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Treuenbrietzen Nachsitzen zur Einwohnerversammlung
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Nachsitzen zur Einwohnerversammlung
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17:09 18.11.2018
Auch im Wald bei Lühsdorf könnten Bald Windräder errichtet werden, so wie hier bei Rietz. Quelle: Thomas Wachs
Lühsdorf

Zu viele Fragen waren in der ersten Runde offen geblieben. Darum lädt die Stadtverwaltung Treuenbrietzen jetzt zum Nachsitzen ein in die Kirche zu Lühsdorf. Dort findet am Dienstagabend die zweite Runde einer Einwohnerversammlung zum Projekt eines Windparkes statt. Dieser ist in Nachbarschaft des Treuenbrietzener Ortsteiles geplant.

Er soll sich im Eignungsgebiet 26 der Regionalen Planungsgemeinschaft erstrecken zwischen den Orten Beelitz, Buchholz, Dobbrikow, Kemnitz, Lühsdorf, Nettgendorf, Rieben und Wittbrietzen. Dort sind in Waldgebieten zunächst fünf Anlagen geplant. Investor ist die Firma „Energiequelle“ mit Kooperationspartnern.

Drei Stunden lang war schon in der ersten Runde am 11. Oktober vehement zu dem Projekt diskutiert worden. Die dabei am Ende offen gebliebenen Fragen sollen nun bei der Fortsetzung der Einwohnerversammlung geklärt werden.

Mehrstündige Debatte am Dienstag

Der zweite Teil der Informationsveranstaltung zum Windkraftprojekt bei Lühsdorf findet am Dienstag, 20. November, statt.

Diskutiert werden soll von 17.30 Uhr bis 21 Uhr in der Kirche zu Lühsdorf.

Mit dabei sind Vertreter der Investorengruppe um die Firmen Energiequelle und UKA sowie des Kompetenzzentrums für Naturschutz und Energiewende (KNE).

Anfragen an den Naturschutzbund (NABU) und die Landesforst mit der Bitte um eine Teilnahme als Referent im Podium wurden noch nicht bestätigt.

Wie schon in der ersten Runde sei die Informationsveranstaltung wieder bewusst „für einen geschlossenen Personenkreis“ konzipiert. „Nämlich für die Lühsdorfer Bürgerinnen und Bürger sowie für Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung (SVV)“, erklärt Organisator Stefan Them vom Energie- und Klimaschutzmanagement des Rathauses Treuenbrietzen.

Er weist Vorwürfe im Nachgang der ersten Versammlung zurück. Da war es zu Protesten gekommen, als Mitglieder des Vereins „Waldkleeblatt – Natürlich Zauche“, in dem fünf windradkritische Bürgerinitiativen der Fläming-Region vereint sind, der Zutritt zur Versammlung verwehrt worden sei.

Vor- und Nachteile kein Thema

Ziel sei es auch diesmal wieder, „Informationen zum konkreten Projekt auszutauschen, aber nicht über die Vor- und Nachteile von Windkraftanlagen allgemein zu diskutieren“, erklärt Them. Er zieht einen Vergleich: „Wenn es um die Ansiedlung eines neuen Supermarktes in einem Wohngebiet ginge, würden wir auch nicht darüber diskutieren, ob es nicht allgemein umweltverträglicher ist, lieber in Bioläden oder direkt bei örtlichen Erzeugern einzukaufen.“ Es gehe darum, Fakten zum konkreten Projekt zu vermitteln, um Gerüchten zu begegnen.

„Wir möchten aber auch die Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen, die Dorfbewohner an dieser Planung haben“, erklärt Them. „Natürlich müssen wir auch die Grenzen dieser Mitwirkung kommunizieren, damit keine falschen Hoffnungen geweckt werden“, so der Organisator. „Wir wären sehr froh, wenn sich nach der zweiten Veranstaltung ein kleines Gremium aus Dorfbewohnern bilden würde, das in die konkrete Ausgestaltung der Planung einbezogen werden kann und mit dessen Hilfe Informationen zwischen allen beteiligten gegenseitig übermittelt werden können.“

Bürgerinitiative darf Abordnung senden

Als unabhängige Institution habe die Stadtverwaltung wieder das Kompetenzzentrum für Naturschutz und Energiewende (KNE) gebeten, die Veranstaltung zu moderieren und zusätzlichen fachlichen Input zu vermitteln. „Um noch mehr unabhängige Expertise einfließen zu lassen, wird auch eine Landschaftsplanerin dabei sein, die Umweltverträglichkeitsgutachten für Windkraftprojekte erstellt“, erklärt Stefan Them.

Die Bürgerinitiative Waldkleeblatt könne vier Vertreter benennen, die direkt an der Versammlung am Dienstag teilnehmen. Das sei auch bei der ersten Runde ermöglicht worden, so Them.

Mit der direkten Einladung sei die Initiative nun aber gebeten worden, „das Konzept der Veranstaltung zu respektieren und den Lühsdorfern die Möglichkeit zu geben, ihre Fragen zu stellen“. Die Stadt als Organisator des Informationsabends wolle so vermeiden, dass sich „die Initiative mit einer allgemeinen Diskussion zur Windkraft in den Vordergrund drängen könnte“.

Von Thomas Wachs

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