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Treuenbrietzen Mütter machen Druck auf Stadtverordnete
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Mütter machen Druck auf Stadtverordnete
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17:36 18.04.2018
Nadja Körner aus Rietz und Janine Becker (re.) aus Feldheim gehören zu den Initiatoren einer Unterschriftensammlung. Sie wird auch von Mandy Grieß (li.) unterstützt.          Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Eltern aus dem Umfeld der Treuenbrietzener Grundschule machen mit Unterschriftenlisten Druck auf die Stadtverordneten. Sie wollen so erreichen, dass an der Albert-Schweitzer-Schule schnellstmöglich Probleme gelöst werden, was seit langem aus Finanznot der Kommune nicht erfolgte.

„Vor allem sind es die Platzprobleme, es geht aber auch um Sicherheitsaspekte“, erklärt Nadja Körner. Die Mutter aus dem Ortsteil Rietz gehört zur Gruppe von aktuell sechs Müttern, die eine Unterschriftensammlung gestartet hat. Angesichts steigender Schülerzahlen müsse umgehend der dringend benötigte Platz für den Unterricht und die Hort-Angebote der IKTB geschaffen werden.

Diverse Sanierungsarbeiten überfällig

Zudem sollten endlich überfällige Sanierungsarbeiten erledigt werden. „Bekanntlich gab es schon Feuerwehreinsätze, weil Lampen im Treppenhaus schmorten“, sagt Nadja Körner. „Und Lehrer wie Schüler sind in der Unterrichtsarbeit eingeschränkt, weil manche Steckdosen in Klassenräumen gar nicht mehr genutzt werden dürfen“, erklärt die Elternvertreterin. „Das darf kein Dauerzustand sein“, so Körner.

Allein für die Sanierung der Elektronanlage im Schulhaus hat die Stadtverwaltung kosten von rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt und Fördergeld in Aussicht. Hinzu kommen erhebliche Kosten, um angesichts der steigenden Schülerzahlen die akuten Platzprobleme zu lösen.

Platzprobleme werden akut

Spätestens ab dem Schuljahr 2020/21 benötigt die heute von circa 335 Schülern besuchte Schule alle Räume im Haupthaus – auch den Trakt, der derzeit von der Integrativen Tagesbetreuung genutzt wird. Dann werden 425 und im Jahr darauf schon 440 Schüler erwartet. Laut Prognose des Bürgeramtes gibt es schon bei der Einschulung 2018 Probleme.

Daher plant die Kommune als Schulträger derzeit den Neubau eines neuen Hort- und Multifunktionsgebäudes. Für Bau und Abrissarbeiten sind dazu Kosten von rund fünf Millionen Euro im Gespräch.

Doch die Finanzierung steht längst noch nicht. Die protestierenden Eltern plädieren für schnelle Lösungen, um den Schulcampus als „Standortfaktor und Garant für weiteren Zuzug für unsere Stadt“ zu erhalten und zu verbessern. Dazu sprechen sich auch für den Verkauf des Stadtwaldes aus, der aktuell unter Abgeordneten und Bürgern stark umstritten ist. Nur so könne die Finanznot behoben werden.

Finanzen reichen hinten und vorne nicht

Die 180 000 Euro, die Treuenbrietzen dieses Jahr für alle Investitionen lediglich effektiv zur Verfügung hat, „reichen bei weitem nicht, um Eigenanteile für Fördergeld aufzubringen“, so die Eltern.

Innerhalb kürzester Zeit hätten bereits mehr als 100 Bürger das Ansinnen mit ihrer Unterschrift auf einer der in verschiedenen Einrichtungen und Geschäften der Stadt ausliegenden Listen unterstützt, berichten die Mütter. Sie rufen dazu auf, am Montagabend während der Stadtverordnetenversammlung auf die akuten Probleme hinzuweisen.

Dann wird in dem obersten Entscheidungsgremium der Stadt noch einmal über die Finanzierung der diversen Investitionen zur Stadtentwicklung diskutiert. Denn in der Sitzung im Vormonat war der am Ende stark umstrittene Beschluss zu dem von der Verwaltung und einigen Abgeordneten vorgeschlagenen Verkauf des Stadtwaldes noch einmal vertagt worden.

Von Thomas Wachs

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