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Treuenbrietzen Feinschliff für neue Baugrundstücke
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Feinschliff für neue Baugrundstücke
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14:47 24.02.2019
Mit Bebauungsplänen sollen in Treuenbrietzen mehr Bauland und Mietwohnungen geschaffen werden. So auch an der Bismarkstraße-Nord. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Mehr Bauland für die Stadt. Die insgesamt vier Bebaungspläne zur Schaffung neuer Grundstücke für Eigenheime und Mietshäuser werden immer konkreter. Die Stadt Treuenbrietzen will so die begrenzten Spielräume nutzen, die sie aus der übergeordneten Landesplanung heraus noch zur Verfügung hat, um Bauland zu entwickeln.

Denn die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß. In Kooperation mit Grundeigentümern hat die Kommune daher im vorigen Jahr unter anderem die vier B-Pläne auf den Weg gebracht.

Neue Häuser an der Jahnstraße

Sie betreffen ein gut 1,4 Hektar großes Areal „Hagematen II“ an der Jahnstraße. Dort könnten 16 Parzellen entstehen. An der Bismarkstraße gibt es zwei unterschiedliche Pläne nördlich und südlich der Sandpiste. Südlich sollen vier Eigenheime möglich werden im privaten Plangebiet mit insgesamt knapp 2900 Quadratmetern Größe.

Im B-Plan „Bismarkstraße Nord“ will der private Entwickler vier weitere Eigenheime ermöglichen sowie ein Mietshaus errichten. Es soll nach der Überarbeitung erster Pläne eine moderne Form erhalten. Das Haus könnte so dem benachbarten Mehrfamilienhaus ähneln, das die kommunale Treuenbrietzener Wohnungsgesellschaft TWG ausgebaut hat. Dort könnten im gut 8000 Quadratmeter umfassenden Plangebiet sechs Einfamilienhäuser sowie das Mietsgebäude entstehen.

Zufahrt war umstritten

Umstritten war zunächst noch die Zufahrt. Sie soll nun separat organisiert werden. Denn Petra Heinrich, die TWG-Geschäftsführerin, hatte in der Sitzung der Stadtverordneten deutlich gemacht, dass sie eine zunächst erwogene Anbindung an die vorhandene Stichstraße hinter dem Miethaus auf TWG-Gelände nicht dulden möchte.

„Unsere Mieter fürchten dort Beeinträchtigungen ihrer Wohnqualität“, erklärte Heinrich. „Darunter könnte auch die Wirtschaftlichkeit unseres Projektes leiden“, sagte die TWG-Chefin in der SVV. Alternativ wird nun eine eigene Zufahrt geplant für die zweireihige Bebauung.

Nicht höher als der Bahnhof

Änderungen gegeben hat es nach einer ersten Auslegung des Entwurfs nun auch für den Bebaungsplan an der Bahnhofstraße. Dort planen private Investoren auf einem gut 7000 Quadratmeter großen Areal hinter ihrem ehemaligen Motorradhaus nun zum Baggersee hin einen Komplex mit circa 28 Mietwohnungen.

Am Baggersee und vor dem Bahnhof sollen über einen Bebauungsplan neue Mietwohnungen geschaffen werden. Quelle: Thomas Wachs

Dieser im modernen Stil und barrierefrei geplante Neubau muss sich nun in der Höhe dem unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude nebenan anpassen. Drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss wären damit möglich.

Biotop darf bebaut werden

Als Abstand zum See sollen 25 Meter Freifläche verbleiben, was den Zugang über den vorhandenen Uferweg weiter möglich macht. Obwohl es sich bei dem Bauareal derzeit um ein Biotop einer Feuchtwiese handelt, kann dort gebaut werden. In Abstimmung mit den Umweltbehörden soll eine Ausnahmegenehmigung genutzt werden, weil der Bauherr eine Fläche zur Verfügung stellen möchte, auf der Ausgleichspflanzungen erfolgen sollen.

Pläne können eingesehen werden

Alle vier B-Pläne werden zur allgemeinen Einsichtnahme nun noch einmal öffentlich ausgelegt. Diesen Schritt billigten die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit. Somit haben auch Bürger noch einmal Gelegenheit, womöglich Bedenken zu den jeweiligen Vorhaben anzubringen.

Von Thomas Wachs

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