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Treuenbrietzen Das war das Auftakt-Wochenende der Sabinchenfestspiele
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21:15 18.06.2019
Freuen sich über das wieder gelungene Fest: Das Festkomitee des Sabinchenfestes rund um den Treuenbrietzener Bürgermeister Michael Knape (2 v.r.). Quelle: Johanna Uminski
Treuenbrietzen

Die Sabinchenfestspiele haben in der Stadt Treuenbrietzen seit 25 Jahren einen festen Platz. Die Festlichkeiten sind mehr als ein Stadtfest. Sie sind ein Familienfest, das viele Besucher nutzen, um wieder Freunde und Bekannte zu treffen und gemeinsam zu feiern.

Nach dem Eröffnungsfeuerwerk mit Lasershow am Freitagabend, fand am Sonntag mit dem großen Festumzug der nächste Höhepunkt statt, den viele Vereine nutzten, um sich zu präsentieren. Diese kamen nicht nur aus Treuenbrietzen und den umliegenden Ortschaften. Rhythmisch beeindruckten vor allem die Samba Kids aus Berlin die Besucher mit ihren Trommelklängen.

In diesem Jahr wurde auch wieder der Preis für bürgerliches Engagement im Rahmen der Feierlichkeiten verliehen. Hardy Dreger, langjähriger amtierender Vorsitzender des Anglervereins Treuenbrietzen, kann sich über diese Auszeichnung freuen. Vielen sei der Treuenbrietzener nur „beiläufig bekannt“, heißt es in der Laudatio von Steffen Meißner.

Das Auftaktwochenende der 25. Sabinchenfestspiele in Treuenbrietzen bot an drei Tagen ein vielseitiges Programm an diversen Orten.

„Es liegt vermutlich an seiner zurückhaltenden und ruhigen Art.“ Der Treuenbrietzener habe sich auch in der Jugend- und Nachwuchsarbeit verdient gemacht. „Und eben weil Hardy Dreger beinahe seine gesamte Freizeit in sein Ehrenamt investiert, so ist es auch zu entschuldigen, dass er heute nicht persönlich hier ist, sondern gerade im wohlverdienten Norwegen-Urlaub, um dort vielleicht den Fisch seines Lebens zu fangen“, so Meißner abschließend.

Darüber hinaus wurden einzelne Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet.

Weitere Höhepunkte im Festprogramm

„Jetzt trinken wir noch ein Flascherl’ Wein“, lautet das Motto für Mittwoch, 19.30 Uhr. Jeanette Rasenberger wird auf dem Hof der Kita „Spielkiste“ erwartet. Sie bringt Flotte Rhythmen und Sprüche zu Gehör.

Für Donnerstag, 19.30 Uhr, ist im Pfarrhaus ein Gespräch mit Generalsuperintendentin Heidelgard Asmus vorgesehen. „30 Jahre Mauerfall –Aufbruch und Realität“, ist das Thema des Abends.

Am Sonnabend, 13 bis 17 Uhr, ist Tag der offenen Tür im Johanniter-Krankenhaus. 19.30 Uhr, sind Gunter Emmerlich und sein Ensemble angekündigt. Klassische Kirchenmusik steht hauptsächlich auf dem Programm.

Sonntag nochmals Musik: 11 Uhr mit Manuel Meier in Klausdorf; 15 Uhr in St. Nikolai mit den Drehorgelfreunden Berlin und 17 Uhr mit der Schola Cantorun Leipzig.

Kerstin Nitzsche war bei fast allen Sabinchenfesten dabei. Für die Treuenbrietzenerin ist das Fest eine gute Möglichkeit, wieder alte Bekannte zu treffen. „Selbst Weggezogene kommen extra hier her.“ Am besten haben ihr das Feuerwerk und die Lasershow als Auftakt des Festes gefallen.

Gabrielle Hilgendorf kommt seit 2004 zum Fest nach Treuenbrietzen. An ihrem Stand restauriert sie alte Stühle. „Ich habe das Gefühl, dass die ganze Stadt hier mitmacht. Das merkt man auch am Festumzug.“

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Acht der zwölf Akteure im ehrenamtlich tätigen Festkomitee wollen nach dem Jubiläumsfest aufhören. Nachfolger sind noch nicht gefunden. Ob das Sabinchenfest weitergeführt werden kann, steht also noch in den Sternen.

„Ich bin ganz zuversichtlich, dass es weitergehen wird und denke, dass neue Leute in den Startlöchern stehen. Die Crew rund um den Bürgermeister Michael Knape hat sich 25 Jahre engagiert, jetzt ist die Zeit für ein Generationenwechsel“, so Nitzsche weiter.

Emotionale Stimmung zum Jubiläum

Eine Entwarnung zum Ende des Sabinchenfestes kann Bürgermeister Michael Knape nicht geben. „Es gibt Leute, die nachgefragt haben, ob sie nach dem Fest vorbeikommen können. Sie möchten erst einmal wissen, was alles dran hängt“, erklärt der scheidende Vereinschef. Zur Jubiläumsausgabe des Sabinchenfestes sei die Stimmung emotionaler, so Knape weiter.

„Das Sabinchenfest ist der gesellschaftliche Höhepunkt schlechthin. Das muss man leben, nicht organisieren. Es ist ein Fest von Bürgern für Bürger.“ Die Mannschaft sei hoch motiviert und bester Laute. „Nach 25 Jahren gehen wir mit manchen Problemen gelassener um.“

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Auf dem Fest habe man lediglich Probleme mit betrunkenen Festbesuchern gehabt, erzählt der Rathauschef. „Das hat man aber immer und überall. Die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Security ist gut, sie gehen behutsam damit um.“

Für die Zukunft hofft Michael Knape, dass das Fest weitergeführt wird. „Ich wünsche mir, dass es Leute gibt, die darauf Lust und Laune haben und so verrückt sind wie wir, die trotz schlafloser Nächte Spaß haben und die Tradition weiterleben.“

Von Johanna Uminski

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