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Potsdam-Mittelmark Weniger Zeckenbisse? Borreliose-Fälle rückläufig
Lokales Potsdam-Mittelmark Weniger Zeckenbisse? Borreliose-Fälle rückläufig
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10:57 18.07.2019
Lauernde Gefahr: Eine Zecke auf einem Grashalm. Quelle: dpa
Mittelmark

Die Zahl von Borreliose nach Zeckenbissen geht im Landkreis Potsdam-Mittelmark nun das dritte Jahr in Folge zurück. Diese gute Nachricht kam jetzt auf MAZ-Anfrage aus dem Gesundheitsamt des Landratsamtes. Diese Tendenz zeigen auch die Erkrankungszahlen in Brandenburg an der Havel, die die Stadtverwaltung am Donnerstag bekannt gab.

Nach Angaben von Kai-Uwe Schwinzert, Sprecher des Landratsamtes, wurden dem Gesundheitsamt 2017 genau 241 Fälle von Borreliose gemeldet. Im vorigen Jahr registrierte die Behörde in Potsdam-Mittelmark 178 Fälle. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres nun meldeten Mediziner im Landkreis 66 Erkrankte.

In der Stadt Brandenburg gab es nach Angaben von vor zwei Jahren noch 101 an Borreliose erkrankte Menschen. Das teilt Angelika Jurchen, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der Behörde, mit. Im vorigen Jahr gab es einen leichten Rückgang auf 95 Fälle. Seit Jahresbeginn sind nun 32 Erkrankungen dem Brandenburger Gesundheitsamt bekannt geworden.

Landesweite Meldepflicht

Nach einer landesrechtlichen Regelung sind Borreliose-Fälle den Gesundheitsämtern zu melden. Seit 2017 wurde im Landkreis erst eine Erkrankung wegen Frühsommer-Meningitis (FSME) bekannt. Dabei hat sich der betreffende Mittelmärker den Zeckenbiss nicht in der Region, sondern auf einer Reise zugezogen.

Zecken können Borreliose und Frühsommer-Meningitis übertragen. Gegen FSME hilft eine Impfung. Borreliose ist schwer zu diagnostizieren. In den meisten Fällen tritt jedoch als charakteristisches Zeichen eine Wanderröte, ein etwa fünf Zentimeter großer kreisförmiger roter Fleck. Weitere Symptome wie knötchenartige Veränderungen der Haut folgen.

Tückische Krankheit

Manche Krankheitsfolge tritt erst Monate oder Jahre nach dem Zeckenbiss auf. Es kann im schlimmsten Fall zur Entzündung des Herzens kommen. Behandelt wird Borreliose mit Antibiotikum.

FSME ist eine grippeähnliche Erkrankung, die zur Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen kann. In bestimmten Risikogebieten rät die ständige Impfkommission zur Impfung. In Deutschland gelten vor allem die südlichen Bundesländer nach Angaben des Robert-Koch-Instituts als Risikogebiete.

Von Marion von Imhoff

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