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Potsdam-Mittelmark Jägerschaft nahm diesmal nur die Nadel ins Visier
Lokales Potsdam-Mittelmark Jägerschaft nahm diesmal nur die Nadel ins Visier
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18:36 11.05.2014
Gutes Zielen hilft, genau zu treffen. Steffen Wroblewski, Obmann des Kreisjagdverbandes Belzig, absolviert hier sein Schießtraining. Quelle: U. Klemens
Niemegk

Schonzeit für Hase, Wildschwein und Bock, zumindest am vergangenen Sonnabend. Da nämlich hatte der Kreisjagdverband Belzig alle Jäger zum „Nadelschießen“ auf die Schießanlage am Rand der „Flämingpforte“ eingeladen. Einen Vormittag lang testeten dort die Hubertusjünger ihr Können und die Zuverlässigkeit ihrer Waffen.

Wobei der Begriff „die Jäger“ nicht ganz stimmt. Denn nur 20 Mitglieder des Jagdverbandes und fünf weitere Jäger waren gekommen. „Enttäuschend, aber nicht überraschend“, wie der Obmann des Jagdverbandes Belzig und diesmalige Schießleiter Steffen Wroblewski einräumt. Immerhin stehen auf der Mitgliederliste in Bad Belzig und Umgebung derzeit mehr als 300 Namen, die nicht organisierten Weidmänner noch nicht einmal mitgezählt. „Bei der ganzen Arbeit, die zur Vorbereitung des Nadelschießens gehört, hofft man schon, dass sich die Mühe lohnt und möglichst viele kommen. Wenn die Resonanz dann so gering ist, ist das schon etwas enttäuschend“, so der Niemegker Wroblewski.

Doch die Zahl der Schützen entspricht dem Durchschnitt der Teilnehmerzahl des etwa seit acht Jahren durchgeführten Nadelschießens. Geschossen wird dabei weder auf lebende Tiere, noch auf Nadeln, sondern auf Scheiben mit den Bildern verschiedener Tierarten, die in einhundert Metern Entfernung aufgestellt sind. Jeder Schütze durfte sich aussuchen, ob er auf die Scheibe „Sitzender Fuchs“, „Stehender Überläufer“, „Gamsbock“ oder „Rothirsch“ zielen wollte. Das ursprünglich ebenfalls angedachte Zielen auf die bewegliche Scheibe „Laufender Keiler“ musste wegen eines technischen Defekts der Anlage ausfallen. Geschossen wird mit aufgelegter Waffe und abgestütztem Arm, in etwa also vergleichbar mit der Situation auf einem Hochstand.
Bis zu 100 Ringe können beim Nadelschießen in einer Serie von zehn Schüssen erreicht werden. Erst, wer am Ende der Serie auf mindestens 60 Ringe gekommen ist, erhält die Schießnadel des Jagdverbandes, die dem Training den Namen gab.

Auf der Anlage herrschen während des Trainings strenge Sicherheitsregeln. Den Schießstand zu betreten ist nur mit Gehörschutz erlaubt. Das Laden und die Nachkontrolle der Waffen erfolgen stets unter Aufsicht eines zweiten Schützen. Erst wenn alle ihre Serie beendet haben, geht's zur Begutachtung nach vorn an die Scheibe. Ein ausklappbares Warnschild an jeder Bahn signalisiert den Nachfolgenden die Feuerpause.

Insgesamt 20 Mal konnte Wroblewski am Ende des Trainings den Jägern die begehrte Nadel ans Revers heften und war mit diesem Ergebnis sichtlich zufrieden. Rückschlüsse auf die Zielgenauigkeit unter realen Bedingungen lassen sich daraus nur bedingt ableiten, erläutert der Weidmann, der seit 15 Jahren aktiv ist. „Die Ergebnisse draußen, wenn das Jagdfieber mit dazu kommt, können besser oder schlechter sein“, sagt auch Michael Niemczik, der mit 99 Ringen das zweitbeste Tagesergebnis erzielte und dabei nur seinem Vater Dieter den Vortritt ließ.
„Man muss einfach nur dahin schießen, wo die Waffe hinzeigt“sagt Dieter Niemchzik, der damit zum dritten Mal in Folge als bester Schütze gekürt wurde. „Als Jäger muss ich einfach wissen, wo meine Waffe hinschießt – das Nadelschießen ist eine ideale und preisgünstige Gelegenheit, mich selbst und die Waffe zu überprüfen. Dass so wenige davon Gebrauch machen, ist schlecht.“
Bei seinen Jagdgenossen gilt der Niemegker seit langem als Sachverständiger beim Thema Waffenkunde. 1972 fand er zur Jagd. Ein Fernrohr, das ihm sein Vater in Kindertagen bastelte und nur den Schönheitsfehler hatte, alles auf dem Kopf stehend zu zeigen, regte ihn zum Beobachten der Tiere in Feld und Flur an. Dem ist er bis heute treu geblieben.

Von Uwe Klemens

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