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Werder (Havel) Medizin-Firma: „Wir sind so gut wie ausverkauft, und nicht nur wir“
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Medizin-Firma: „Wir sind so gut wie ausverkauft, und nicht nur wir“
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17:02 28.02.2020
Ein Arbeiter in Shanghai zählt Atemschutzmasken. Viele Medizinprodukte, die jetzt stark nachgefragt sind, werden in China produziert, wo sie besonders dringend gebraucht werden. Quelle: Xinhua/dpa
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Werder/Groß Kreutz

Bei der Medizintechnik Werder, ein Fachhandel für medizinische Produkte, klingeln die Telefone derzeit im Minutentakt. „Wir sind so gut wie ausverkauft, und nicht nur wir“, sagt eine Mitarbeiterin. Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind zu einer Mangelware geworden, seit das Corona-Virus auch in Europa angekommen ist. „Wir haben viele Bestellungen, aber es kommt nichts mehr nach“, sagt sie und fügt hinzu: „Wir versuchen das, was wir Anfang Februar noch bekommen haben, gerecht zu verteilen.“

Das Unternehmen, das in Groß Kreutz seinen Sitz hat und noch den einstigen Firmensitz – Werder – im Namen trägt, beliefert auch Kommunen und Kliniken mit medizinischen Produkten. Zu den Partnern zählen unter anderem die Rettungsdienste bei der Berliner und Potsdamer Feuerwehr genauso wie Rettungsdienste und Feuerwehren im Landkreis Potsdam-Mittelmark und in mittelmärkischen Kommunen. „Die Kliniken haben jetzt oberste Priorität“, hieß es aus dem Medizintechnik-Unternehmen. Beliefert wird der Medizin-Handel in Groß Kreutz von großen Herstellern in Deutschland, die wiederum die meisten ihrer Medizin-Produkte in China herstellen. „Von dort kommt nichts mehr nach.“ Allerdings hieß es auch, Hersteller hätten ihre Produktionszeiten ausgeweitet und würden jetzt Nachtschichten fahren.

Von Jens Steglich