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Potsdam-Mittelmark Viel Lob, nur wenig Kritik
Lokales Potsdam-Mittelmark Viel Lob, nur wenig Kritik
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21:39 05.08.2013
Gast der Eröffnungsfeier: Susann von Bülow. In Absprache mit ihr wird die Schule bald mit einigen Loriot-Motiven geschmückt.
Gast der Eröffnungsfeier: Susann von Bülow. In Absprache mit ihr wird die Schule bald mit einigen Loriot-Motiven geschmückt. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Stahnsdorf

Die Schüler bedankten sich mit kräftigem Beifall für die hohe Wertschätzung. Zu den Ehrengästen gehörte auch Susann von Bülow, die Tochter des Namensgebers der Schule, der als Loriot Millionen von Menschen begeisterte. Frau von Bülow bekam als Geschenk ein Schul-T-Shirt.

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) zeigte sich mit dem Design der T-Shirts allerdings nicht ganz zufrieden. Sie sind nämlich in schlichtem Grau gehalten. "Wir wollen doch keine grauen Mäuse erziehen", sagte Blasig. Auf die T-Shirts ist aber auch das Logo der Schule aufgedruckt, dessen genaues Aussehen bei der Bauübergabe der Schule vor einigen Tagen noch als Geheimnis galt. Im Fachbreich Kunst wurden die Schüler aufgefordert, ein Logo zu entwerfen. Alle Vorschläge wurden von der Potsdamer Agentur Peperoni gesichtet. Die Wahl fiel auf den Entwurf von Nils Althaus. Seine Zeichnung gefiel wegen ihrer bestechenden Einfachheit und der hohen Aussagekraft. Zu sehen ist ein Pirol, dessen Flügel weit nach oben zeigen und damit ein V bilden, wie bei Vicco. Außerdem ist der Pirol das Wappentier der Familie von Bülow. Der Vogel soll zudem im weitesten Sinne für Freiheit stehen.

Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers stellte eine vor dem Gebäude platzierte Plastik vor, die an das Logo anknüpft, obwohl derEntwurf schon von 2005 ist. Es handelt sich um ein Werk des im April dieses Jahres verstorbenen Künstlers Christian Roehl, der in der Nähe des Gymnasium sein Atelier hatte. Die Plastik mit dem Titel "Aufstehen Einfallen" ist ein Geschenk der Kommunen Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow an das Gymnasium. Albers hob in seiner Rede hervor, dass es nun zum ersten Mal möglich sein werde, in Stahnsdorf Abitur zu machen.

Loriot hat viele Gesichter - Schülerzeichnungen in Stahnsdorf. Quelle: Bernd Gartenschläger

Anders als die technische Ausstattung fand die Farbgestaltung nicht die ungeteilte Zustimmung der Eltern und sonstigen Besucher, besonders, was den Sichtbeton betrifft. Peter Ernst, Kommunalpolitiker aus Stahnsdorf, bricht aber eine Lanze für das Grau: "Sichtbeton entspricht der heutigen Zeit. Der Bau ist dadurch erlebbar." Ralf Wolff fürchtet, das Grau könne den Kindern vielleicht aufs Gemüt schlagen. Der Vater, der jetzt zwei Kinder am Gymnasium hat, regt an, im Kunstkurs Ideen für die farbliche Gestaltung zu entwickeln. Vater Armin Böhm hebt dagegen hervor, dass der Sichtbeton sehr praktisch sei. "Man braucht ihn nicht zu streichen." Böhm hat sich auch Gedanken über die Fahrradabstellplätze gemacht. Er kam auf eine Zahl von etwa 200 und fürchtet, dass das zu wenig seien für mehr als 500 Schüler. An die Radfahrer denkt auch Jens Klocksin, der zwei Kinder in der neuen Schule hat. Die Alte Potsdamer Landstraße brauche durchweg eine Schwarzdecke, damit sie als Radweg genutzt werden könne, sagt Klocksin, der in Kleinmachnow auch Kommunalpolitiker ist. Mit dem Radweg würde sich die Anfahrt der Schüler aus Kleinmachnow, aber auch aus Teilen Teltows und Stahnsdorfs verkürzen. Außerdem, so Klocksin, müsse der Busverkehr zur Schule dichter werden.

Von Stephan Laude

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