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Werder (Havel) Das bietet die 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Das bietet die 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder
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18:17 30.08.2019
Die 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder Quelle: Annika Jensen
Werder

Sie glänzen, haben nicht die kleinste Gebrauchsspur und warten nur darauf, zu Wasser gelassen zu werden: Die zahllosen niegelnagelneuen Boote im Stichhafen in den Werderaner Havelauen. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag liegen dort anlässlich der 2. „Boot & Fun inwater“ Motoryachten, Angelboote, Segelboote, Elektroboote, Hausboote, Kajaks und Canadier.

Die 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder Quelle: Annika Jensen

Die Werderaner Bootsmesse ist der „Boot & Fun“-Messe in Berlin vorangestellt. Die findet in den Berliner Messehallen Ende November statt. Der Grundgedanke: In Berlin können die Besucher staunen und kaufen, in Werder können sie ausprobieren und kaufen. Veranstaltet werden beide Schauen von der Messe Berlin. In Werder ist zudem der Wirtschaftsverein Werder Maritim an der Organisation beteiligt. Einige Unternehmer, die in dem Verein organisiert sind, stellen ihre Boote im Stichhafen aus. Die Messe ist größer geworden. Es stellen mehr Bootsbauer aus der Region Werder und Umgebung aus, und auch aus Berlin, als im vergangenen Jahr.

Eine, die an diesem Wochenende ihre Boote präsentiert, ist Nadine Borchardt. Die Bootsbauerin ist eine der wenigen Frauen in der Branche. Sie restauriert und produziert vor allem Motorboote in Potsdam. Ihr Markenzeichen ist das reduzierte Design. „Ich verzichte auf alles, was man nicht dringend braucht“, sagt die 41-Jährige. Nach Werder hat sie ein elektrisch angetriebenes Boot mitgebracht, die 5,40 Meter lange „Bad Boy“, zu deutsch „Böser Junge“. Es sei das Ergebnis intensiver Forschung zu elektrisch angetriebenen Freizeitbooten, so Borchardt.

Nadine Borchert, von Diva Boote, auf der 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder. Quelle: Annika Jensen

Zur Werderaner Bootsmesse ist außerdem ein Foil-Board-Surfer aus Berlin gekommen. Beinahe lautlos gleitet er mit seinem Surfboard mit der extra langen Finne und dem Flügel an deren Ende über den Großen Zernsee. Das Besondere: Auch dieses Board ist elektrisch angetrieben. „Es kommt aus Puerto Rico“, sagt der Surfer. „Es ist das erste, das weltweit verkauft wurde.“ Die Flügel-Finnen kamen erstmals bei den Kite- und Windsurfern zum Einsatz.

Die meisten Besucher kommen freilich für die Boote in den Stichhafen der Havelauen. Wie etwa Familie Berger. Sie ist extra aus dem Allgäu angereist, um sich die Messe in Werder anzusehen. Im Bodensee haben sie ein Motorboot liegen. „Wenn es die Zeit zulässt, sind wir viel auf dem Wasser“, erzählt Sebastian Berger (36). Die kleine Familie überlegt gerade, sich ein neues Boot zuzulegen. Mit seiner Frau Nicola (32) und dem 4-jährigen Jan lässt er sich in Werder inspirieren. „Wir suchen vor allem etwas Größeres.“ Größer als ihr derzeitiges 5,70 Meter langes Boot. „Wir wollen damit richtig Urlaub machen und dafür ist unser jetziges Boot zu klein.“

Ein Mann auf einem Foil-Board bei 2. „Boot & Fun inwater“ in Werder Quelle: Annika Jensen

Zur Eröffnung der „Boot & Fun inwater“ sagte Bürgermeisterin Manuela Saß: „Werder ist in Berlin-Brandenburg als Zentrum des Yachtsports mit einer hervorragenden maritimen Infrastruktur bekannt. Deswegen denke ich, dass diese Messe zu Werder passt wie die Faust aufs Auge.“ Die Wassersportbranche sei ein unverzichtbarer Baustein der touristischen Entwicklung in der Havelstadt. Die Bootsmesse mache Werder als touristisches Ziel noch bekannter.

Der Werderaner Wasserwanderstützpunkt nutzte die Eröffnung der Bootsschau am Freitag, um sein neues Hafenbüro vorzustellen. Das extra dafür gebaute Floß wird zukünftig als Anlaufstelle am Hartplatz dienen. Zu entsprechenden Anlässen soll es als Gäste-Information am und auf dem Wasser bereitstehen.

Von Annika Jensen

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