Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Treuenbrietzen Ab sofort freies Internet in der Sabinchenstadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Ab sofort freies Internet in der Sabinchenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 19.11.2019
Ein WLAN-Hotspot steht nun am Rathaus Treuenbrietzen und drei weiteren Orten der Stadt zur Verfügung. Quelle: Franziska Brocksch
Treuenbrietzen

Kostenlos im Internet surfen können Nutzer mobiler Kommunikationsgeräte ab sofort an einigen öffentlichen Plätzen in Treuenbrietzen. Dort sind WLAN-Hotspots verfügbar für jedermann.

Mal eben erkunden, wann der nächste Bus kommt, die neuesten E-Mails abrufen oder Fotos versenden – das ist jetzt möglich, ohne sein privates Datenvolumen für Handys, Laptops oder Tablets zu opfern. Unbegrenztes Surf-Vergnügen ohne Zusatzkosten für Bewohner und Besucher der Stadt gibt es zunächst auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, auf dem großen Schulhof der Gesamtschule sowie am Bürgerhaus „Alte Feuerwehr“.

1200 Hotspots im Land geplant

„Das Smartphone ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter“, erklärt Franziska Brocksch, die Sprecherin des Rathaus. Daher habe sich die Stadt vor gut einem Jahr an der Ausschreibung des Landes Brandenburg beteiligt zum Aufbau der Zugangspunkte für das „Brandenburg WLAN“.

Bis Mitte 2020 sollen auf diesem Wege in ganz Brandenburg circa 1200 öffentliche WLAN-Hotspots zum kostenlosen Surfen im Internet ausgebaut werden. Finanziert wird das Projekt komplett über des Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes.

Die Märkische Allgemeine Zeitung hat alle inzwischen festgelegten Hotspots des Landes Brandenburg auf einer interaktiven Karte zusammengefasst, die im Internet abrufbar ist.

Busbahnhof mit abgedeckt

In Treuenbrietzen werden zunächst insgesamt vier Hotspots installiert. Einer davon wird vor dem künftigen „Sozialen Markt“ an der Großstraße mit Ausrichtung auf den zentralen Busbahnhof erst noch eingerichtet. Dort laufen die Bauarbeiten zur Elektroinstallation im ehemaligen Supermarkt noch. „Voraussichtlich ab Mitte Dezember soll dann auch dort der vierte Hotspot verfügbar sein“, erklärt Matthias Gundlach, der EDV-Experte des Rathauses, am Dienstag gegenüber der MAZ.

Er hatte das Projekt auf den Weg gebracht. „Für uns als Stadt entstehen in den nächsten fünf Jahren dabei überhaupt keine Kosten für den Betrieb der Hotspots. Danach müssen wir sehen, wie es weitergehen soll“, so Gundlach. Auch für Installation und Wartung muss die Kommune nicht aufkommen. Alle Kosten trage allein das Land.

Matthias Gundlach ist im Rathaus Treuenbrietzen für die EDV-Technik zuständig. Nun hat er auch das WLAN-Förderprojekt auf den Weg gebracht. Quelle: Thomas Wachs

„Immerhin würden für die hochwertigen Verbindungen mit Geschwindigkeiten mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde sonst pro Anschluss so 35 bis 40 Euro fällig werden“, sagt Gundlach. Das jetzige Projekt sei sogar noch günstiger „als die Förderung über ein EU-Programm, die wir mal nutzen wollten. Da wären die Betriebskosten bei uns hängen geblieben“.

Lesen Sie auch:

Ursprünglich konnte die Stadt zwei Standorte für das Förderprogramm anmelden. „Dann bekamen wir sogar aber auch die gemeldeten Ersatzstandorte noch genehmigt“, erklärt der Fachmann des Rathauses. Weil es im Förderprogramm des Landes zudem wohl noch Kapazitäten gibt, könnten gar zwei weitere Hotspots möglich werden. Sie seien auf Wunsch der Ortsbeiräte für die Gemeinschaftshäuser am Dorfteich in Zeuden sowie in Bardenitz beantragt worden. „Eine Entscheidung beim Land erwarten wir im Februar“, erklärt Matthias Gundlach.

Online-Banking eher ein Risiko

Nach seine Angaben handelt es sich bei den nun aktiven WLAN-Hotspots um ungesicherte Internetzugänge ohne Nutzerdaten. „Es ist daher ratsam, sensible persönliche Daten nicht unbedingt auf diesem Weg zu versenden und zum Beispiel auch kein Online-Banking erledigen“, rät der Fachmann.

Die WLAN-Verbindung zum Internet läuft über kleine Sende-Anlagen „in der Größe einer Stullenbüchse, die an unseren Gebäuden installiert sind“, erklärt Matthias Gundlach. Die Reichweite beträgt circa 100 Meter. Bewusst gehe es nur um die Abdeckung öffentlicher Plätze und nicht um das Innere von Gebäuden. „Im Bürgerhaus freilich kann das Signal durchaus noch ausreichen, was ja bei Sitzungen dort durchaus praktisch sein kann“, sagt der EDV-Experte.

Von Thomas Wachs

In vielen Orten der Region laden Vereine und Institutionen im Dezember zu bunten, besinnlichen und schönen Weihnachtsmärkten ein. Um aus der Fülle in Ruhe auswählen zu können, gibt es diesen Überblick.

19.11.2019

Am Dienstagmorgen sind ein Lkw und ein Pkw auf der B 102 bei Niemegk zusammengekracht. Die Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Der Brummi-Pilot hat wohl die Vorfahrt nicht abgewartet.

19.11.2019

Anderthalb Jahre von der Idee bis zum fertigen Produkt: Seit einer Woche ist die neue Website vom Tourismusverband Fläming online. Vorbei ist die Arbeit damit aber noch lange nicht, verrät Geschäftsführer Daniel Sebastian Menzel im MAZ-Interview.

18.11.2019