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Treuenbrietzen Waldbrand-Kosten: Das Land überweist 1,26 Millionen Euro an Potsdam-Mittelmark
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Waldbrand-Kosten: Das Land überweist 1,26 Millionen Euro an Potsdam-Mittelmark
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00:24 10.05.2019
Reihenweise waren die Freiwilligen Feuerwehren im Sommer 2018 tagelang bei Treuenbrietzen im Löscheinsatz. Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark hat einen Zahlungseingang von rund 1,26 Millionen Euro zu verzeichnen. Darüber hat Landrat Wolfgang Blasig (SPD) in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses informiert. Das sind 80 Prozent der Kosten, die für die Waldbrandbekämpfung in Fichtenwalde und Treuenbrietzen im Sommer des vergangenen Jahres verauslagt worden sind.

Eingereicht wurden demnach Rechnungen über 1,5 Millionen Euro. Nach der Prüfung erfolgt nun die anteilige Übernahme. „Damit hat die Landesregierung Brandenburg hier ihr Versprechen eingehalten“, sagte der Verwaltungschef.

Außerdem Geld an Dahme-Spreewald

Insgesamt überweist das Innenministerium 1,7 Millionen Euro. 340 000 Euro gehen wegen der Brände in der Lieberoser Heide an den Landkreis Dahme-Spreewald. Für gewöhnlich müssen die Kreise für die Waldbrandbekämpfung selbst aufkommen. Nicht jedoch wenn sie als Katastrophe von überregionaler Bedeutung eingestuft werden, wie es bei den drei Ereignissen geschehen ist.

Zu mehr als 470 Waldbränden mussten Brandenburgs Feuerwehrleute 2018 ausrücken. Die größten Einsätze im Überblick.

Den betroffenen Kommunen werden etwa 80 Prozent der bei den Großschadenslagen entstandenen Ausgaben erstattet. Der Einsatz von Hubschraubern und schwerem Gerät, zum Beispiel Löschpanzer, gehört ebenfalls dazu wie der Verdienstausfall der am Löschen beteiligten Kameraden.

Das hat Debra Reußner, Leiterin des Fachdienstes für Ordnung und Sicherheit, auf MAZ-Anfrage erklärt. Reußner zufolge wurden alle Rechnungen bis Jahresende eingesammelt und dann beim Innenministerium zur Genehmigung eingereicht.

Kreis war in Vorleistung

„Ungeachtet der Hilfsversprechen vor Ort hat der Kreis Potsdam-Mittelmark erst einmal alle Rechnungen selbst bezahlt“, sagt Debra Reußner. Das sei auch für eine leistungsstarke Kommune mit einem mehr als 420 Millionen Euro umfassenden Jahresetat nicht einfach. Es gebe schließlich keine stillen Reserven für diese Fälle.

Laut Bericht von Kreisbrandmeister Jens Heinze sind die Freiwilligen Feuerwehren zwischen Havel und Fläming im vorigen Jahr zur Bekämpfung von 910 Bränden gerufen worden. Im Juli waren rund 90 Hektar bei Fichtenwalde ein Raub der Flammen geworden. Im August fielen gar 300 Hektar bei Treuenbrietzen dem roten Hahn zum Opfer. Immerhin konnte mit massivem Einsatz an Personal und Technik das Übergreifen auf die gefährdeten Orte Tiefenbrunnen, Frohnsdorf und Klausdorf verhindert werden.

Hier gelangen Sie zur Themenseite über die Waldbrände

Von René Gaffron

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