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Treuenbrietzen In der Grundschule wird es immer enger
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen In der Grundschule wird es immer enger
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15:17 28.10.2019
An der Grundschule Treuenbrietzen ist es aktuell wegen Bauarbeiten noch enger als ohnehin. Susanna Schmidt (re.) und Jana Beraz unterrichten im Hauswirtschaftsraum. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Der erste Eindruck ist schon positiv: Frische Farben im Treppenhaus, helles Licht in den Fluren sowie Klassenzimmern und überall in den Räumen kann digitale Technik nun Einzug halten an der GrundschuleAlbert Schweitzer“ zu Treuenbrietzen. Dort gehen die vor den Sommerferien gestarteten Bauarbeiten zur kompletten Elektrosanierung für mehr als eine Million Euro nun auf die Zielgerade.

Provisorien bald vorbei

Schulleiter Kersten Höhne sowie Eltern und Lehrer hoffen, dass die Zeit der Provisorien, der Umzüge von einem Gebäudeteil zum anderen und der Auslagerung der fünften und sechsten Klassen in einen Trakt der Gesamtschule am anderen Ende der Stadt zum zweiten Halbjahr dieses Schuljahres wieder ein Ende haben werden. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende November geplant. „Danach folgen die neue Aufteilung der Räume und die Umzüge zurück“, so Höhne.

Schule und Betreuung

Die Grundschule Albert Schweitzer verfügt auf dem 7500 Quadratmeter großen Grundstück über einen 1800 Quadratmeter großen Pausenhof mit integriertem Spielplatz.

Das Schulgebäude vom Baujahr 1970 hat ein Bruttogeschossfläche von 950 Quadratmetern.

Zur Verfügung stehen 26 Unterrichtsräume und 22 unterrichtsbegleitende Räume.

Das Konzept der Schule ist eine verlässliche Halbtagsschule mit integrierter Kindertagesbetreuung.

Doch schon jetzt ist klar: Zwischen den Mauern der komplett mit neuer Elektrotechnik versehenen Grundschule gibt es weiterhin ein großes Problem. Es bleibt viel zu eng. „Schon jetzt brauchen wir eigentlich allein für den Schulbetrieb alle Räume – und die Zahl der Schüler wächst weiter“, erklärte Kersten Höhne jetzt im Ausschuss für Bildung, Ordnung und Sicherheit.

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Doch auch für die Angebote der Integrierten Kindertagesbetreuung (IKTB) sind derzeit noch Teile der Schule belegt. Der geplante Neubau für die IKTB sei dringend nötig.

Genehmigung aber kein Geld

Dafür liegen dem Rathaus auch schon ein Entwurf und eine Baugenehmigung vor. „Doch weiterhin ungeklärt ist die Finanzierung“, sagt Ralf Gronemeier, der Vizebürgermeister und Leiter des Bürgeramtes in der Sitzung des Ausschusses.„Wir warten jeden Tag auf eine Entscheidung des Landes und der Kommunalaufsicht beim Landkreis zu den Anträgen auf eine Förderung beziehungsweise für eine Genehmigung zur Kreditaufnahme.“

Wegen der Bauarbeiten müssen Schulleiter Kersten Höhne und sein Team aktuell immer wieder umräumen in der Grundschule. Quelle: Thomas Wachs

Aktuell nutze die IKTB am Nachmittag Räume, die vormittags Klassenzimmer sind. „Die Kinder spielen also zwischen Tischen und Bänken, das ist auf die Dauer kein Zustand“, so Höhne. Der Platzmangel für die IKTB verschärft sich zudem, weil auch der Gymnastikraum der Sporthalle nicht zur Verfügung steht für die IKTB und auch für Sportvereine. Dort sind Möbel eingelagert, die aus dem jeweils für die Bauarbeiten freigezogenen Gebäudetrakt der Schule ausgeräumt werden müssen.

Bedarf wächst drastisch weiter

„Wir sitzen quasi übereinander, viele Räume werden doppelt genutzt“, sagt Kersten Höhne. Und der Bedarf wachse weiter. Wurden dieses Jahr 69 Kinder eingeschult in zwei Regelklassen sowie drei Klassen mit flexibler Eingangsstufe, rechnet der Schulleiter für nächstes Jahr mit circa 80 Einschülern. Jedoch nur 56 Schüler gehen aus den sechsten Klassen ab. „Fast alle Jahrgänge fahren wir aktuell dreizügig in 18 Klassen mit zumeist 18 bis 20 Schülern“, erklärte Kersten Höhne.

Der Handlungsbedarf zur Lösung der Platzprobleme wächst somit akut, weil die Schülerzahl von aktuell 335 kontinuierlich auf 445 Jungen und Mädchen im Schuljahr 2024/2025 steige.

Neue Elektrik für die gesamte Grundschule Treuenbrietzen: Loaay Aldamad erledigt im Nachgang Fußbodenarbeiten. Quelle: Thomas Wachs

Laut der Platzanalyse der Verwaltung biete das Schulgebäude bei einer Zweizügigkeit sehr gute Bedingungen und bei der langfristig absehbaren Dreizügigkeit bis zu einer Zahl von 450 Schülern gute Bedingungen, rechnet Ralf Gronemeier den Ausschussmitgliedern vor. Allerdings sei in dem Gebäude keine IKTB mehr möglich.

Mindestfläche pro Schüler nötig

Denn auch dafür gelten klare gesetzliche Vorgaben für die Mindestfläche pro Schüler. Sie beträgt 3,5 Quadratmeter. Derzeit werden rund 240 Kinder unterschiedlicher Klassenstufen betreut. 2024/25 könnten es gut 311 sein, wenn weiterhin 70 Prozent der Schüler die IKTB nutzen.

Daraus ergibt sich ein Platzbedarf von rund 1370 Quadratmetern allein für die IKTB. Aktuell aber steht mit 550 Quadratmetern nur weniger als die Hälfte davon zur Verfügung. Von dieser Gesamtfläche der IKTB liegen 375 Quadratmeter im Schulgebäude sowie 175 Quadratmeter nebenan im ehemaligen Hort Regenbogen.

Neubau zwingend nötig

„Der Neubau für die IKTB ist also zwingend erforderlich – nicht morgen oder übermorgen sondern sofort“, erklärte Ralf Gronemeier. „Wir müssen jetzt anfangen zu bauen, um das Platzproblem zu lösen“, so der Bürgeramtsleiter. Ansonsten müsse die Stadt bald darüber nachdenken, die Nachmittagsangebote zu streichen oder Containerbauten anzuschaffen. „Aber auch dafür fehlt uns ja das Geld“, machte Ralf Gronemeier klar.Zweite Baustelle mit gleichen Problemen ist die Erweiterung der Gesamtschule.

Von Thomas Wachs

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