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Treuenbrietzen Mehr Platz für Bauherren gesucht
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17:39 25.04.2018
Auch im Umfeld des Wobau-Hauses an der Bismarkstraße in Treuenbrietzen werden jetzt weitere Neubauten erwogen.  
Auch im Umfeld des Wobau-Hauses an der Bismarkstraße in Treuenbrietzen werden jetzt weitere Neubauten erwogen.   Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Auf der Suche nach weiteren geeigneten Flächen für neue Wohnhäuser in Treuenbrietzen geht die Stadt nun einen zweiten Schritt. Denn Baugrundstücke sind Mangelware.

In der Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung billigten die Abgeordneten Anträge zur Ausweisung von vier neuen Bebauungsplänen für unterschiedliche Areale im Stadtgebiet. Sie werden von Grundeigentümern gemeinsam mit dem Bauamt des Rathauses entwickelt. Die Entwürfe gehen nun in die Beteiligungsverfahren für Behörden und betroffene Bürger.

Mehrgeschosser am Baggersee

In einem ersten Schritt waren auf Initiative des Bauamtes kürzlich in einem einfacheren Planverfahren bereits über eine sogenannte Abrundung des Innenbereiches an drei Stellen insgesamt sechs Grundstücke in die Behördenrunde geschickt worden.

Mit den B-Plangebieten geht es jetzt um wesentlich mehr mögliche Grundstücke – nicht nur für Einfamilienhäuser. So plant der Besitzer eines Areals nahe des Baggersees, gegenüber des Bahnhofs ein Mehrfamilienhaus für 24 Wohnungen zu errichten. Im Entwurf skizziert ist ein Viergeschosser. Das Projekt sorgte im Publikum spontan für Verwunderung. „Berlin lässt grüßen“, sagte ein Besucher der Sitzung.

„Das wäre städtebaulich schon eine große Nummer. Da ist sicher noch über Höhen und Sichtachsen zu reden“, kündigte Bauamtsleiter Christoph Höhne im Ausschuss an. Grundsätzlich gehe es in allen vier B-Plänen aber zunächst um die Gebiete selbst und nicht um die konkrete Art der Bebauung.

Stadt muss über Straßenausbau nachdenken

Auch in dem weiteren neuen P-Plan-Gebiet „Bismarkstraße Nord“ könnte sich der private Eigentümer, der dort bereits Grundstücke vermarktet hat, vorstellen, neben dem von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) hergerichteten Mehrfamilienhaus einen ähnlichen Neubau an der Straße zu errichten. Dahinter werden zudem Einfamilienhäuser erwogen. Alternativ könnte der gesamte Bereich in zwei Baureihen für Eigenheime erschlossen werden.

„Dort müssten wir als Kommune dann bald auch über einen Ausbau der Bismarkstraße nachdenken“, sagte Christoph Höhne. Denn auch gegenüber des Wobau-Gebäudes wollen private Eigentümer jetzt ein B-Plangebiet „Bismarkstraße-Süd“ entwickeln.

Ebenfalls zweireihig planen indes die privaten Investoren für das B-Plangebiet „Hagematen II“ im vorderen Bereich rechts der Jahnstraße. Dort könnten bis zu elf neue Eigenheime stehen.

Grundbesitzer tragen die Planungskosten

Vor ihrer Zustimmung zu den einzelnen Vorhaben für die vier neuen B-Pläne hatten die Ausschussmitglieder die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) gebilligt. Die darin bislang als Grünfläche dargestellten Areale sollen dann als Wohnbaufläche ausgewiesen werden. Die Kosten für die Planungen zur Änderung des FNP sowie für die B-Pläne tragen jeweils die Grundeigentümer.

Zuzügler und Einheimische suchen Bauland

Die Nachfrage nach Bauland für neue Eigenheime in der Stadt Treuenbrietzen ist groß bei Zuzüglern und Einheimischen. Daher hatte die Bauverwaltung kürzlich Eigentümer geeigneter Flächen befragt, ob sie an einer Vermarktung interessiert sind.

Inzwischen habe die Bauverwaltung 25 verschiedene Pläne im Verfahren, erklärte Bauamtsleiter Christoph Höhne. Zuvor hatte die Kommune schon eigene Flächen am Kapitän-Lehmann-Weg entwickelt, die schnell vergriffen waren.

Von Thomas Wachs