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Werder (Havel) Nächstes Havelauen-Karree ist fast fertig
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19:21 05.06.2018
Rainer Reddehase, Bauleiter Jens Wagner und Projektmanager Günter Boroczinski (v.l.) inmitten des fast fertigen Karrees. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Bis zur fertigen Gartenstadt fehlen den Werderaner Havelauen nicht mehr viel. Im Sommer soll nun das zweite Karree namens „Riva Werder Maritim II“ an der Hafenpromenade mit 40 Wohnungen fertiggestellt werden. Insgesamt wird das Karree wie das benachbarte auch aus 120 Wohneinheiten bestehen. Fast die Hälfte der Zwei- bis Drei-Raumwohnungen sind bereits verkauft und vermietet, wie Rainer Reddehase von Real Estate Stuttgart, verantwortlich für den Vertrieb, am Dienstag bei einem Pressegespräch erklärte. Im Oktober sollen die Wohnungen übergeben werden und bis Ende des Jahres alle verkauft sein.

Nicht möbliert kostet die Miete pro Quadratmeter kalt etwa elf Euro, möbliert liegt der Preis bei 16 bis 18 Euro – je nach Ausstattung. Käufer mussten für die günstigste Wohnung rund 183 000 Euro hinblättern, die teuerste schlug mit rund 550 000 Euro zu Buche. „Laut Grundstücksmarktbericht ist das für Werder nicht teuer“, sagt Andreas Habath vom Verband der Vereidigten Sachverständigen Berlin und Brandenburg. Durchschnittlich liege der Kaufpreis in der Blütenstadt pro Quadratmeter im Schnitt bei 3600 bis 4130 Euro.

Mut oder der richtige Riecher?

Angeschoben hatte das Wohnbauprojekt die Firma „Antan Recona“, die unter anderem auch den ersten Fachmarkt, das Seniorenzentrum Casa Reha und das Tankstellengelände entwickelt hat. Investor ist das Unternehmen „ST 77 Holding“ mit Sitz in Ulm. „Als wir uns vor ein paar Jahren für den Standort Werder entschieden haben, sagten uns viele, dass wir mutig sind. Dieselben sagen heute: Da hattet ihr aber Glück“, erzählt Geschäftsführer Wilhelm Hibert. Er selbst bezeichnet es eher als den richtigen Riecher. Dass Werder prosperiert, zeigen nicht nur die stetig steigenden Einwohnerzahlen, sondern auch die Entwicklung des Immobilienmarktes.

Blick auf die Hafenpromenade Quelle: Luise Fröhlich

„Aus meiner Sicht ist die ganze Region um Berlin aus einem Dornröschenschlaf erwacht. Werder zeichnet sich aber durch sein Image aus. Werder ist eine Marke, die auch den Immobilienpreis bestimmt“, erklärt Fachmann Andreas Habath. Wie berichtet, liegt Werder mit 379 Grundstücksverkäufen im vorigen Jahr auf dem ersten Rang im Landkreis. Im Durchschnitt liegt der Bodenrichtwert bei 128 Euro pro Quadratmeter – in Kleinmachnow ist er mit 585 Euro wesentlich höher.

Mieter und Käufer sind bunt gemixt

Zudem wurden im vergangenen Jahr 61 Eigentumswohnungen in Werder verkauft (zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal drei). 51 Prozent dieser Verkäufe waren Wohnungen mit Wasserlage und wiederum 84 Prozent davon Erstverkäufe. 19 Jahresmieten holen in Werder durchschnittlich den Kaufpreis der vier Wände wieder herein. In Berlin sind 40 Jahresmieten fällig. Vor allem wasseraffine Menschen ziehe es in die Marina der Havelauen, wie Rainer Reddehase berichtet. Unter ihnen sind etwa Berliner, die eine idyllische Bleibe fürs Wochenende suchen oder auch Rückkehrer, die viele Jahre woanders gelebt haben und nun wieder die Heimat vorziehen.

„Es ist ein breitgefächerter Mix. Ältere Herrschaften haben sich beispielsweise entschieden, ihr Eigenheim zu verkaufen und hier eine Wohnung zu erwerben oder zu mieten. Den Großteil machen die 40- bis 45-Jährigen aus. Familien mit kleinen Kindern gibt es hingegen selten“, erklärt Diplom-Ingenieur Günter Boroczinski, der die Projektentwicklung für Antan Recona begleitet hat.

Bau des ersten Karrees begann 2015

2011 hatte „Antan Recona“ mit der Entwicklung des ersten Fachmarktzentrums begonnen. Parallel startete die Stadt Werder das Projekt Blütentherme. Das erste Karree an der Hafenpromenade wurde ab 2015 gebaut und war nach anderthalb Jahren fertig.

Anfang 2016 wurde der Bauantrag für das zweite Karree eingereicht. Insgesamt liegen die Investitionen bei 150 Millionen Euro.

Von Luise Fröhlich

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