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Potsdam-Mittelmark Verletzter flieht nach schwerem Crash auf A9
Lokales Potsdam-Mittelmark Verletzter flieht nach schwerem Crash auf A9
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16:02 03.01.2017
Dieser nicht zugelassene Kia kracht am späten Montagabend auf der Autobahn 9 im Fläming in die Leitplanke. Der am Kopf verletzte Fahrer flieht. Quelle: FFW Dahnsdorf
Klein Marzehns

Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 9 fahnden Kriminalisten seit der Nacht zu Dienstag nach dem flüchtigen Unfallfahrer sowie einem Beifahrer. Von ihnen fehlt jede Spur. Nach Angaben privater Ersthelfer soll der am Montag gegen 22.20 Uhr bei Klein Marzehns verunglückte Kia-Kleinwagen mit zwei Personen besetzt gewesen sein. Im Fahrzeug habe es stark nach Alkohol gerochen. Der Fahrer habe sich eine stark blutende Platzwunde am Kopf zugezogen, berichteten die Helfer gegenüber der Polizei.

Für die Ermittler war schnell klar, dass es ich um einen dubiosen Unfall mit vielen Facetten handeln musste. Stutzig wurden die Ermittler, weil beide Kennzeichentafeln des Wagens fehlten und der Fahrer trotz seiner starken Verletzungen von der Unfallstelle geflohen war. In der Nähe fanden die Beamten später ein Nummernschild. Dieses Kennzeichen war in der Woche vor Silvester im Bundesland Sachsen-Anhalt als gestohlen gemeldet worden. Der in den Unfall verwickelte Kia indes war bis zum Frühjahr des vorigen Jahres im Bereich Wittenberg zugelassen. „Seit April 2016 ist er jedoch offiziell abgemeldet“, teilte Oliver Bergholz, ein Sprecher der Polizeidirektion West auf Nachfrage der MAZ mit.

Von der Mittelleitplanke schleuderte der Kia bis auf den Standstreifen. Quelle: FFW Dahnsdorf

Am späten Montagabend waren diverse Einsatzkräfte alarmiert worden, nachdem sich zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk in Höhe des Rastplatzes „Rabenstein“ eine schwere Kollision ereignet hatte. „Zunächst war dabei auch von zwei beteiligten Fahrzeugen die Rede“, sagt Tino Bastian, derf Amtswehrführer aus Niemegk, gegenüber der MAZ. Als die Beamten der Autobahnpolizei Michendorf am Unfallort eintrafen, fanden sie allerdings nur einen stark demolierten Kia-Kleinwagen vor. Er stand mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf dem Standstreifen. Auf der Fahrbahn waren mehrere Wrackteile verstreut. Das silberne Auto war zuvor offenbar frontal in die Mittelschutzplanke gekracht und über die drei Fahrbahnen geschleudert.

Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise

Trotz intensiver Suche in der Nähe des Unfallortes konnte der für den Crash verantwortliche Autofahrer nicht ermittelt werden. Zum Einsatz kam auch ein Polizeihubschrauber. Er brach seinen Sucheinsatz wegen des schlechten Wetters jedoch ab.

Neben drei Rettungs- und Notarztwagen aus Niemegk und Bad Belzig waren zudem Feuerwehren aus Niemegk, Dahnsdorf und Rädigke zum Unfallort ausgerückt. Die Besatzungen beteiligten sich an der Suche nach den Autoinsassen. Zudem sicherten und beräumten sie bis gegen 0.15 Uhr die Unfallstelle. Eine Fahrspur blieb zu Unfallaufnahme gesperrt.

Fahndung ist angelaufen

Die Polizei fahndet jetzt aufgrund der Zeugenhinweise der Ersthelfer nach einem 25 bis 30 Jahre alten, circa 1,85 Meter großen und schlanken Mann mit dunkelblonden Haaren und Undercut-Frisur. Der Fahrer des Unfallautos soll eine graue Jogginghose sowie eine graue Jacke getragen und bei dem Unfall eine stark blutende Platzwunde am Kopf erlitten haben.

Die Kriminalpolizei ermittelt gegen diesen unbekannten Mann unter anderem wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Zudem hofft sie auf weitere Zeugenhinweise und fragt: Wem ist eine Person aufgefallen, auf die diese Beschreibung zutrifft? Wer kann Angaben zu deren Identität oder Aufenthalt machen? Hinweise nimmt die Autobahnpolizei in Michendorf entgegen unter der Telefonnummer: 0331-28351-2624. Zeugen können für Hinweise auch das Bürgerportal im Internet nutzen unter. www.polizei.brandenburg.de.

Von Thomas Wachs

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