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Potsdam-Mittelmark Ulrich Jarke ist bereit für große Aufgaben
Lokales Potsdam-Mittelmark Ulrich Jarke ist bereit für große Aufgaben
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16:11 26.09.2014
Wechsel von der Orangerie ins Rathaus möglich: Ulrich Jarke.Wechsel von der Orangerie ins Rathaus möglich.
Wechsel von der Orangerie ins Rathaus möglich: Ulrich Jarke.Wechsel von der Orangerie ins Rathaus möglich. Quelle: DIRK FRÖHLICH
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Wiesenburg

Die Pflege des Wiesenburger Parkes sollte mehr denn je Chefsache sein. Wenn die von Ulrich Jarke schon hin und wieder in Rede gestellte Gründung einer Stiftung, die den Erhalt des Gartendenkmals sichern kann, greifen soll, sind jedenfalls Kontakte auf höherer Ebene allemal von Nutzen.

Der amtierende Parkleiter ist der Dritte im Bunde, der die Nachfolge von Barbara Klembt (Die Linke) anstrebt und sich am 12. Oktober zur Wahl stellt. Die Amtsinhaberin wird den Posten nach einem Vierteljahrhundert Anfang 2015 abgeben.

Ulrich Jarke beschreibt es als eine Erweiterung seines bisherigen Aufgabenfeldes. „Durch die Tätigkeit bisher verfüge ich über einen guten Einblick“, erklärt der 46-Jährige. Mithin habe er viele Sachverhalte und Entwicklungen vor Ort schon mitgestaltet. Seine beruflichen Erfahrungen konnte er seinerzeit im Amt für Stadtentwicklung in Eberswalde, als Gärtnerischer Leiter der Landesgartenschau in Luckau sammeln, und er trug Verantwortung für den Aufbau der Hallenschauen in der Biosphäre während der Bundesgartenschau in Potsdam. Als Technischer Koordinator hat er während der Internationalen Gartenschau in Rostock ein Budget in der Größe des jetzigen Gemeindehaushaltes gemanagt, zählt er auf. Nun will er – mit dem angebrachten Augenmaß – die Herausforderung in Wiesenburg selbst annehmen.

2002 hatte sich der in Köln geborene Landschaftsarchitekt auf die von der Kommune ausgeschriebene Stelle beworben. Der zwischen Sanssouci und Wörlitz bedeutendsten Gartenanlage drohte damals ein erneuter Pflegekollaps. Inspiriert von Ulrich Jarke ist deren Erhalt und die angemessene touristische Vermarktung in Gang gebracht – (s)ein wichtiger Beitrag zu den Erfolgen der „Perle des Flämings“ bei Teilnahmen an Dorfwettberben. Dass diese noch etwas selbstbewusster nach außen getragen werden, ist sein Wunsch.

„Die Aufbauphase ist jetzt zu Ende. Vieles ist nicht zuletzt dank umfassender Förderung geschafft“, konstatiert Ulrich Jarke. Jetzt gehe es um den Erhalt der Standards, trotzdem die Geldquellen nicht mehr so üppig sprudeln. „Dabei braucht es aber nicht den Blick eines Kämmerers, sondern die Sichtweise eines Bürgermeisters“, mahnt der Bewerber. Der Haushalt sei eine wichtige Aufgabe – zweifellos. Aber nur zu sparen, sei keine erfolgreiche Kommunalpolitik. Er traut sich vielmehr zu, nicht nur Ausgaben zu kürzen, sondern Einnahmen zu generieren. Ungeachtet des nötigen Sparkurses spricht er sich nämlich dafür aus, besondere Qualitäten zu erhalten oder zu schaffen, wo sie nötig sind, um im Vergleich der märkischen Kommunen die Einwohner zu halten oder gar neu zu gewinnen. Sie selbst könnten sich mit Rat und Tat einbringen. Das gelte für Kindereinrichtungen und Grundschule „Am Schlosspark“, Unternehmen und Einrichtungen, für Freizeit- und Tourismus-Angebote, deren Reserven nach Einschätzung von Ulrich Jarke noch nicht ausgeschöpft sind.

Die Arbeit in einer Verwaltungsstube ist allemal anders als draußen im Park, schätzt Ulrich Jarke die Komplexität der ins Auge gefassten Aufgabe. Doch haben ihn die Gespräche mit anderen Bürgermeistern und Verwaltungsmitarbeiten in der Mark durchaus Mut zur Kandidatur gemacht. An der bisherigen Chefin imponiert ihm detaillierte Orts- und Sachkundigkeit. Selbst will er gern die Kommune für den Bürger transparenter führen.

Obendrein hat der dreifache Vater den Rückhalt in der Familie, mit der er in Jeserig/Fläming ein Häuschen am See hergerichtet hat. „Meine Frau Claudia hat die volle Unterstützung zugesagt“, berichtet er.
Dass Ulrich Jarke einen für seinen Posten passenden Nachfolger finden wird, ist er sich sicher. In jedem Falle solle die Stelle überregional ausgeschrieben werden. „Und vielleicht ist das sogar ein Startpunkt für die Ansiedlung einer neuen Familie.“

Von René Gaffron

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