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Werder (Havel) Glindow feiert sein Kernobst und den Stein
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Glindow feiert sein Kernobst und den Stein
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20:06 07.07.2019
Nach dem Spielmannszug aus Beelitz führte Hendrik Wels vom Obsthof Wels mit seinem Gespann den bunten Festumzug an.
Glindow

Die neue Glindower Kirschkönigin ist in Amt und Würden. Christiane Küstner wurde am Sonnabend auf dem 23. Kirsch- und Ziegelfest gekrönt. Neben der Repräsentation Glindows warten auf sie auch soziale Aufgaben. „Der Verein ’Zuckerbaum’ erhält zusätzliche Aufmerksamkeit“, kündigte Christiane Küstner an. Dort kümmert man sich um Kinder mit schwerkranken Geschwistern und bietet ihnen Freizeitangebote auf einer Streuobstwiese bei Werder an. Einmal im Monat will Küstner außerdem im Werderaner Demenz-Café vorbeischauen, das sich Betroffenen und deren Angehörigen öffnet.

Mehr als 1500 Besucher kamen am vergangenen Wochenende zum 23. Kirsch- und Ziegelfest in Glindow. Mit einem bunten Umzug durchs Dorf wurde das Fest am Samstagnachmittag offiziell eröffnet.

Die 32-Jährige löst ihre Vorgängerin Melanie Mach ab. „Es war ein tolles Jahr“, verabschiedete sich die scheidende Kirschkönigin auf der Festbühne von den Glindowern. Mehr als 1500 Gäste, darunter auch andere „Majestäten“ aus ganz Deutschland, waren zum traditionellen Jahreshöhepunkt der Glindower gekommen.

Bonbons für die Kinder

Zuvor hatte der Beelitzer Spielmannszug mehr als 20 Vereine von der Siedlung Schützenpark bis in die alte Dorfmitte am Glindower See geführt. Ob Glindows Fußballverein oder die Kleintierzüchter, die Bogenschützen oder der Carnevalsverein, die Anfeuerungen vom Straßenrand an der zwei Kilometer langen Strecke des Festumzugs genossen alle. Bei bestem Festwetter winkten Nachbarn der bunt geschmückten Wagenkolonne zu. Diese erwiderte den Gruß mit Rosen sowie Bonbons für die Kinder. Im Mittelpunkt standen natürlich die gewohnt großen und süßen Knupper. Es sei ein gutes Kirschenjahr, beurteilen die Glindower die aktuelle Ernte.

Erste Kirschkönigin hieß Simone Czasc

Das erste Sommerfest feierte Glindow 1997 als Erntedankfest. 1998 wurde daraus das von mehreren Vereinen getragene Kirsch- und Ziegelfest.

Die erste Kirschkönigin war Simone Czasc. Sie wurde bei der dritten Auflage im Jahr 1999 gekrönt.

Zum Dorffest werden je ein Foto-, ein Kirschrezepte- und ein Schönheitswettbewerb um das attraktivste Glindower Anwesen ausgelobt.

Für den Kirschrezepte-Wettbewerb werden Kostproben im Heimatmuseum abgegeben, die von einer Jury bewertet werden.

Werders Bürgermeisterin Manuela Sass (CDU) hatte für die Krönung der Kirschkönigin und den Festumzug ihren Urlaub unterbrochen und räumte prompt in einer ganz besonderen Disziplin der Glindower ab – beim Wettbewerb im Kirschkern-Weitspucken. Die dicken Knupper-Kerne flogen bei den Teilnehmern am Stand der Frauensportgruppe mehr oder weniger weit. Sass gewann mit 8,61 Meter den Wettbewerb. Hinter dem Rekord von zwölf Metern aus dem Vorjahr blieb sie damit allerdings immer noch weit zurück.

Wild, aber gepflegt

Um den Wettbewerb um das schönste Anwesen im Dorf zu gewinnen, hilft kein besonderes Mundwerk, sondern vor allem ausdauernde Arbeit. Diese Trophäe gewann am Wochenende die Familie Stark. Glindows Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (Freie Bürger Werder) beglückwünschte Katja Stark, die die Auszeichnung für ihre Familie entgegennahm. „Ihr Garten auf der Elisabethhöhe ist eine wunderschöne blumenreiche Anlage – wild, aber gepflegt.“ Heimatvereins-Chefin Sigrid Gottschalk und Ex-Kirschkönigin Melanie Mach kürten schließlich Konstanze Uhlemann zur Siegerin des Foto- und Kirschrezepte-Wettbewerbs.

Von Gesine Michalsky

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