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Werder (Havel) Das hält die Stadtgalerie Werder für 2020 bereit
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Das hält die Stadtgalerie Werder für 2020 bereit
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19:09 28.01.2020
Leuchtende Farben werden Ausstellung bestimmen. Noch hat Kurator Frank W. Weber alle Hände voll zu tun. Quelle: foto: Edith Mende
Werder

Am 5. Februar startet in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss von Werder die erste Ausstellung des Jahres 2020. Kurator Frank W. Weber ist in diesen Tagen damit beschäftigt, die zum Teil großformatigen Bilder an den passenden Platz und ins richtige Licht zu rücken. „Das wird eine sehr farbenreiche Schau“, sagt Weber. „Die drei Maler kann man noch als junge Wilde bezeichnen.“ Projekt Panama nennt sich die Gruppe, zu der Julia Brömsel, Nadine Conrad und Allan Paul gehören. Sie zogen vor einiger Zeit aus dem Potsdamer Künstlerhaus Rechenzentrum in eine ehemalige Werkhalle des früheren Schaltgerätewerks nach Werder.

Nach der üblichen Baumblütenpause wird es ab 13. Mai die nächste Exposition geben. „Rollenbilder“ nennt der Kurator sie nicht ohne Grund, denn der chinesische Künstler Ke Huang, der sich zur Eröffnung angesagt hat, wird die in seiner Heimat typischen Rollenbilder auf Papier mitbringen. Er arbeitet klassisch mit Tusche oder Aquarellfarben. Ein Geheimnis macht der Kurator noch um die Mitte Juli beginnende Schau „unbekannt -verkannt“. Es sei die Entdeckung eines künstlerisch erstaunlichen Werderaners, der mit seiner Malerei nie die Öffentlichkeit gesucht hat, verrät er. Erst nach seinem Tod soll nun ein Teil des Schatzes, zu dem gut 300 Bilder gehören, präsentiert werden. Sehr bekannt ist hingegen Ernst Leonhardt. Dem Berliner Bildhauer, Maler und Grafiker, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag begeht, ist eine Retrospektive seines Schaffens gewidmet. Sie startet am 23. September. Den Ausstellungsschlusspunkt wird ab 25. November der Fotograf Walter Rosar setzen. Der aus Salzgitter stammende Künstler ist Wahl-Werderaner. Er hielt zwischen 1997 und 2017 den Alltag auf Berliner Straßen in monochromer Fotografie fest. Eigentlich wäre zum Jahresende die nächste Bestandsaufnahme Malerei, Grafik, Plastik an der Reihe gewesen, eine für lokale Berufs-und Hobbykünstler offene Ausstellung, die im Zweijahresrhythmus abwechselnd mit dem Kunsthandwerk die künstlerische Breite der Werderaner zeigt. „Wir haben sie auf Anfang 2021 verschoben, denn erfahrungsgemäß haben es die Leute in der Vorweihnachtszeit mit einem Überangebot an Veranstaltungen zu tun“, sagt Frank W. Weber. „Außerdem prüfen wir noch, ob wir die Bestandsaufnahme wieder unter ein Motto stellen sollten.“

Im Jahr 2019 sei deutlich geworden, dass zunehmend auch auswärtige Gäste die Stadtgalerie besuchen, sagt Weber. Dazu trägt sicher auch bei, dass sie im Bonusheft für Werder-Touristen empfohlen wird. Ausstellungen wie die der japanischen Künstlerin Aishu Gen zu 100 Jahren Bauhaus im vergangenen Sommer ließen die Attraktivität der Galerie wachsen. Dafür nahm der Kurator den großen bürokratischen Aufwand mit Transport, Versicherungen und Zoll in Kauf. Eineinhalb Jahre Planungsvorlauf habe er für die Ausstellungen der Stadtgalerie, sagt Frank W. Weber. Er ist also schon wieder in zahlreichen Ateliers seiner Künstlerkollegen unterwegs, um Ausschau nach interessanten Exponaten für 2021/22 zu halten.

Von Edith Mende

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