Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Treuenbrietzen Förderverein betreibt 80 Jahre altes Kino
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Förderverein betreibt 80 Jahre altes Kino
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 29.04.2019
Thomas Sommer aktuell den Kino-Förderverein in Treuenbrietzen. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

 Das Kino „Kammerspiele“ in Treuenbrietzen besteht seit 80 Jahren. Thomas Sommer leitet den Förderverein, der das Gebäude betreibt.

Herr Sommer, was bedeutet es, ein so betagtes Gebäude als Kulturstätte lebendig zu halten?

Thomas Sommer: Das bedeutet vor allem viel Arbeit, Engagement und Enthusiasmus der Vereinsmitglieder.

Wie groß ist der Verein?

Derzeit haben wir im Förderverein rund 60 Mitglieder.

Und wie viele davon sind wirklich aktiv?

Das ist bei uns wie überall: Der harte Kern, der regelmäßig anpackt zu Veranstaltungen, sind so zwölf bis 15 Leute. Zu größeren Arbeitseinsätzen, die wir zweimal im Jahr im Frühjahr und im Herbst durchführen, kommen dann auch einige mehr. Viele arbeiten auch im Hintergrund, zum Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit, gestalten Plakate oder pflegen die Außenanlagen.

Wo liegen aktuell die Herausforderungen für den Verein beim Betrieb der Kammerspiele?

Auch wenn das kommunale Haus durch eine Initiative der Stadt mit Hilfe von Fördergeld aus der Altstadtsanierung um 2002 äußerlich wieder gut hergerichtet werden konnte, bleibt innen immer noch viel zu tun für uns als Verein. Einiges ist schon erledigt, anderes noch zu tun. Das beginnt mit der Sanierung der Toiletten und reicht bis zum Umbau des Tresens. Sanieren müssen wir noch die Decke im Foyer und auch die Bühne wollen wir noch in der alten Form nach hinten vergrößern. Dann gibt es mehr Platz für bestimmte Anforderungen wie größere Konzerte oder auch Musicals, für die wir schon Anfragen ablehnen mussten.

Wie stark spielen denn Filme überhaupt noch eine Rolle im Programm der Kammerspiele?

Das ist so eine Sache. Denn für aktuelle Filme können wir die Auflagen der Verleihfirmen nicht erfüllen und auch die Kosten nicht einspielen. Auch sind wir ja kein modernes Kino. Uns geht es um den Erhalt der 1938 erbauten Kulturstätte. Doch bieten wir jeden ersten Freitag des Monats einen Filmtag mit ausgewählten Streifen an.

Wie groß ist die Resonanz auf die Angebote?

Das ist sehr unterschiedlich. Zu den Filmtagen kommen zwischen fünf und 85 Leuten. Allgemein versuchen wir, ein breites Spektrum an Veranstaltungen anzubieten. Das reicht vom Kammerkonzert über Elektro-Nächte und Heavy-Metal-Konzerten bis hin zu Fußball-Übertragungen, Weihnachtsprogrammen und Theateraufführungen, die meist gut besucht werden. Auch die Jugendweihen haben alljährlich hier einen würdigen Rahmen.

Wie gelingt die Finanzierung der Vereinsarbeit?

Wenn 20 Besucher kommen zu den Filmabenden, haben wir zumindest die Kosten wieder drin, wenn jeder hier auch etwas konsumiert. Denn wir nehmen ja keinen Eintritt für diese Filmabende. Also brauchen wir auch die gut besuchten anderen Standbeine, um über die Runden zu kommen. Für nötige Investitionen und Sanierungsarbeiten versuchen wir auch, Zuschüsse über Förderanträge zu erzielen. Die Sanierung im Inneren läuft viel auch über Spenden, freiwillige Beiträge oder Leistungen von Helfern und Firmen.

Von Thomas Wachs

Mehr Klimaschutz vor der eigenen Haustür fordern Initiatoren einer Unterschriftensammlung in Treuenbrietzen. Sie wenden sich gegen ein Wohnbauprojekt auf einer Feuchtwiese am Baggersee.

29.04.2019

In Treuenbrietzen und bei Nichel haben Vertreter Italiens und Russlands mit deutschen Gastgebern Kriegstote ihrer Länder geehrt. Dabei betonten sie die gemeinsame Verantwortung für Frieden in Europa.

30.04.2019

Gut angenommen wurde Sonnabend der Markt der Möglichkeiten am Neuen Energien Forum in Feldheim. Dort gab es für Kinder und Erwachsene viel zu erleben und vor allem auszuprobieren.

28.04.2019