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Treuenbrietzen Umfrage für neues Einzelhandelskonzept gestartet
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Umfrage für neues Einzelhandelskonzept gestartet
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12:56 28.06.2019
Der Wochenmarkt in Treuenbrietzen kämpft mit unterschiedlich großer Resonanz. Jetzt soll das Einzelhandelskonzept aktualisiert werden. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Was braucht die Stadt noch, welche Kapazitäten und Sortimente gibt es bereits und welche Erwartung haben Kunden sowie Geschäftsleute an die Handelsstruktur in Treuenbrietzen? Diese und weitere Fragen sollen ab sofort erörtert werden im Rahmen der Neuaufstellung des Einzelhandelskonzeptes. Dessen Erarbeitung ist nun gestartet.

Wie Bürgermeister Michael Knape (parteilos) jetzt in der ersten Sitzung der neuen Stadtverordneten informierte, ist inzwischen das Dortmunder Planungsbüro Junker und Kruse für Stadtforschung beauftragt worden. Deren Experten haben eine Umfrage gestartet. Sie läuft ab sofort auch mit Besuchen in Geschäften der Stadt.

Die Verwaltung bittet um Entgegenkommen der lokalen Einzelhandelsunternehmen und Unterstützung der Experten. Die Mitarbeiter des Büros können sich durch ein Schreiben der Stadt Treuenbrietzen ausweisen.

Gutachten soll Fakten liefern

Wie der Rathauschef weiter erläutert, soll ein Gutachten sowohl fundierte Bewertungsgrundlagen für aktuelle Vorhaben liefern, als auch mögliche Entwicklungsperspektiven und – insbesondere baurechtliche – Erfordernisse aufzeigen. So sollen sowohl die Stadtverwaltung wie auch die Stadtverordneten „in die Lage versetzt werden, entwicklungspolitische Grundsatzentscheidungen zu treffen sowie frühzeitig mögliche Auswirkungen einzelner Standortentscheidungen auf die Treuenbrietzener Versorgungsstrukturen einschätzen zu können“, so Knape.

Dazu dient im ersten Schritt die nun gestartete Bestandsaufnahme und Analyse des Einzelhandels. Daher werden jetzt die in Geschäften geführten Sortimente und die Größe der Verkaufsflächen in der Stadt durch das Planungsbüro erfasst.

Konzept war umstritten

Die Aufstellung eines neuen Einzelhandelskonzeptes war kurz vor Jahresfrist mit knapper Mehrheit von den Stadtverordneten gebilligt worden. Jedoch war dieser Schritt stark umstritten. Hintergrund sind verstärkte Bestrebungen mehrerer Handelskonzerne, die in der Stadt neue Supermärkte errichten sowie bestehende erweitern möchten.

Einig waren sich Abgeordnete und Verwaltung darin, dass Angebote an Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt von der Qualität her zu schlecht und vor allem unzureichend in der Vielfalt seien. Umstritten war jedoch der Weg, wie diese Situation schnell verbessert und neue Strukturen langfristig gesichert werden könnten.

Ergebnisse bis November

Während einige Abgeordnete die Ansiedlung nicht regulieren und den Marktkräften überlassen wollten, plädierten andere sowie die Verwaltung für eine Experten-Analyse und ein neues Konzept.

Dieses soll möglichst bis November fertig auf dem Tisch liegen, kündigte der Bürgermeister jetzt vor den Stadtverordneten an. Er will dazu auch eine Steuerungsgruppe ins Leben rufen. Sie soll am 1. Juli in einer Anlaufberatung ihre Arbeit aufnehmen. Neben Experten vom Planungsbüro sowie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) sollen der Gruppe auch Stadtverordnete angehören. Die Entscheidung obliege danach den Gremien der Stadtverordnetenversammlung.

Nicht dem Selbstlauf überlassen

Nach Ansicht von Rathauschef Michael Knape sollte die Stadt die Entwicklung des Handels über ein Konzept steuern und nicht dem Selbstlauf des Marktes überlassen. „Um das mangelhafte Angebot zu verbessern, brauchen wir nicht zwangsläufig mehr Verkaufsfläche in der Summe“, argumentierte der Bürgermeister im Dezember.

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Von Thomas Wachs

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