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Werder (Havel) Kommunalwahl: CDU verliert, bleibt aber mit großem Abstand an der Spitze
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Kommunalwahl: CDU verliert, bleibt aber mit großem Abstand an der Spitze
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18:43 27.05.2019
Herbst-Idylle an der Werderaner Insel: Die Stadt bekommt ein neues Parlament. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Die CDU verliert in Werder 16 Prozentpunkte. Dennoch bleibt sie mit Abstand stärkste Partei im Stadtparlament. Sie erzielt 31,3 Prozent der Wählerstimmen. Bei der vergangenen Kommunalwahl 2014 erreichte die CDU noch 47,4 Prozent. „Wir danken unseren Wählern, die uns mit Ihren Stimmen in einer nicht ganz einfachen Zeit ihr Vertrauen ausgesprochen haben“, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzende Annette Gottschalk. „Sie haben damit ein Zeichen für Stabilität und Zusammenhalt in unserer wachsenden Stadt gesetzt.“

SPD: Wir können unsere Erfolge nicht vermitteln

Auf dem zweiten Platz liegt die SPD mit 11,9 Prozent (2014: 15,2 Prozent). Sie verliert 3,3 Prozentpunkte ein. „Wir sind mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden“, beurteilt Ortsvereinsvorsitzender Steven Bahl das Wahlergebnis für die SPD. „Aber wir sehen es als Auftrag, deutlicher zu zeigen, wie wir die Stadt verändern wollen.“ Damit räumt er ein, worin womöglich der Fehler im Wahlkampf und in Nicht-Wahlkampf-Zeiten lag: „Darin zu vermitteln, wie wir uns von den anderen Parteien unterscheiden.“ Seine Partei-Kollegin Anja Spiegel ergänzt: „Das oberste Wahlziel ist erreicht: Die absolute Mehrheit der CDU ist weg.“ Damit meint sie, dass der Zusammenschluss von CDU, FDP und Bürger Töplitz nun nicht mehr auf über 50 Prozent kommt.

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Die Grünen verdoppeln ihr Ergebnis

Dicht gefolgt wird die SPD von Bündnis 90/Die Grünen mit 11,7 Prozent (2014: 6,0 Prozent). „Werder ist ein Stück grüner“, schreibt Markus Altmann, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen, in einer Stellungnahmen. „Wir freuen uns zu sehen, dass zielstrebiges Arbeiten fernab von populistischen Tagesmeinungen in unserer Stadt einen festen Halt in der Gesellschaft hat.“

Die Linke erzielt 10,1 Prozent (2014: 12,8 Prozent), die AfD 9,7 Prozent (4,3 Prozent). Die Freien Bürger (FB) können 8,8 Prozent verbuchen – das gleiche Ergebnis wie vor fünf Jahren. Mit 3,3 Prozent kann die FDP ihr Wahlergebnis verbessern, 2014 hatte sie 1,9 Prozent bekommen. Der Bürger Bund Töplitz (BBT) erreicht 3,8 Prozent, 2014 waren es 3,6 Prozent. Die Stadtmitgestalter gab es 2014 noch nicht. Sie schafften aus dem Stand 7,1 Prozent.

So sieht die Sitzverteilung nun aus

Folgende Sitzverteilung ergibt sich für die Stadtverordnetenversammlung: CDU 10 Sitze, SPD und Grüne je 4 Sitze, Linke, AfD und FB jeweils 3 Sitze, Stadtmitgestalter 2 Sitze, FDP, BBT und der Einzelbewerber Ingo Krüger je einen Sitz.

Danach haben es folgende Bewerber in die SVV geschafft:

CDU: Werner Große, Peter Kreilinger, Hermann Bobka, Annette Gottschalk, Walter Kassin, Stephan Hübner, Dirk Lutze, Dr. Ditmar Wick, Steffen Lehmann, Alexander Mai.

SPD: Joachim Lindicke, Anja Spiegel, Nadine Lilienthal und Dr. Esther Hartwich

Grüne: Markus Altmann, Elke Rietz, Nina Meyer-Blankenburg, Katharina Weber

Linke: Dr. Gabriele Janke, Peter Hinze, Timo Ritter

AfD: Marlon Deter, Jürgen Koch und Wolfgang Tränkner

FB: Sigmar Wilhelm, Dr. Claudia Fehrenberg und Tamara Thierschmann

Stadtmitgestalter: Elmar Schlenke und Anika Lorentz

FDP: Gerhard Opitz

BBT: Frank Ringel

Einzelbewerber Ingo Krüger

Von Annika Jensen

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