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Potsdam-Mittelmark Endstation für „Tango-Echo“
Lokales Potsdam-Mittelmark Endstation für „Tango-Echo“
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08:22 13.11.2014
Gern genutzte Kulisse: Burckhard Ballin von der Hans-Grade-Gesellschaft vor der IL 18 auf dem Flugplatz Borkheide. Quelle: A. Koska
Borkheide

Doch nicht nur die Tatsache, dass Borkheide quasi „nur“ Zweiter in der Reihe der außergewöhnlichen Landungen mit einem obendrein etwas kleineren Flugzeug war, ist für das damals weniger pompös ausfallende Spektakel entscheidend. Seinerzeit war gerade die Mauer gefallen und dieses Ereignis stellte selbst die lang und akribisch geplante Aktion in den Schatten.

Für die Märkische Volksstimme, Vorgängerin der Märkischen Allgemeinen Zeitung, war Michael Hübner bei der Landung dabei. In 28 Zeilen, von denen sich acht auf das Stöllner Ereignis bezogen, und mit einem Bild ist letztlich berichtet worden. Die Schlagzeilen galten der Politik. „Ich habe überhaupt keine Erinnerung mehr daran“, bekennt der Bildredakteur heute. Auch seine Gedanken galten damals den aktuellen politischen Entwicklungen.

Feier in kleinem Kreis

Die IL-18 „Tango Echo“ ist als Museum hergerichtet worden. Die Hans-Grade-Gesellschaft empfängt zwischen März und Oktober tausende Besucher, die sich über die Maschine und Flugpionier Grade informieren.
Anlässlich des Jubiläums der Landung der Interflug-Maschine hat Andreas Kreibich, Bürgermeister der Waldgemeinde, für das Wochenende ein Treffen mit geladenen Gästen im Hotel „Fliegerheim“ organisiert.
Darunter sind die beiden Piloten-Legenden Peter Schulze und Heinz Dieter Kallenbach.

Für Peter Schulze und seine Mannschaft gab es damals verdientermaßen einen Strauß Blumen und eine Flasche Sekt. Bürgermeister Horst Müller, der später Vorsitzender der Hans-Grade-Gesellschaft, hat sie überreicht. Der Pilot hat alles noch präsent. „Auf einer Rasenfläche von nur 800 Metern Länge zu landen, ist schon eine Herausforderung an das Können der Besatzung“, sagt er. Von Angst oder Glück mag der Flugkapitän nicht sprechen. Das Gelingen sei der akribischen Vorbereitung, dem Wissen um die Eigenschaften eines Flugzeuges, seine aerodynamischen Verhaltensweisen bei so einer Landung geschuldet. „Dafür habe ich studiert, geübt und Erfahrungen gesammelt“, erzählt Peter Schulze.

Er begann seine Pilotenlaufbahn 1958 und ist erst fünf Jahre nach der spektakulären Landung von Borkheide in den Ruhestand gegangen. Dabei war ihm der besondere Untergrund damals nicht fremd. In Bulgarien musste er oft auf Wiesen landen, um Gemüse für Berlin zu laden. 1984/85 in Äthiopien war von Grün keine Spur. Da war er für die „Dürrehilfe“ im Einsatz und die Landebahn eine Wüste. Vielleicht hat er daher das Wagnis angenommen.

Mithin verehrt der Pilot den Flugpionier Hans Grade, der Anfang des 20.Jahrhunderts vor Ort tätig war. „Er ist der bedeutendste Sohn dieses schönen Ortes in der Märkischen Heide“, betont Peter Schulze.

Von Andreas Koska

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