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Werder (Havel) Baumblütenfest: Stadt plant umfassende Bürgerbeteiligung
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Baumblütenfest: Stadt plant umfassende Bürgerbeteiligung
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18:43 13.09.2019
Das Baumblütenfest Ende April in Werder. Quelle: Varvara Smirnova
Werder

Nach der Absage des Baumblütenfestes in Werder, steht nun fest: Das Fest wird sogar die kommenden zwei Jahre nicht stattfinden. Grund ist ein umfassendes Verfahren zur Bürgerbeteiligung, das Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) den Stadtverordneten vorschlagen wird. Das teilte die Verwaltung am Mittwoch mit. Das Verfahren solle mit einer Einwohnerversammlung beginnen, die am 27. November um 18 Uhr auf der Bismarckhöhe, Hoher Weg 150, stattfinden werde.

„Wir möchten den Werderanern die Erfahrungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre darstellen und das Ergebnis des Vergabeverfahrens erläutern“, sagte Saß. Bei der Einwohnerversammlung werde auch die Möglichkeit für eine erste Diskussion bestehen.

Die soll nach der Einwohnerversammlung in mehreren Schritten weitergehen, die in einem Arbeitspapier der Verwaltung zusammengefasst sind. Das Papier ist am 23. August bereits den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Fraktionsvorsitzenden auch über die Aufhebung des Vergabeverfahrens informiert.

Ablauf des Beteiligungsprozesses

Dem Arbeitspapier zufolge werden alle Einwohner in wenigen Wochen zunächst Informationsschreiben in ihren Briefkästen finden. Darin wird zu lesen sein, was es konkret bedeutet, dass das Fest in den kommenden zwei Jahren nicht stattfindet und was als nächstes passiert.

Im Frühjahr folgt eine Einwohnerbefragung. Mit ihr soll unter anderem ermittelt werden soll, was den Werderanern am Baumblütenfest besonders wichtig ist.

Im Frühsommer solle diese Diskussion mit Politik und Verwaltung in mehreren Workshops fortgesetzt werden, so Henry Klix weiter. Bevor bis Herbst kommenden Jahres in Arbeitsgruppen mehrere Varianten für eine Neuausrichtung des Baumblütenfestes erarbeitet werden.

Nach einem erneuten Feedback der Einwohner sollen die Stadtverordneten dann im Winter 2020/2021 entscheiden, welche der Varianten als Grundlage für eine Neuausschreibung des Festes gewählt wird. Eine Neuausschreibung könnte im Sommer 2021 stattfinden.

Beteiligungsprozesse sind komplex“

Beteiligungsprozesse sind komplex. Ein Verfahren muss sich dem Gesamtprozess immer wieder anpassen“, betont Linus Strohmann, der seit Juli in der Stadtverwaltung als Referent für Einwohnerbeteiligung tätig ist. Das Arbeitspapier könne deshalb nur eine Orientierung für das geplante Verfahren sein.

„Das Papier bildet eine gute Basis zur Erarbeitung eines Festkonzepts, das eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genießt und dem Image von Werder als Blütenstadt gerecht wird“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Dafür werde man sich die Zeit nehmen, die benötigt wird.

Im Vergabeverfahren für die Dienstleistungskonzeption des Baumblütenfestes ist, wie die Stadt am Dienstag mitgeteilt hatte, kein zuschlagfähiges Angebot abgegeben worden. „Es hatte sich gezeigt, dass für einen echten und nachhaltigen Richtungswechsel eine andere Herangehensweise und mehr Zeit benötigt werden“, schreibt Klix in seiner Mitteilung.

Von Annika Jensen

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