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Potsdam-Mittelmark Üppige Blütenpracht direkt vor der Haustür
Lokales Potsdam-Mittelmark Üppige Blütenpracht direkt vor der Haustür
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00:20 31.07.2017
Ein richtiger Hingucker: In der Einfahrt von Inge Krumnow zeigen sich in diesem Sommer die Blattkakteen von ihrer prächtigsten Seite. Quelle: Johanna Uminski
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Medewitzerhütten

Sie sind knallviolett und ein absoluter Hingucker in Medewitzerhütten: Die Kakteen von Inge Krumnow blühen in diesem Jahr besonders schön. Üppig und farbenfroh zugleich zeigen sich die beiden Blattkakteen in der Einfahrt der 75-Jährigen.

Doch die Rentnerin aus Medewitzerhütten hat nicht nur einen grünen Daumen für diese Pflanzen, auch Epiphyllum genannt. In ihrem großen Garten wachsen neben 200 Gladiolen auch Nutzpflanzen wie Kulturheidelbeeren, Erdbeeren, Melonen, Kürbisse, Zwiebeln und Gurken. Wenn es Zeit und Gesundheit zulassen, dann stellt Inge Krumnow auch eigenen Heidelbeerlikör oder Marmeladen her – über beides freut sich die Familie sehr.

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Kakteen wollen nicht so viel gegossen werden“

Warum die Pflanzen Inge Krumnow in diesem Jahr mit so einer Blütenpracht überrascht haben, dafür hat die fünffache Oma nur eine Erklärung. „Sie haben sich bei mir bedankt, weil ich sie so gepflegt habe.“ Die Kakteen wollen nicht so viel gegossen werden, weiß die Expertin. „Es reicht die Blätter anzufeuchten und regelmäßig zu düngen.“ Ohne Pflege wird eben kein Gewächs etwas.

Große und farbenintensive Blüten: Die Blattkakteen von Inge Krumnow. Quelle: Johanna Uminski

Blumen und Pflanzen haben im Leben der 75-Jährigen immer eine große Rolle gespielt. „Ich mag Blumen – das ist was für die Seele“, findet Inge Krumnow. Vor allem damals nach der Nachschicht brachten der Garten und seine Pflanzen etwas Ablenkung, sagt die Rentnerin heute, die über 30 Jahre lang als Fahrdienstleiterin gearbeitet hat. Immer wieder hat sie Ableger der Kakteen an Freunde und Familie verschenkt.

Neben Nutzpflanzen früher auch Kaninchen und Hühner

Der Garten war aber nicht nur wegen der Blumenpracht ein wichtiger Ort für Inge Krumnow. „Wir haben davon gelebt.“ Irgendwann gesellten sich zu den Nutzpflanzen auch noch Hühner und Kaninchen. Heute gibt die gesundheitliche Verfassung der Rentnerin das Tempo an. „Ich möchte mehr machen, aber ich kann nicht.“

Auch Oster- und Weihnachtskakteen gibt es im Garten von Inge Krumnow. Quelle: Johanna Uminski

Nichtsdestotrotz ist Inge Krumnow auch heute noch voller Tatendrang, wenn es um ihren Garten geht. Und so verwundert es nicht, dass die Rentnerin die rund 200 Gladiolen selbst gezogen hat. „Die habe ich in allen Farben – überwiegend rot, aber auch gelb, dunkelrot und weiß.“ Langweile kommt bei einem so großen Garten nie auf. „Ich habe ein bisschen einen grünen Daumen“, sagt Inge Kumnow bescheiden.

Heidelbeerernte ist weniger üppig ausgefallen

Selbst gemachte Marmeladen und Muse stehen auch in diesem Jahr noch auf dem Plan. „Leider ist die Ernte nicht so gut – die ersten Heidelbeeren sind erfroren und die zweite Blüte steht noch an“, sagt Krumnow. Auch die Früchte des Quittenbaumes haben die kalten Tage im Frühjahr nicht überstanden. Viel zu tun gibt es aber trotzdem, denn Äpfel, Kürbis und das andere Obst und Gemüse warten auf ihre Verarbeitung zum leckeren Brei. „Wenn ich Marmelade koche, dann bin ich gesund“, schmunzelt die Rentnerin.

Und dann schweifen die Gedanken doch wieder zurück zu ihren Kakteen. „Die Farbe leuchtet so schön und wenn Leute zu uns kommen, dann erfreuen sie sich an den schönen Pflanzen“, sagt die Seniorin und strahlt. Bis Ende Juli etwa kann sich die Rentnerin und Pflanzenfreundin noch an den leuchtenden Blüten erfreuen. „Manche Blüten sind schon verwelkt, aber viele neue kommen wieder nach.“

Von Johanna Uminski

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