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Treuenbrietzen Neue Regeln für mobile Abwasserentsorgung
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Neue Regeln für mobile Abwasserentsorgung
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17:05 28.12.2018
Die mobile Abwasserentsorgung von Grundstücken bleibt überall dort nötig, wo es keinen Anschluss an den zentralen Kanal gibt. Quelle: MAZ-Archiv
Treuenbrietzen

Haushalte im Umland von Treuenbrietzen, die ihr Abwasser noch mobil aus Sammelgruben entsorgen lassen müssen, erhalten demnächst Post von dem dafür zuständigen Zweckverband oder seinem Dienstleister.

Ziel ist es, die Entleerung der Gruben sowie die Abfuhr der Rückstände aus Kleinkläranlagen künftig möglichst nur noch von der privaten Grundstücksgrenze aus vornehmen zu können. Die dafür noch nötige Satzungsänderung soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Das beschlossen die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Nieplitztal“ in ihrer jüngsten Sitzung.

Einige Dörfer betroffen

Betroffen sind insgesamt 375 Haushalte in der Region, die vom Zweckverband beziehungsweise der Wasserwirtschaftsgesellschaft Nieplitztal (WWN) als dessen Dienstleister entsorgt werden.

Konkret geht es um die Dörfer Lobbese, Zeuden und Pflügkuff sowie Lüdendorf im Gebiet der Stadt Treuenbrietzen. Auch einzeln liegende Gehöfte sowie einige Forsthäuser sind betroffen. Im Amt Niemegk werden die Dörfer Jeserig, Niederwerbig, Haseloff, Grabow sowie Schlalach durch die Treuenbrietzener Dienstleister mobil entsorgt.

Die Kunden überall dort erhalten demnächst Informationsschreiben. Darin werden sie gebeten, Saug-Anschlüsse für ihre Sammelgruben möglichst direkt an die Zufahrtsstraße zu verlegen. Wo dies baulich nicht möglich ist, müssen mobile Abwasserkunden künftig mit einem Gebühren-Aufschlag für die benötigte Schlauchlänge rechnen.

Lange Schläuche machen Arbeit

Hintergrund seien zunehmende organisatorische Probleme bei der mobilen Abfuhr, erklärte WWN-Geschäftsführer Roland Meinusch in der Verbandsversammlung. Denn immer mehr Grundstücksnutzer würden es den Abfuhrunternehmern verweigern, ihre Höfe zu befahren oder allein zu betreten, um das Abwasser direkt aus den Sammelgruben zu saugen. Alternativ müssen lange Schlauchleitungen verlegt werden, was den Aufwand für den Entsorger erhöht und die ohnehin schon hohen Gebühren für diesen Entsorgungsweg weiter steigen lassen könnte.

„Wir haben Verständnis für die Hofbesitzer, die ihre Anwesen in den Jahren oft attraktiv gestaltet haben und nun Schäden durch die immer größer werdenden Abfuhrwagen oder Verunreinigungen durch Abwasserschläuche befürchten“, so Meinusch. „Daher werben wir schon jetzt mit der Übergangszeit von zwei Jahren für die effektive und saubere Lösung an der Grundstücksgrenze“, sagt der WWN-Geschäftsführer. Um Kosten zu optimieren, steigen die Entsorgungsfirmen auf immer größere Wagen um. „Die passen oft aber dann nicht mehr durch den Torweg“, erklärte Roland Meinusch zu einem zusätzlichen Problem.

Zwei Jahre Übergangsfrist

„Die Frage ist, wer die Mehrkosten für den Aufbau von Schlauchleitungen dann tragen soll“, sagte Lutz Keil aus Nichel, der Vorsitzende der Verbandsversammlung. Daher sei eine Änderung der Satzung für die dezentrale Entsorgung nötig.

„Letztlich geht es auch darum, für die Allgemeinheit Kosten zu sparen“, sagte Verbandsvorsteher Michael Knape. Jedoch habe der Vorstand für eine Übergangsfrist von zwei Jahren plädiert. „Die neue Lösung ist zumutbar“, befand Peter Gronemeier. „Manche Kunden haben bis zu 40 Meter Weg von der Straße bis zu ihren Gruben, da sind Schäden vorprogrammiert“, sagte er als Vertreter der Stadt Treuenbrietzen in der Verbandsversammlung.

Von Thomas Wachs

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