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Werder (Havel) Das ist der Plan für die neue Touristeninfo
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Das ist der Plan für die neue Touristeninfo
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18:05 08.01.2019
Das Lindowsche Haus in Werder vor Sanierungsbeginn. Quelle: Bernd Gartenschläger
Werder

Wenn das Lindowsche Haus am Plantagenplatz nach der Sanierung eröffnet wird, rückt das Besucherzentrum endlich in Werders Mitte. Die Anforderungen an die Touristeninformation haben sich in den vergangenen Jahren verändert, nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen ihren Urlaub in der Blütenstadt verbringen. Die Stadtverordneten haben nun ein neues Konzept für einen modernen Anlaufpunkt der Touristen beschlossen.

Kernaufgabe der Touristeninfo bleibt es, die Gäste vor Ort zu betreuen und zu beraten, heißt es in dem Konzept. Durch den Kontakt mit den Gästen verspricht sich die Stadt wertvolle Hinweise darauf, wie Gäste ihre Reisen planen und welche Wünsche sie haben. Daraus könnten Trends abgeleitet werden, von denen auch die örtlichen Gastgeber profitieren könnten. Derzeit befindet sich die Touristeninfo im ehemaligen Stadtgefängnis neben dem Alten Rathaus auf der Inselstadt. Die Räume sind eng und entsprechen nicht mehr dem größer gewordenen Aufgabenspektrum. Aber auch das neue Heim aufzuteilen, ist eine Herausforderung, wie in dem Konzept zu lesen ist. Die Decken sind tief, die Räume klein und zudem mussten Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten werden. Die Sanierung kostet insgesamt 2,7 Millionen Euro, von denen die Städtebauförderung des Landes 80 Prozent übernimmt.

Neue Öffnungszeiten

Eröffnen soll das Besucherzentrum bis Sommer 2019. Durch ein Entrée gelangt der Gast in das Lindowsche Haus. Relikte aus vergangener Zeit wie die originale Treppe ins Dachgeschoss zeigen direkt beim Betreten den Charme des alten Obstzüchterhauses. Im rechten Teil erfährt der Besucher mehr über die Geschichte des Gebäudes und die Stadt. Der Raum steht unter dem Motto „Werder als Obstkammer der Mark“ – thematisch und saisonale Ausstellungsstücke und Medien sind denkbar. Links vom Eingang findet der Gast die eigentliche Servicezone, in der er sich informieren, durch Prospekte stöbern oder Souvenirs und regionale Produkte kaufen kann. Das Besucherzentrum wird zudem multimediale Angebote bereit halten.

Ändern sollen sich auch die Öffnungszeiten, die sich derzeit stark an den Sprechzeiten der Verwaltung orientieren. In der Hauptsaison soll täglich zwischen 10 und 17 Uhr und am Wochenende bis 16 Uhr geöffnet sein, im Winter sind sie leicht verkürzt. Um die Öffnungszeiten abzudecken, braucht die Touristeninfo mehr Personal. 1,5 Stellen müssten zusätzlich geschaffen werden, um am Servicetisch und im Hintergrund je zwei Mitarbeiter zu haben. „Das neue Konzept legt einen Standard fest, wie wir als Verwaltung die Besucherinfo betreiben wollen“, erklärte Werders 1. Beigeordneter Christian Große (CDU).

Bestandsaufnahme im Obstbaumuseum

Ein Antrag der SPD-Fraktion, das Papier zunächst in den Fachausschüssen zu beraten, lehnten die Stadtverordneten mit großer Mehrheit ab. Claudia Fehrenberg (Freie Bürger) vermisste in dem Konzept das Obstbaumuseum, das auch im Lindowschen Haus unterkommen sollte. „Vor dem Umzug machen wir im Museum eine Bestandsaufnahme, weshalb es eine Zeit lang geschlossen werden muss. Danach entscheiden wir, in welcher Form und wo das Museum künftig seine Heimat finden wird“, sagte Christian Große.

Von Luise Fröhlich

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