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Werder (Havel) Baumblütenkönigin Peggy Sinning räumt bald Thron: „Das Jahr vergesse ich nicht mehr“
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Baumblütenkönigin Peggy Sinning räumt bald Thron: „Das Jahr vergesse ich nicht mehr“
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19:18 27.03.2019
Ende April räumt Baumblütenkönigin Peggy Sinning ihren Thron. Quelle: Foto: Julian Stähle
Werder

Peggy Sinning (37) hatte sich im vorigen Jahr in der Verlängerung der Ausschreibung um das Amt der Baumblütenkönigin beworben. Im MAZ-Interview erzählt sie von emotionalen Momenten, Pleiten und Zukunftswünschen.

Wie ist das Jahr gelaufen?

Peggy Sinning: Es war super. Ich wollte das Amt würdig vertreten und viele interessante Leute kennenlernen – und das ist genauso gekommen. Es waren Menschen aus allen Bereichen dabei – Werderaner und Werderanerinnen, Gäste der Stadt und Obstbauern. Ich habe es bis heute nicht bereut, da mitgemacht zu haben.

Was waren besondere Momente?

Highlights waren natürlich das Baumblütenfest, die Grüne Woche und das Winzerfest. Ein sehr ergreifendes Erlebnis war mein Besuch auf der Glindower Streuobstwiese bei dem Verein Zuckerbaum. Ich ziehe den Hut davor, was die Damen da leisten. (Der Verein bietet regelmäßig Ferienprogramme für Geschwister erkrankter Kinder an, Anmerkung der Redaktion). Ich durfte während der Festzeit mit der Drehleiter der Feuerwehr hochfahren. In Beelitz beim Spargelfest habe ich ein Selfie mit der Sängerin Dagmar Frederic ergattert. Über den offiziellen Facebook-Account der Baumblütenkönigin habe ich versucht, immer alle Interessierten daran teilhaben zu lassen.

Gab es auch lustige Erlebnisse?

Beim Kirsch- und Ziegelfest in Glindow bin ich auf mein Kleid getreten und habe mich komplett in den Dreck gelegt. Das Körbchen mit den Bonbons, die Autogramme – alles flog durch die Gegend. Danach habe ich mein Kleid abgeklopft, Klaus-Dieter Bartsch half mir, alles aufzusammeln und weiter ging es. Den Saum konnte man wieder nähen.

Sie haben zwischen 70 und 80 Termine wahrgenommen. Das ist sehr viel – geht das an die Reserve?

Ich war unter anderem bei Firmenjubiläen, Kindersommerfesten, in Seniorenheimen und beim Mühlenfest. Die meisten Termine waren am Wochenende oder ich habe mir Urlaub genommen. Man macht es ja nur eine gewisse Zeit, da will man so viele Eindrücke, wie möglich sammeln. Das Jahr vergesse ich nicht mehr. Außerdem ist Bartschi unerlässlich für jede Königin. Er schreibt alle Termine auf und koordiniert es. Wir sind gute Freunde geworden.

Sie haben einen Mann und zwei Söhne (4 und 8) – wie ist Ihre Familie damit umgegangen?

Ich glaube, mein Mann ist froh, wenn es vorbei ist (lacht). Wenn es gepasst hat, waren er und meine Kinder aber auch bei den Terminen dabei. Meine Jungs sind stolz, eine Mama als Königin zu haben.

Was haben Sie gedacht, als Sie das erste Mal Ihr Kleid gesehen haben?

Ich ziehe den Hut, was die Schneiderin geleistet hat. Ich hatte mir im Vorfeld ein weinrotes Kleid erhofft – und genauso ist es dann gekommen. Das war perfekt für mich.

Fällt Ihnen das Ausscheiden schwer?

Irgendwann kommt der Moment, dann bereitest du dich auf das Ende vor und dann fließen auch mal Tränchen. Das Jahr ist wie ein einjähriger Hochzeitstag. Ich habe damit also schon zu kämpfen; freue mich aber auch auf das Loslassen. Denn es soll jeder die Erfahrung machen, der sie machen möchte. Beim Umzug will ich trotzdem wieder teilnehmen – das war so toll. Ich weiß nur noch nicht, auf welchem Wagen ich mitfahren werde. Und: Mein Kleid für den Baumblütenball hängt schon bereit.

Was passiert jetzt mit dem Kleid?

Jedes Kleid ist eine Einzelanfertigung und darf behalten werden. Die Bismarckhöhe hat schon angefragt, ob ich es ausstellen möchte. Das kann ich mir grundsätzlich vorstellen. Um es in den Schrank zu hängen, ist es zu schade.

Was würden Sie Ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg geben?

Man sollte Spaß daran haben, offen und authentisch sein. Aber man muss auch damit umgehen können, dass die Menschen einen anfassen und Fotos machen wollen. Ich empfehle auf jeden Fall Wechselschuhe, Wasser und gute Laune mitzubringen. Meiner Nachfolgerin wünsche ich, dass sie mindestens genauso viel Freude daran hat, das Amt auszuführen, wie ich es hatte.

Werders next Baumblütenkönigin

Das 140. Baumblütenfest läuft vom 27. April bis 5. Mai.

Die Ausschreibung und der Bewerbungsprozess für die Nachfolgerin sind bereits gelaufen.

Den Platz auf dem Blütenthron nimmt die neue Königin beim Baumblütenball auf der Bismarckhöhe am Freitag vor dem Beginn des Festes ein. Das wird in diesem Jahr – in dem ein Jubiläum ansteht – am 26. April geschehen.

Das erste Mal öffentlich vorgestellt wird die neue Blütenkönigin bereits bei einer Pressekonferenz Mitte April.

Von Anne Knappe

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