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Treuenbrietzen Schulprojekt rückt digitales Arbeiten in den Fokus
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Schulprojekt rückt digitales Arbeiten in den Fokus
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18:31 12.06.2019
Haben in der Projektwoche die Gedenkstätte Sebaldushof als Miniatur nachgebaut (von links): Lea Luise Granat, Marie Peukert, Elisa Nawrocki, Denise Hinze, Jolina Reschke, Sarah Theuerkauff und Elena Borgmann. Quelle: Johanna Uminski
Treuenbrietzen

Eine Woche lang haben Jugendliche der Treuenbrietzener Gesamtschule in verschiedenen Gruppen anlässlich des Fördermittelprojektes „Total Digital“ an unterschiedlichen Themenfeldern gearbeitet. Dabei stand vor allem die Arbeit am Computer, mit dem Tablet und die Erstellung von Videoclips im Mittelpunkt.

Mithilfe der digitalen Technik sind in allen Gruppen individuelle und vielfältige Arbeiten entstanden, die die 59 Schüler der achten Klassen nun präsentierten. Neben der Gesamtschule startete die Grundschule „Albert Schweitzer“ zu dem Thema ein mehrmonatiges Projekt, das bereits seit Ende April läuft. Die Ergebnisse der Grundschule sollen am 14. Juni präsentiert werden.

Miniatur der Gedenkstätte gebastelt

Eine Gruppe der Gesamtschule hat sich mit dem Sebaldushof beschäftigt und in liebevoller Kleinarbeit eine Miniatur der Gedenkstätte gebastelt. Das Projekt haben die Schülerinnen „sich erinnern“ genannt. „Ich fand es sehr spannend. Das ist so nah bei uns passiert und geht näher ans Herz“, berichtet Jolina Reschke.

In einer Dokumentation über den Sebaldushof haben die Schüler von den grauenvollen Taten an dem Ort erfahren. Am 23. April 1945 wurden 127 italienische Zwangsarbeiter an der dortigen Kiesgrube vom deutschen Militär erschossen und vergraben. Das Denkmal erinnert an die Massenerschießung bei Nichel. „Viele Treuenbrietzener wissen nicht, was dort im Wald passiert ist. Mit unserem Modell erinnern wir daran“, betont Elena Borgmann.

Impressionen der Miniatur-Gedenkstätte Sebaldushof mit den QR-Codes. Quelle: Johanna Uminski

Das Holz und das Moos haben die Schülerinnen vom Sebaldushof, die Steine von der Kiesgrube Nichel besorgt und in dem Miniaturnachbau eingearbeitet, erzählt Carlotta Schröder. Der technische Clou steckt in den QR-Codes, die mit dem Handy abgescannt werden können und wissenswerte Informationen zur Gedenkstätte geben.

„Wir haben uns einfach im Internet ein paar Tutorials angeschaut, die QR-Codes am Computer dann selbst erstellt und ausgedruckt und an die kleinen Schilder geklebt“, berichten die Mädchen, die auch Audiodateien in diesen Codes unterbringen wollen und diese auf die Miniatur-Baracken aufkleben wollen. „Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber es geht darum, den Leuten mit einem Stein zu gedenken und ihnen zu sagen, dass es uns leid tut“, betont Carlotta Schröder.

Mit acht Themenfeldern beschäftigt

Die Klassen 8a und b der Treuenbrietzener Gesamtschule haben sich im Rahmen der Projektwoche mit acht Themenfeldern beschäftigt:

Ist Mülltrennung in der Schule sinnvoll, Klimawandel betrifft uns nicht?, Schönes Treuenbrietzen – hier sind sie zu Hause – Flora und Fauna, Wie sauber ist die Nieplitz?, Sich erinnern, Kunst und Kultur in Treuenbrietzen, Actionbound Treuenbrietzen (digitale Schnitzeljagd), Können wir ohne Insekten leben? Rettet die Bienen!

Die Treuenbrietzener Stadtbibliothek hat als einzige Bibliothek im Landkreis Potsdam-Mittelmark ein Fördermittelprojekt im Rahmen von „Total Digital“ beantragt und bewilligt bekommen.

Das Projekt wird durch den Deutschen Bibliothekenverband, das Bündnis für Bildung „Kultur macht stark“ und das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Im Nebenraum hat es sich eine Gruppe Jungen um einen Computer gemütlich gemacht. Beschäftigt haben sie sich mit dem Thema Klimawandel. Entstanden ist dabei ein knapp fünf Minuten langes Video. Von den Recherchen über die Interviews bis hin zu den Dreh- und Schnittarbeiten haben sich die Achtklässler alles selbstständig erarbeitet.

„In dem Video diskutieren wir über das Thema, ob der Klimawandel uns betrifft. Wir wollten selbst sehen, welche Argumente die Menschen bringen, die den Klimawandel für nicht real halten“, berichtet Markus Frank. In dem Video kommen die Jungen eindeutig zu dem Fazit, dass der Klimawandel sie betrifft. „Wir wollten ein Thema wählen, das auch gerade in der Politik aktuell ist“, betont Norman Hoffmann.

Haben eine intensive Projektwoche hinter sich: Die Gruppe hat sich mit dem Thema Klimawandel in einem fast fünfminütigen Video auseinandergesetzt. Quelle: Johanna Uminski

Zufrieden mit den Ergebnissen zeigen sich Katrin Fritsch und Mandy Wenzlaff, die beiden Klassenlehrerin der achten Klassen. „Sie sind eine Woche auf eine Art und Weise mit der digitalen Technik umgegangen, in der sie Programme genutzt haben, Eigenverantwortung übernommen, selbst gestaltetes Lernen und Teamarbeit gezeigt haben“, resümiert Wenzlaff.

Die Rückmeldung der Schüler sei ebenfalls durchweg positiv ausgefallen, so die Lehrerin weiter. „Wir werden die Ergebnisse erst noch auswerten und dann weiter darauf aufbauen“, resümiert Fritsche.

Von Johanna Uminski

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