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Potsdam-Mittelmark Viel Bewährtes und besondere Bier-Prüfung
Lokales Potsdam-Mittelmark Viel Bewährtes und besondere Bier-Prüfung
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21:40 06.08.2017
Alina Liebenow hat die Malwand für den Nachwuchs beim Freienthaler Dorffest initiiert. Quelle: Andreas Koska
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Freienthal

Nach und nach nahm die „Freienthaler Malwand“ Gestalt an. Während Jugendliche japanische Mangamotive darauf verewigten, waren bei den Kleinen eher Sonne und Wolken, Mond und Sterne sowie Bäume und Blumen der Hit. Die Idee, eine acht Meter lange und ein Meter breite Raufasertapetenwand beim Fest im Zauchedorf aufzustellen, hatte Aline Liebenow. Und sie kam gut an. Allerdings ist noch unklar, was mit dem fertigen Kunstwerk passieren soll. „Eigentlich müsste damit der abgefallenen Putz am alten Jugendklub ersetzt und die Giebelwand des Gebäudes verkleidet werden“, sagt Liebenow. Sie kleidet damit die Kritik am Zustand des Hauses in nette Worte.

Kegelbahn kaputt – trotzdem im Einsatz

Frohe Laune war ohnehin Trumpf am Wochenende. Dass beim Freienthaler Sechskampf die Kegelbahn genutzt werden konnte, ist dem ausrichtenden Feuerwehrverein zu danken. Jahrelang war sie nicht mehr eingesetzt, da die Aufstellautomatik defekt war. Schließlich wurde auf manuelle Aufstellung umgestellt. Jeder fasste mal zu: Die Kinder kegelten ebenso um die Wette, wie später die erwachsenen Wettkämpfer. Sie waren jedoch angehalten außerdem beim Galgenkegeln mitzumachen und am Leitergolfspiel teilzunehmen.

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Da das diesjährige Motto „Die Welt der Biere“ lautete, wurden weitere Disziplinen eingeführt. So mussten die Teilnehmer bei einer Verkostung erkennen, ob es sich um eine alkoholfreies oder richtiges Bier handelt. Dazu galt es an der Bierrutsche Präzision und beim Ablitern Augenmaß zu beweisen. „Es ist ein harter Kampf“, sagte Torsten Bothe. Der Chef des Feuerwehrvereins zeigte sich mit dem Besuch zufrieden, war doch fast das gesamte Dorf versammelt, dazu Gäste aus Wiesenburg, Damelang und Cammer, die am Beachvolleyballturnier teilgenommen haben.

Seit 25 Jahren schöne Tradition

Bis auf die sich immer wieder ändernden Sechskampfdisziplinen, war alles wie schon seit 1992, als das Dorffest zum ersten Mal nach der Wende veranstaltet wurde. „Vor der Wende hatten wir nur ein Jubiläumsfest 1954 und in den 80-ern zwei Dorffeste“, erinnert sich der Chronist der Siedlerkolonie Günter Kabelitz. Er, wie viele andere Freienthaler sind deshalb froh, dass es jetzt jedes Jahr am ersten Augustwochenende stattfindet.

Nach den Auftritten der „Cammertänzer“ und der Treuenbrietzener Linedancer am frühen Abend konnte DJ Nico die Einheimischen und Gäste noch lange in Schwung halten.

Von Andreas Koska