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Potsdam-Mittelmark Vertragsänderung in Sachen Blütentherme
Lokales Potsdam-Mittelmark Vertragsänderung in Sachen Blütentherme
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00:16 24.02.2014
So sieht es auf der Baustelle der Blütentherme im Februar aus.
So sieht es auf der Baustelle der Blütentherme im Februar aus. Quelle: Christel Köster
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Werder/Havel
 

Für die SPD-Fraktionsvorsitzende Anja Spiegel klang das alles nach Erpressung durch die Bäder AG. Sie ist überzeugt, dass sich der Kaufpreis schon heute berechnen ließe. "Die Stadtspitze ist mit dem Projekt überfordert und sieht jetzt eine gute Gelegenheit, es los zu werden", sagte sie. Spiegel forderte, die Stadtverordneten nicht nur über eine Vertragsänderung zu informieren, sondern ihnen auch den konkreten Text dieser Änderung vorzulegen. Außerdem wollte sie wissen, was auf die Stadt zukäme, sollte der Betreiber in den ersten vier Jahren des Badbetriebes insolvent werden.

Bürgermeister Große erinnerte daran, dass die "Blütentherme" die wichtigste Investition der Stadt in den vergangenen 24 Jahren sei, die "ein bisschen Nerven kostet" und bei der eine Zustimmung zu einer Vertragsänderung keine "Nacht-und-Nebel-Aktion" wäre. Er reagierte damit auf einen Vorwurf des Werderaner SPD-Vorsitzenden Robert Dambon. Große appellierte an die Stadtverordneten, die "Blütentherme" nicht zum Wahlkampfthema zu machen. "Wir sollten sehen, dass wir die Sache hinbekommen", sagte er.

Sollte der Investor wirklich in den ersten vier Betriebsjahren Insolvenz anmelden müssen, würde die Stadt die Therme und deren Mitarbeiter übernehmen, beantwortete Große Spiegels Frage. Den Kredit von 1,8 Millionen Euro, die direkt auf das städtische oder auf ein sogenanntes Anderkonto fließen sollen, müsste Werder dann ebenfalls tilgen.

Der geänderte Kaufvertrag soll nur gelten, wenn die "Blütentherme", wie vom Betreiber angekündigt, auch am 30.September öffnet. Sollte der Deal platzen, gäbe es noch immer den Projektvertrag, der dann aber neu verhandelt werden müsse, so Große.

Von Heinz Helwig

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