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Potsdam-Mittelmark Verein begeht Jubiläum mit Ausstellung
Lokales Potsdam-Mittelmark Verein begeht Jubiläum mit Ausstellung
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16:41 12.01.2017
Laudator Thomas Billhardt erklärt in der Ausstellung, warum ihm die Bilder vom Verein gefallen.
Laudator Thomas Billhardt erklärt in der Ausstellung, warum ihm die Bilder vom Verein gefallen. Quelle: Laude
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Teltow

„Begegnungen“ heißt eine Fotoausstellung, die am Mittwochabend im Rathaus von Teltow eröffnet wurde. Zu sehen sind großformatige Bilder, die Mitglieder des Vereins „Teltow ohne Grenzen“ gemacht haben. Der Verein, dessen Ziel die Förderung der nationalen und internationalen Beziehungen Teltows ist, begeht damit sein 15-jähriges Bestehen. Seine Mitgliederzahl geht der 40 entgegen. 2600 Bilder lagen den Ausstellungsmachern vor, 27 davon zieren nun die Flurwände, darunter drei Montagen.

Sie alle werden dem Anspruch „Begegnungen“ gerecht. Es sind sehr lebendige Aufnahmen, entstanden beim Kirschblütenfest auf dem Mauerstreifen und bei Reisen in die Partnerstädte Gonfreville-l’Orcher (Frankreich), Ahlen (Nordrhein-Westfalen) und Zagan (Polen). Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) brachte bei der Ausstellungseröffnung den Wunsch zum Ausdruck, dass die Ausstellung Rathausbesucher dazu animiert, selbst im Verein mitzumachen und damit einen Beitrag zu leisten, Teltows Städtepartnerschaften weiter lebendig zu gestalten. „Es sind tolle Bilder dabei“, lobte Schmidt. Bei einigen der fotografierten Begegnungen war er selbst dabei. Auf eine Beschriftung der Bilder wurde leider verzichtet. Fotografiert wurde ausschließlich mit „richtigen“ Kameras, also nicht mit Handys.

Als Laudator konnte der Verein Thomas Billhardt gewinnen, der vor allem mit seinen Fotos aus Vietnam, Palästina und Nicaragua sehr bekannt wurde und im Frühjahr 80 Jahre alt wird. Billhardt gestand, dass er die Digitalfotografie zunächst gehasst hatte. „Inzwischen beneide ich euch“, sagte Billhardt angesichts dessen, dass die Kameras selbst scharf stellen, man sich kaum noch Gedanken um Belichtungsmessung und Blitzlicht-Leitzahlen machen müsse und die Arbeit in der Dunkelkammer entfalle. Billhardt sieht die Ausstellung und ihren Titel „Begegnungen“ als Aufforderung, zusammenzuhalten „gegen Dummheit und Verrohung“. „Ich gratuliere euch, dass ihr das macht“, so Billhardt. Der Appell des vielgereisten Laudators: Offen aufeinander zugehen.

Billhardt hat bei der Ausstellungseröffnung auch selbst ein paar Fotos geschossen – mit dem Handy. Seine alten Kameras hat er nicht mehr. Ab 31. März wird bei Camera Work in Berlin ein Ausschnitt aus seinem Lebenswerk gezeigt. Zu seinem 80. Geburtstag werden auch die Memoiren des politischen Fotografen erscheinen.

Die Ausstellung „Begegnungen“ ist bis zum 21. April im Erdgeschoss des Neuen Rathauses Teltow, Am Marktplatz, zu dessen Öffnungszeiten zu sehen.

Von Stephan Laude

12.01.2017
12.01.2017