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Treuenbrietzen Neues Elektroauto für Verwaltung und Bürger Treuenbrietzens
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20:05 01.10.2018
Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (li.) und Klimaschutzmanager Stefan Them freuen sich über das neue  Elektro-Auto der Stadt.
Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (li.) und Klimaschutzmanager Stefan Them freuen sich über das neue Elektro-Auto der Stadt. Quelle: Privat
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Treuenbrietzen

Bürger der Stadt Treuenbrietzen sollen weiter für Elektromobilität begeistert werden. Dazu setzt die Kommune ihr Projekt zur kostenlosen Nutzung eines Elektroautos fort.

Erstmals war im März 2016 über das Projekt „InitiativE Berlin-Brandenburg“ ein Kompaktwagen für den Fuhrpark der Stadt angeschafft worden. Vollkommen leise, ziemlich flott und vor allem umweltfreundlich rollten Rathausmitarbeiter seither zu Dienstfahrten.

Nach dem Ende eine Leasingvertrages für den weißen BMW i3 zu Jahresbeginn konnte nun ein sehr ähnlicher Nachfolger in Dienst gestellt werden.

Bürger dürfen an Wochenenden testen

Stefan Them, der Klimaschutzmanager der Stadt Treuenbrietzen, konnte für diese Neuanschaffung eine Förderung nutzen. Anders als der geleaste Vorgänger und sonstige Wagen im Fuhrpark, wurde der Wagen nun gekauft. So soll dieses Angebot langfristig Bestand haben können.

Denn auch das neue Modell soll an Wochenenden wieder von Bürgern genutzt werden dürfen. Sie müssen lediglich eine Kaution von 300 Euro für die Selbstbeteiligung zur Versicherung hinterlegen.

Größere Reichweite möglich

„Der neue BMW verfügt nun über eine größere Batterie, so dass jetzt auch weitere Strecken mit mehr über 300 Kilometern ohne Zwischenladung möglich sind“, erklärt Stefan Them. „Elektromobilität ist nämlich noch eine Kopfsache“, sagt der Klimaschutzmanager. „Viele Interessierte, und sicher auch die meisten Verwaltungsmitarbeiter, haben Angst, irgendwo liegen zu bleiben“, erzählt Them von ersten Erfahrungen: „Das dem bei ein wenig Vorplanung der Strecke aber nicht so ist, muss erst gelernt werden.“

Nun mit kleinem Benzinmotor

Dennoch habe sich die Kommune bei der Anschaffung des neuen E-Autos bewusst für die Technologie eines Plug-In-Hybrids entschieden. Dabei gibt es zusätzlich zur Batterie noch einen kleinen Verbrennungsmotor. Er sorgt dafür, dass im Notfall Benzin in Strom umgewandelt werden kann und die Batterie während der Fahrt lädt. „Anders als bei vielen anderen Plug-In-Hybriden, ist der Verbrennungsmotor bei uns wirklich nur im Notfall im Betrieb, da er nicht zum Antriebsstrang gehört“, erklärt Them.

So sei es theoretisch möglich, ohne lange Ladepause bis nach München zu fahren. Man müsste nur, ähnlich wie ein Motorradfahrer, an Tankstellen halten, um etwas Benzin aufzufüllen. „Das wäre jedoch nicht sinnvoll und hätte auch nichts mehr mit Klimaschutz zu tun“, räumt Them ein. Er sei aber sicher, das der Benzinmotor fast nie gebraucht werden wird. „Aber mit dem Wissen, dass ich nicht liegen bleibe, steigen Neugier und Akzeptanz für das Elektroauto“, hofft der Klimaschutzmanager.

Ökologisch sauber nach ein paar Jahren

So werde das Auto regelmäßiger benutzt, was dem Klima zugute kommt. „Denn anders als bei einem konventionellen Verbrenner, hat man nach ein paar Jahren die Energie und den Ressourcenverbrauch der Autoherstellung gewissermaßen herausgefahren“, erklärt der Experte. „Ab diesem Moment fährt man grün, vorausgesetzt, man bezieht Ökostrom. Bei jedem konventionellen Verbrenner ist dies indes nicht der Fall“, rechnet Stefan Them vor.

In Treuenbrietzen werde das Auto klimafreundlich betrieben, da es mit Ökostrom betankt werde. Das garantieren die jetzt erneuerten Lieferverträge für Energie für die kommenden drei Jahre

Anmeldungen für das Elektroauto sind möglich im Bürgeramt per E-Mail unter g.flemmer@treuenbrietzen.de oder telefonisch unter 033748/74750. Fragen zur Elektromobilität beantwortet Stefan Them unter 033748/74767.

Von Thomas Wachs