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Treuenbrietzen Sommertheater in historischen Stadtkernen kommt nach Treuenbrietzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen

Treuenbrietzen: Sommertheater in historischen Stadtkernen

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07:24 27.07.2021
Auf dem Programm des Sommertheaters in historischen Stadtkernen steht 2021 das Stück „Tand, Tand ist das Gebild von Menschenhand“, inspiriert von Theodor Fontanes Ballade „Die Brück‘ am Tay“.
Auf dem Programm des Sommertheaters in historischen Stadtkernen steht 2021 das Stück „Tand, Tand ist das Gebild von Menschenhand“, inspiriert von Theodor Fontanes Ballade „Die Brück‘ am Tay“. Quelle: foto: promo
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Treuenbrietzen

Sanierte Häuser und Plätze, Wohn- und Arbeitsräume in räumlicher Nähe zu Infrastrukturen, regionalen Produkten und kulinarischen Genüssen, kulturelles Erleben sowie die Nähe zur umgebenden Landschaft machen das Leben in den 31 Städten mit historischen Stadtkernen attraktiv.

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Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft im Jahr 1992 haben sich die Städte gemeinsam auf den Weg gemacht, ihr baukulturelles Erbe zu erhalten und die Altstädte mit Leben zu füllen. Und der Erfolg ist deutlich sichtbar: hier erlebt man wahre Altstadtlust.

Auch dieses Jahr werden die Stadtkerne im Sommer wieder eindrucksvoll in Szene gesetzt, wenn es heißt: Bühne frei für die Sommertheatertournee in historischen Stadtkernen. Seit zehn Jahren wird die Sommertheatertournee der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg von Theater 89 inszeniert.

Aufführung in Treuenbrietzen

So sind die 16 Aufführungen in diesem Jahr passend zum Jubiläum ein Geschenk an das Publikum, vor allem an die treuen Zuschauerinnen und Zuschauer, die gerade von den musikalischen Zugaben der vergangenen Auftritte so begeistert waren. Am Samstag, 31. Juli, sind die Schauspieler ab 19.30 Uhr mit dem Stück „Tand, Tand ist das Gebild von Menschenhand“ – basierend auf der Ballade „Die Brück‘ am Tay“ von Theodor Fontane – auf dem Ra(d)tshof am Wasserturm in Treuenbrietzen zu Gast.

Fontane als Inspiration

In der Ballade treffen drei Naturkatastrophen in Form von Hexen aufeinander, die mit einem Fluch eine Eisenbahnbrücke über dem Fluss Tay in Schottland zum Einsturz brachten. Die Brücke wurde zur Zeit der Industrialisierung unter enormen Aufwand erbaut. Nur eineinhalb Jahre nach ihrer Eröffnung brach die neugebaute Eisenbahnbrücke bei Dundee während eines Orkans zusammen und riss einen D-Zug mit in die Tiefe. 75 Menschen verloren bei dieser Katastrophe ihr Leben.

Der Fluch der Hexe: „Tand, Tand ist das Gebild von Menschenhand“ ist heute noch ein oft scherzhaft zitierter Spruch, wenn sich etwas vom Menschen Geschaffenes als nicht dauerhaft erweist. In Bezug auf das Jahresthema der Arbeitsgemeinschaft „Vergangenheit mit Zukunft – Industriekultur in historischen Stadtkernen“ zieht Fontane bereits 1880 eine Verbindung zum Verfall und der heutigen Umnutzung industrieller Schätze unserer Geschichte.

Bad Belzig auf dem Tourneeplan

Die Tour durch die historischen Stadtkerne macht am Samstag, 14. August, um 19 Uhr auf der Freilichtbühne der Burg Eisenhardt halt. Tickets für die Aufführung am Samstag, 31. Juli, um 19. 30 Uhr in Treuenbrietzen gibt es jetzt im Vorverkauf im Familienzentrum in Treuenbrietzen in der Großstraße. Die Karten kosten 14 Euro, ermäßigt sieben Euro. Tickets für die Vorstellung in Bad Belzig gibt es in der Touristinformation Bad Belzig sowie im Fläming-Bahnhof in Bad Belzig.

Von MAZ