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Potsdam-Mittelmark Engagiert für Isegrim und den Tierschutz
Lokales Potsdam-Mittelmark Engagiert für Isegrim und den Tierschutz
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15:21 16.03.2014
Uwe Schanz mag Hunde und viele andere Tiere. Quelle: A. Koska
Ragösen

Das Telefon läutet. Als Uwe Schanz den Hörer abhebt, bietet ihm ein Freund ein Pärchen Graupapageien an. Der Ragösener lehnt nicht gleich ab, sondern bittet um Bedenkzeit. „Ich wollte schon immer einen Papagei haben“, sagt der Tierfreund und lächelt versonnen. Derweil lümmeln sich drei seiner fünf Hunde auf Decken am Fußboden.
24 Vierbeiner leben auf dem Hof von Uwe Schanz. Hunde, Katzen, Schafe, Schweine gibt es dort und zudem eine Aufzuchtstation für Kauze sowie einen Storchenhorst. Der 53-jährige Vater einer erwachsenen Tochter wohnt seit 2006 im Ragösener Kastanienwinkel. Schanz ist Mitglied im Verein „Tierfreunde im Fläming“. Sein Lieblingstier ist der Fischotter. Da es diesen im Fläming aber kaum gibt, engagiert sich Schanz auch für eine andere, hier zu Lande seltene Tierart. Seit einigen Jahren ist er Wolfsbotschafter des Naturschutzbundes (Nabu). „Der Wolf hat mich interessiert, da er in unserer Region lebt und ein Konfliktthema ist“, erzählt der Tierfreund. „Ich halte ihn für eine schützenwerte Spezies, die aber den Haustierhalter nicht gefährden darf.“
Schanz besuchte Seminare und nimmt regelmäßig an Treffen für Wolfsbotschafter teil, zuletzt Anfang Februar. „Da waren rund 100 der insgesamt 400 Aktiven dabei, unter anderem auch Schauspieler Andreas Hoppe“, erzählt er.
Mit seiner Geschäftspartnerin führt der Ragösener fünf Läden für Freizeit- und Wanderbekleidung in Berlin, Brandenburg und an der Ostsee. Sein Unternehmen ist „Wolfspate“. Schanz hat zum Beispiel Wildkameras gespendet und dafür ein Gehäuse entwickelt, das einen Diebstahl der teuren Geräte erschwert. Seine Aufgabe als Botschafter sieht er darin, die Wölfe objektiv zu betrachten. „Man darf sie nicht nur toll finden, man muss auch kritische Stimmen aufnehmen“, sagt er.
Schanz findet, dass die Wölfe mit der Kulturlandschaft gut klarkommen und meint, dass es umgekehrt genauso sein sollte. „Was geht es einen Zweibeiner an, was ein Vierbeiner macht“, heißt seine Devise. Infostände, Pressearbeit, Schulbesuche und Vorträge gehören zum Aufgabenfeld eines Wolfbotschafters. Schanz versucht sich darin, hat schon die Kleine Grundschule in Dippmannsdorf angesprochen. Allerdings ist es noch nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen.
Vor einem Jahr wurde auf seinem Ragösener Hof die Landesarbeitsgemeinschaft „Wolf“ des Nabu gegründet. Auch für dieses Jahr ist eine Tagung in dem Flämingdorf geplant. „Wir sind wohl die einzige Gruppe, die dafür arbeitet, abgeschafft zu werden“, sagt Schanz. Die Akteure wollen ein positives Verständnis für den Wolf in der Bevölkerung wecken. Wenn dies gelungen ist, will sich die Gruppe wieder auflösen.
Neben seinem Geschäft und dem Engagement für die Tiere engagiert sich Uwe Schanz auch für andere Menschen. Er ist Mitglied der IHK-Vollversammlung und ehrenamtlicher Handelsrichter.

Von Andreas Koska

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