereinander“, sagt Schulleiter Höhne. Derzeit würden immer noch alle Räume doppelt genutzt: am Vormittag für den Unterricht, am Nachmittag für die Ganztagsbetreuung.

Einen Entwurf für einen Hort-Neubau und eine Baugenehmigung gibt es längst.Lediglich die Finanzierung hängt noch in der Schwebe. Bürgermeister Knape kündigte an, Anfang des Jahres „mehr Druck“ auf die Kommunalaufsicht und das Land zu machen, um die nötigen Fördermittel zu bekommen.

„Wenn die Bedingungen dafür nicht gegeben sind, kann es auch keine Ganztagsbetreuung geben“, so Bürgermeister Knape. Der gewünschte Neubau sei nicht nur schick, sondern schlicht notwendig. „Ich hoffe, dass wir die Unterstützung dafür bis nach Potsdam tragen können.“

Am Donnerstag, 19. Dezember, lädt die Grundschule von 10 bis 11 Uhr zum Besichtigungs- und Informationstag in den neuen Räumlichkeiten ein. Treffpunkt ist der Raum für Schulsozialarbeit.

Von Hannah Rüdiger

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