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Potsdam-Mittelmark Wenig Interesse am Jubiläum der Tierfreunde
Lokales Potsdam-Mittelmark Wenig Interesse am Jubiläum der Tierfreunde
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15:52 23.07.2017
Karina Selent und Manfred Linow engagieren sich beim Verein „Tierfreunde im Fläming“. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

„Willst Du mein Freund sein?“, steht auf dem T-Shirt, das Manfred Linow am Sonnabend trägt. Mit „Ja“, „Nein“ und „Vielleicht“ stehen drei Antworten zur Auswahl. Linow hat sich für „Ja“ entschieden. Wie auch die anderen 22 Mitglieder des Vereins „Tierfreunde im Fläming“, die am Sonnabend mit einem Fest zehnjähriges Bestehen auf dem Turnplatz in Bad Belzig gefeiert haben.

„Das Engagement der Eheleute Linow ist außergewöhnlich. Ich habe große Achtung vor ihnen“, sagt Birgit Meseck-Thieme aus Werbig. Manfred Linow, der diese Worte hört, lächelt. Aus seinem Auto holt er eine große Kiste mit bunten Häkeltieren. Katzen, Hunde, Elefanten – zum in den Arm nehmen, als Einkaufsbeutel oder Schlüsselanhänger. Die wollenen Vierbeiner hat Ehefrau Waltraud gehäkelt. Vor zehn Jahren gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Der Erlös aus dem Verkauf ihrer Handarbeiten kommt seitdem ausnahmslos Tieren zugute, die in die Obhut des Vereins gelangen. Daheim in Lütte führen die Linows zudem eine Pflegestelle für Katzen. Viel Arbeit ist damit verbunden.

Durchschnittsalter bereitet Vereinsmitgliedern Sorge

Die größte Sorge, die Manfred Linow aktuell quält, ist das Durchschnittsalter im Verein. „Es liegt bei 64 Jahren – unser jüngstes Mitglied ist 40, das Älteste 96“, erzählt der stellvertretende Vorsitzende. Eigentlich will er bald kürzer treten. „Es wird mir langsam zuviel“, gesteht der 68-Jährige. Mit dem kleinen Fest auf dem Turnplatz wollen die Streiter für das Recht der Tiere deshalb auch für sich werben. In der Hoffnung auf neue, engagierte Mitstreiter.

Teresa Mömken erfuhr über die Bad Belziger Tierärztin Birgit Hessler, die an der Spitze des Vereins steht, von den Tierfreunden. „Es war Zufall“, so die 59-Jährige. „Eigentlich wollte ich kein Tierleid mehr sehen.“ Heute führt sie eine Pflegestelle für Katzen in Grubo. „Wir könnten jedoch noch weit mehr Pflegestellen gebrauchen als die vier, die wir haben“, sagt Manfred Linow.

Interesse von Außerhalb war überschaubar

Das Interesse der Bad Belziger am Jubiläumsfest bleibt überschaubar – trotz musikalischer Umrahmung, leckerem Kuchen und Spiel- und Spaßangeboten für Kinder. Die Vereine, die sich dem Tierwohl verschrieben haben, lassen sich davon jedoch nicht entmutigen. Neben der örtlichen Tiertafel ist auch der Tierhilfe-Hof „Samtschnute“ aus Wiesenburg dabei.

Karina Selent ist die Jüngste im Verein. Auf der Suche nach einem geeigneten Stubentiger kam sie in die Vermittlungsstelle in Grubo. „Damals wusste ich nicht, dass es den Verein gibt“, erzählt sie. Gespräche mit Teresa Mömken und Tierärztin Birgit Hessler weckten ihr Interesse. „Ich habe dann einfach gefragt, ob ich irgendwie helfen kann“, so die Görzkerin. Für den Verein ein Glücksfall. Vier Jahre sind seitdem vergangen.

Betreuung in Pflegestellen

Der Verein „Tierfreunde im Fläming“ hat sich 2007 aus Mitgliedern des ehemaligen Tierschutzvereins Belzig, der damals das Tierheim in Verlorenwasser betrieb, gegründet.

Er hat es sich zum Ziel gesetzt, freilebenden Katzen und anderen Kleintieren zu helfen. In den Pflegestellen des Vereins werden ungewollte Katzenkinder aufgezogen und Fundtiere bis zu einer Weitervermittlung betreut.

Bis Ende 2016 wurden etwa 600 freilebende Katzen eingefangen, kastriert, behandelt und an ihrem gewohnten Standort wieder ausgesetzt.

Insgesamt wurden etwa 1700 Tiere – neben Katzen auch Hunde, Wildvögel, Igel – medizinisch behandelt.

In den Pflegestellen wurden knapp 360 Katzen und acht Hunde aufgenommen und weitervermittelt. Die Pflegestelle für Hunde gibt es nicht mehr.

Andrea Berg aus Brück gehört am Sonnabend zu den Besuchern des Festes. Das Engagement der Tierfreunde beeindruckt sie. Deshalb kommt sie natürlich nicht mit leeren Händen und hat einen selbst gebackenen Kuchen dabei. Der kann später für den guten Zweck verkauft werden.

Von Christiane Sommer

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