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Treuenbrietzen Marode Straßen in Brachwitz bleiben Ärgernis
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Marode Straßen in Brachwitz bleiben Ärgernis
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16:21 22.11.2019
Den maroden Straßen zwischen Schlalach, Brachwitz und der B 2 droht die Schließung als öffentliche Pisten. Quelle: Thomas Wachs
Brachwitz

Und wieder ist ein weiteres Jahr rum. Doch die massiven Probleme an den Zufahrtstraßen zum Dorf Brachwitz bleiben akut. Tiefe Schlaglöcher im brüchigen Asphalt und ausgefahrene Seitenbereiche mit gefährlich hohen Kanten prägen das Bild auf den kommunalen Pisten.

Noch immer droht die Sperrung der maroden Strecken zwischen dem Dorfausgang in Richtung der Bundesstraße 2 bei Buchholz sowie in anderer Richtung über die Felder nach Schlalach.

Ortsbeirat listet acht Punkte auf

Das will der im September neu gewählte Ortsbeirat um den Vorsteher Maik Bünger nicht hinnehmen. Mit Melanie Leben und Marianne Bünger reichte er eine Petition an die Stadtverordneten ein. Acht Punkte sind aufgelistet, die mehr Sicherheit bringen sollen.

Am Ende der Rundtour durch diverse Fachausschüsse steht aber nun lediglich ein mageres und einmal mehr für die Dorfbewohner unbefriedigendes Ergebnis. Demnach soll nun zum einen beim Verkehrsamt beantragt werden, das Tempolimit von 30 Stundenkilometern bereits ab Ortseingang aus Richtung Treuenbrietzen gelten zu lassen.

Verboten für Lastwagen

Zum anderen will die Stadtverwaltung sich dafür einsetzen, dass bereits auf der Bundesstraße 2 an den Vorwegweisern für den Abzweig nach Brachwitz auf das Durchfahrtsverbot für Lastwagen hingewiesen wird. „Wer da erst mal drin ist, kann nicht mehr wenden mit Lastern und kontrolliert wird ja eh kaum mal“, sagte Maik Bünger bei den Vorstellungen der Petition des Ortsbeirates.

Er akzeptierte nun den mageren Kompromiss. „Die anderen Punkte sollte aber weiterhin nicht vergessen werden“, appellierte Maik Bünger an die Stadtverordneten.

Ohne Rücksicht auf Vorfahrtsregeln

Gewünscht hatte der Ortsbeirat in seinem Papier neben der Sanierung der Zufahrten auch Schritte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Dorf. Diese seien aus seiner Sicht ohne größere Investitionen möglich. „Die Kosten für die Umsetzung von Schildern sowie Errichtung einer Fahrbahnverengung und bessere Ausleuchtung der Straßen sollten das Leben eines Kindes Wert sein“, hieß es vom Ortsbeirat.

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Kürzlich hätten Sperrungen anderer Straßen wegen Bauarbeiten sowie der Umleitungsverkehr von der Autobahn dazu geführt, „dass die Verkehrsbelastung in Brachwitz deutlich angestiegen ist“, so Bünger. Die Strecke über Schlalach werde von vielen Durchreisenden genutzt. Oft mit zu hoher Geschwindigkeit und ohne Rücksicht auf die Vorfahrtsregeln innerhalb des Dorfes.

Keine Aussicht auf Besserung für die maroden Straßen zwischen Schlalach, Brachwitz und der B 2. Quelle: Thomas Wachs

Daher sollten auch angrenzende Landkreise sowie das Land Brandenburg sich an der Finanzierung der seit Jahr überfälligen Straßensanierung beteiligen, so die Hoffnung des neuen Ortsbeirates.

Bauamt und Stadtverordnete dämpfen Hoffnung

Treuenbrietzens Bauamtsleiter Christoph Höhne sowie die Stadtverordneten dämpften diese Erwartungen nun in den diversen Beratungen. Für die Sanierung der schmalen, kommunalen Landstraße zwischen B2 und Schlalach, für die zum großen Teil die Stadt Treuenbrietzen zuständig wäre, fehle das Geld.

In Richtung Schlalach, wo zudem Durchlässe saniert werden müssten, sei auch die Kooperation mit dem Nachbaramt Niemegk nötig. Dort gebe es aber Probleme beim Erwerb nötiger Randflächen zum Ausbau der Straße, sagte Christoph Höhne. So wie schon in den zurückliegen Jahren.

Von Thomas Wachs

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