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Potsdam-Mittelmark Ultimatum zum Schulanfang
Lokales Potsdam-Mittelmark Ultimatum zum Schulanfang
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15:30 08.02.2013
PRITZERBE

. Sein Ultimatum war nicht verhandelbar: Vollzug bis 12 Uhr mittags. Hallex ist in der Kreisverwaltung für das Rettungswesen zuständig, vertritt aber derzeit seine für Verkehrsangelegenheiten zuständige Fachbereichsleiterin Debra Reußner.

Hallex setzt durch, was der Stadt Havelsee längst schriftlich angezeigt war. So lief die Befristung für die Einbahnstraßenregelung, die im August 2011 mit dem Bau des neuen Schulgebäudes eingeführt worden war, zum 30. November 2012 aus. „Anträge von Kommune und Amt zur dauerhaften Ausweisung als Einbahnstraße sind noch in der Prüfung. Jetzt wird erst einmal geltendes Verwaltungsrecht umgesetzt“, sagte Kreis-Sprecherin Andrea Metzler der MAZ.

Doch auf die Stadt Havelsee oder das Amt Beetzsee braucht das Landratsamt nicht zu hoffen. Am Montag beginnt für 160 Mädchen und Jungen der Unterricht. Kinder kommen mit öffentlichen Bussen, Fahrdiensten, in den Autos der Eltern oder mit dem Fahrrad. Schüler wechseln zwischen den Unterrichtsgebäuden zu beiden Seiten der Kirchstraße. „Und niemand weiß Bescheid, dass die Einbahnstraße nach eineinhalb Jahren plötzlich aufgehoben ist. Das geht gar nicht. Wir sind als Schulträger für die Sicherheit der Kinder verantwortlich“, findet Amtsdirektorin Simone Hein.

Einig ist sich die Verwaltungschefin mit Havelsee-Bürgermeister Günter Noack. Der spricht von einem „Unding zum Schulanfang“. Noack wirft dem zuständigen Beigeordneten und Vize-Landrat Christian Stein Untätigkeit vor. Dieser sehe tatenlos zu, wie ein Verwaltungsakt verschleppt werde. „Deshalb bauen wir gar nichts ab“, so Bürgermeister Noack. Dafür bleibt der Landkreis hart. Die mittelmärkische Verwaltung kündigte gestern Mittag eine so genannte Ersatzvornahme an. Das heißt, die Ausschilderung wird nun auf Kosten der Kommune beseitigt.

Warum sich Potsdam-Mittelmark so schwer mit der dauerhaften Ausweisung der Kirchstraße als Einbahnstraße tut, ist eine Geschichte hinter der Geschichte. Der Pritzerber Spediteur Olaf Köhler hat dem Kreis mit Schadenersatzforderungen gedroht, sollte die Kirchstraße Einbahnstraße bleiben.

Er verlangt freie Fahrt für seine Lkw, um auf diesem Wege aus der Stadt zu kommen. Zwar liegt sein Betriebsgelände an der Kreuzung von Dammstraße/B 102, doch die Ausfahrt ist zu knapp an der Straße als dass große Lastwagen sich auf der Fahrbahn zur Kreuzung aufstellen können. „Ich habe nichts gegen die Einbahnstraße, aber ich brauche eine Alternative“, sagte Köhler der MAZ.

Doch diese hat ihm die Stadt im Zuge des Ausbaus der Dammstraße frei Haus geliefert – eine neue Ausfahrt. Um sie nutzen zu können, müsste Köhler eine baufällige Baracke aus BHG-Zeiten auf seinem Firmengelände abreißen. So war es schon ausgemacht. Doch Köhlers Hoffnung, die Kommune könnte die Abrisskosten komplett mit Städtebaufördermitteln bezahlen, erfüllte sich nicht. Deshalb das Beharren auf freie Fahrt durch die Kirchstraße. Mit der Aufhebung der Einbahnstraße bringt sich der Kreis als Anordnungsbehörde aus der Schusslinie von Köhlers Anwalt.

Sondersitzung des Pritzerber Ortsbeirates zu diesem Thema am 14. Februar um 18.30 Uhr in der Kreuzdamm-Gaststätte. (Von Frank Bürstenbinder)

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