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Treuenbrietzen Treuenbrietzen ringt hinter Kulissen weiter heftig um Figur auf Rathausbrunnen
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17:40 10.04.2018
Der Interessenkreis für den Erhalt der Sabinchens am Treuenbrietzener Rathausbrunnen hatte im September den neuen Denkmalstatus für das Ensemble gefeiert.       Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Tapfer thront die Sabinchenfigur auf dem Sockel des Rathausbrunnens in Treuenbrietzen. Doch ist ihre Zukunft weiterhin ungewiss. Um ihren Verbleib am Standort oder eine Umsetzung im Stadtgebiet wird aktuell vor allem hinter den Kulissen weiter hart gerungen. Ein Ersatz durch die Kopie der Figur von Kurfürst Friedrich I., für den das Denkmal einst geschaffen wurde, ist politisch und in der Bürgerschaft stark umstritten.

Seit September 2017 müssen die seit 2006 diskutierten Pläne für einen letztlich auch per Beschluss der Stadtverordneten gebilligten Figurenwechsel auf dem Markt unter ganz neuen Aspekten diskutiert werden. Auf Initiative des Interessenkreises für den Erhalt des Sabinchens hatte die Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum den Brunnen nämlich in seiner jetzigen Gestalt in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen. Die Fronten bleiben verhärtet.

Stadt lässt Gutachten prüfen

„Welche konkreten Auswirkungen das auch auf eine nötige Sanierung der Figur hat, wollen wir noch klären und lassen das Gutachten dazu prüfen“, sagt Bürgermeister Michael Knape (parteilos) am Dienstag auf Nachfrage der MAZ. Vor wenigen Tagen habe die Stadtverwaltung dazu ein Gespräch mit der Oberen Denkmalbehörde des Landes geführt.

Geklärt werden müsse vor allem, „was genau vom Denkmalstatus erfasst ist“, so Knape. „Die Figur ist ein Denkmal – ob das aber auch den Standort einschließt, ist uns nicht klar.“ Mit der Denkmalbehörde sei vereinbart worden, weitere Unterlagen auszutauschen.

„Bei dem Gespräch habe ich auch klar meinen Unmut zum Ausdruck gebracht, dass die Stadt als Eigentümer des Denkmals zuvor gar nicht eingebunden wurde in die Fragen des Denkmalstatus“, so Knape am Dienstag. Bevor womöglich juristisch Einspruch gegen die Verfügung der Denkmalbehörde eingelegt werden könnte, „wollen wir versuchen, die Fragen auf sachlicher Ebene zu klären.“

Gesprächsanfragen beim Bürgermeister ohne Antwort

Das wünscht sich auch Siegmund Bölke, einer der Vertrauensleute des Interessenkreises für den Erhalt des Rathausbrunnens in seiner jetzigen Form. Gesprächsanfragen beim Bürgermeister hätten bislang noch zu keinem Termin geführt. Der Interessenkreis habe angeboten, die geschätzten Kosten von rund 1500 Euro zur nötigen Restaurierung der Sabinchenskulptur über Spenden aufzubringen.

„Vor allem müsste die Figur von Steinmoos befreit werden, das das Terrakottamaterial angreift. Und auf der Rückseite ist ein Riss zu sanieren“, erklärt Bölke. Restauratorin Jutta Brumme habe Unterstützung zugesagt. „Somit könnte die Sanierung völlig ohne Geld aus der Stadtkasse erfolgen“, sagt Siegmund Bölke.

Für eine Umsetzung der Sabinchenfigur waren zuletzt Kosten von 150 000 bis 180 000 Euro genannt worden. Offen seien dabei aber noch Beschlüsse nach einem von den Stadtverordneten gewünschten Variantenvergleich zu möglichen neuen Standorten im Bereich der Altstadt, erklärt Bürgermeister Michael Knape.

Von Thomas Wachs

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